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| anTiTon Solo Kopfhörerverstärker - der Magier |
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Geschrieben von: mannitheear - 30.01.2026, 10:25 - Forum: Alles über Kopfhörer (mit Elektronik)
- Keine Antworten
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Der Aufbau des Solo ist im gleichen Gehäuse wie der Arno und der DiAn, die Ausstattung ist ebenso minimalistisch: ein Cinch Eingang hinten, vorne 2 Drehknöpfe wie beim Arno. Links wird das Gerät eingeschaltet und die Ausgangsimpedanz in 2 Stufen geschaltet. Eine ist für hochohrige und eine für eher niederohrige Kopfhörer gedacht. Rechts der Lautstärkeregler, dazwischen eine Klinkenbuchse für den Kopfhörer, that's it.
Um mit der Tür ins Haus zu fallen: der Solo ist für sich genommen ein leistungsfähiger Kopfhörerverstärker der daraufhin konstruierte wurde, praktisch alle handelsüblichen dynamischen und planaren Kopfhörer mühelos anzutreiben - und dabei stets kontrolliert und souverän zu bleiben.
Das allein würde ihn bereits interessant machen, dennoch wäre der Solo ohne DiAn (oder ein vergleichbares Quellgerät - viel Spass beim Suchen ;-) ) verschenktes Potenzial.
In dieser Konstellation erinnert der Solo nämlich frappierend an den Arno-X: organisch, körperhaft, groß im Raum, dabei präzise und fein aufgelöst. Kein klinischer Studio-Sound, kein audiophiler Hochglanz – sondern Musik mit Substanz. Stimmen haben Gewicht, Instrumente stehen stabil im Raum, nichts wirkt ausgedünnt oder künstlich aufgeblasen.
Was mich besonders überrascht hat: die räumliche Darstellung. Sofern man nicht grundsätzlich zu starker Im-Kopf-Lokalisation neigt, erzeugt der Solo eine Bühne, die der des Arno-X erstaunlich nahekommt. Breite, Tiefe, Staffelung – alles da, alles glaubwürdig.
Ich habe den Solo mit Kopfhörern gehört, die preislich kaum weiter auseinanderliegen könnten: vom Beyerdynamic DT-880 in der 600-Ohm-Version über meinen alten Sennheiser HD-580 Jubilee, Beyerdynamic T1.2 bis zum Focal Utopia (2020).
Der Charakter der jeweiligen Kopfhörer bleibt immer erkennbar, gerade die preiswerteren Kopfhörer zeigen ihr volles Können und wachsen quasi über sich selbst hinaus. Im Moment höre ich mit dem HD-580 Jubilee, der normalerweise in der Box bleibt, da ich ihn (sorry) im Vergleich zu den anderen etwas weich und stellenweise sogar langweilig empfinde. Nicht so am Solo: Wunderbar echte Live Atmosphäre bei Pat Metheny/Side-Eye NYC (V1.IV), herrlich ausschwingende Becken, knurrender Bass und der Applaus samt Publikumsgeräuschen irre real und räumlich völlig vom Musikgeschehen separiert. In gleicher Weise funktioniert das auch mit der Mutter aller audiophilen und melomanen Jazz-Liveaufnahmen Bill Evans Trio/Waltz for Debby.
A capella- und Choraufnahmen sind durch eine feine Separierung der einzelnen Stimmen ein Hörgenuss der besonderen Art, auch weil der ganze Darbietung völlig jede künstliche Betonung bestimmter Frequenzbereiche abgeht, genau so wie jeder Anflug von Sibillanz. Es bleibt Druck, Präsenz, glasklare Auflösung und perfekte Durchzeichnung des Geschehens. Ganz großes Kino! (Gehörte Beispiele u.a.: Nidaros Chathedral Choir/Nidaros, Göteborgs Kammarkör sjunger/Viska du Vind, Arvo Pärt/In Principio, Ladysmith Black Mambazo, Caroline Shaw + Roomful of Teeth/Partita for 8 Voices, Cantate Domino, Jephte, The King’s Singers u.a.m.).
Der Solo kommt aber natürlich mit jeder Art von Musik klar. Jazz, Orchester, Rock, Singer-Songwriter. Das Schöne: auch Aufnahmen die ich bisher über Kopfhörer eher schwierig zu geniessen fand, machen Spass! Mit dem Solo wird es schwer, schlechte Aufnahmen zu finden.
Mein persönliches Fazit: Der Solo ist ein exzellenter Kopfhörerverstärker. In Kombination mit dem DiAn beginnt die Magie. Auch mit einem günstigen Kopfhörer wie dem Beyerdynamic DT-880 in der 600-Ohm-Version oder Sennheiser HD-580 Jubilee und mit Sicherheit auch dessen Nachfolger.
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| anTiTon Arno-X - Die Konsequenz |
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Geschrieben von: mannitheear - 29.01.2026, 16:28 - Forum: Verstärker
- Antworten (7)
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Arno-X Vollverstärker, DiAn DAC und Solo Kopfhörerverstärker von anTiTon
Teil 1 - Arno-X - Liebe auf den 2. Blick
Seit einiger Zeit habe ich jetzt das anTiTon-Trio Arno-X, DiAn und Solo bei mir und hatte somit Gelegenheit sie etwas eingehender zu hören.
Den Arno-X und den DiAn habe ich überwiegend zusammen gehört.
Zum Verständnis: mein Fokus beim Musikhören liegt schwerpunktmässig auf Jazz und Klassik, mein Maßstab ist der Klang umverstärkter akustischer Instrumente und natürlich auch Stimmen. Da ich regelmässig entsprechende Konzerte besuche habe ich auch den Originalklang im Ohr. Ich höre natürlich auch Rock und Pop und habe da auch schon sehr viel live gehört, von Anne Clark über Motörhead bis Frank Zappa.
Hier folgt also kein Test mit Aufzählung von technischen Daten etc. sondern ein subjektiv geprägter Hörerfahrungsbericht, die Musikauswahl ist also eher individuell.
Der Arno-X ist eine kompromisslose Weiterentwicklung des Arno: untergebracht in einem größeren Gehäuse, mit kanalgetrennten Netzteilen und durchweg audiophilen Bauteilen. Im Gegensatz zum Arno verfügt der X über drei statt zwei Eingänge sowie über eine serienmäßige Fernbedienung zur Lautstärkeregelung mittels Motorpoti mit eigener Stromversorgung.
Die Fernbedienung halte ich für elementar und nutze sie ständig. Die Abstimmung ist für meinen Geschmack perfekt gelungen: Ein kurzer Druck auf die Plus- oder Minus-Taste verändert die Lautstärke gerade so hörbar, bei längerem Tastendruck bleibt die Regelung dennoch feinfühlig genug, um schnell die gewünschte Lautstärke zu finden.
Die Leistung steigt geringfügig von 2 × 15 auf 2 × 18 Watt. Geblieben ist die puristische Ausstattung ohne Displays oder Einstellmöglichkeiten – ebenso wie der deutliche „Plopp“ beim Ein- und Ausschalten. Für manche ein No-Go, mir dagegen herzlich egal: Ich bin das seit den StSt-Opus-Endstufen vor 30 Jahren eh so gewohnt.
Oft heißt es ja, dass der erste Eindruck der richtige ist. Zunächst hatte die Kombi an meiner Wiederentdeckung StSt Probus (89 dB) angeschlossen und war erstmal ziemlich fasziniert von der Souveränität des Arno-X. Nicht dass der normale Arno auch bei gehobener Lautstärke je unpräzise geworden oder „ins Schwimmen“ gekommen wäre, aber der X legt da schon noch eine Schippe drauf. Z.B. beim klar konturierten Tiefbass und den tiefsten Stimmlagen bei Geoff Canteluccis Sound of Silence die zwar überzogen aufgenommenen wurden. Oder Percussions die noch glaubhafter und dreidimensionaler im Raum stehen (Chicago VII - Aire). Was die Kombi auf Anhieb so faszinierend macht ist neben der Größe und Ausleuchtung des Raumes (sofern auf den Aufnahme eingegangen) auch die Körperhaftigkeit entsprechender Schallereignisse, gerade auch wenn sie im Gesamtgeschehen etwas leiser sind (Bernd Heitzler/BassTrio: Bye Bye Blackbird) sowie das lange Ausklingen z..B. von Becken.
Die Paradedisziplin der StSt Probus ist besonders ein sehr klarer, anspringender und schlackenloser Grundton- und Mittenbereich mit räumlich exakter Lokalisation. Sie ist verstärkertechnisch nicht ganz so wählerisch wie die Tablette und spielt gut mit dem Arno, dem Puresound A30 (Triode Mode) und überraschenderweise dem Aiyima A07 max mit Sparkos OPs, weniger überzeugend dagegen mit der ICEPower Endstufe.
Die ProAc Tablette 8 Reference Signature kann eine wahre Diva sein: Mit unpassenden Verstärkern klingt sie schnell nervig und gepresst. Mit dem Arno funktioniert sie bereits sehr gut, mit dem Arno-X jedoch deutlich besser. Es ist eine wahre Freude, wie sonor, fast „fett“ und zugleich fein aufgelöst die Winzlinge hier spielen. Sie spannen einen erstaunlich großen Raum auf – kaum kleiner als der der Extremi – und füllen ihn mühelos mit Musik.
Eigentlich harmoniert die Tablette hier nur wirklich überzeugend mit dem Arno und dem Arno-X, wobei der Arno-X hier den kleinen Bruder mühelos überflügelt.
Die Sonus Natura Extremi ist mit 95 dB und Impedanzlinearisierung mein am leichtesten anzutreibende Lautsprecher und entsprechend subtiler fallen die Unterschiede des Arno-X zum Arno aus.
Der Extremi harmonieren sehr gut mit dem Arno, klingen aber auch sehr ordentlich mit dem Puresound und besonders der ICEPower Endstufe - weniger, fast schon langweilig dagegen mit dem Aiyima A07 max. Überraschend, fast schon erschreckend gut klingt die Extremi übrigens am Yamaha RX-A6A AV-Receiver. Gegenüber dem Arno fehlt etwas Auflösung und Genauigkeit, dennoch sehr angenehm zu hören. Mit der Eros 9 die ich testweise mal hier hatte hat der Yamaha dagegen nicht so recht harmoniert.
Also, soo subtil wie zuerst vermutet sind die Unterschiede an der Extremi dann doch wieder nicht: Tomasz Stańko Quartet/Suspended Night: Song For Sarah + Suspended Variation II habe ich hier noch nie so groß und mächtig gehört, dabei immer locker und ungemein anmutig und fein ziseliert an den entsprechenden Stellen, dieselben Musiker bis auf Stanko und ähnliche Eindrücke bei Simple Aoustic Trio/Trio: Hyperballad. Diese Art der Wiedergabe ist nicht nur ein großer klanglicher Genuss sondern dient unmittelbar dem Verständnis der Musik, weil unmittelbar klar und hörbar wird, wie unglaublich präzise und sensibel das Zusammenspiel dieser Ausnahmemusiker ist. Die Aufnahme zu hören ist fast wie bei der Entstehung dabei zu sein!
Ich bin eigentlich überhaupt kein Operetten-Fan, aber eine Ausnahme gibt es doch: Johann Strauss - Die Fledermaus in der Einspielung mit Carlos Kleiber. Bei dieser Aufnahme stimmt (fast) alles: Orchester, wunderbare Sänger (bis auf die seltsame Besetzung des Prinzen Orlowski mit Ivan Rebroff (!), der im Falsett (!!!) singt) und die Aufnahmetechnik mit einer erlebbaren Bühne. Ein richtiger audiophiler Spass und Anspieltipp ist der III.Akt mit einem kurzen Vorspiel und den Szenen „Täubchen, das entflattert ist“, „So, da wär'n wir ja zu Hause im Vogelhaus“ und „Ah, der Herr Direktor ist entschlafen“. Der X lässt hier keine Wünsche offen, alles ist sauber geordnet auf der Bühne und man kann sich einer selten gewordenen Dynamik erfreuen.
Appalachian Spring von Copland ist in der Mercury Einspielung mit Dorati eine der legendären frühen Stereoaufnahmen, der CD-Ausgabe kann man höchstens anlasten, daß die Violinen etwas zu präsent in den Höhen sind, mit dem DiAn und Arno-X ist es jedoch kein Problem auch etwas lauter zu hören.
Weitere gehörte Aufnahmen:
Toto/Toto IV - Africa. Bin zwar jetzt kein riesengroßer Toto Fan, aber endlich entfaltet sich der Song über einem stabilen Fundament so vielschichtig, dass es ein Genuss ist sich das anzuhören.
Mark Knopfler/Privateering - Kingdom of Gold ist ein toller epischer Song, besonders wenn sich die Background Vocals noch schöner und differenzierter als gewohnt im Hintergrund auffächern.
Nun interessierte mich, wie sich der X ohne die Unterstützung seines „kleinen“ Bruders DiAn so schlägt und hörte eine paar Platten. Als Quelle diente die bewährte Kombination aus dem anTiTon Anti-Lenco Plattenspieler und dem Joaquim Pinto Brutus MM Phono Pre.
Zunächst steht der audiophile Kracher La Folia de la Spagna auf dem Programm, in diesem Fall das harmonia mundi Original als Bestandteil einer 3-LP-Box mit 3 LP für unter 20 DM. Diese LP ist für mich nach wie vor DER Maßstab einer räumlich und dynamisch perfekt eingefangenen Aufnahme inklusive fehlerloser Pressqualität - Vinyl at it’s best. Die Musik ist ein wenig verrückt und die Besetzung umfasst neben Barockinstrumenten (plus Sitar) auch aufgeblasenen Luftballons, die losgelassen durch den Raum schiessen und dabei vor sich hinfurzen, tschilpende Spatzen, ein Auto sowie einen Rasenmäher. In konkreter Erwartung was nun kommen würde startete ich die Wiedergabe und war ziemlich überrascht, wie die Musik in bislang ungehörter Weise organisch klang und regelrecht atmete! Ich wollte die Platte eigentlich nur anspielen, aber ruckzuck war die 1. Seite durch und einige bislang als langweilig empfundene Passagen waren praktisch verschwunden, will sagen: es zog mich regelrecht rein!
Kontrastprogramm: Nina Simone, Little Girl Blue hatte ich so schön noch nie gehört! Was mich jedoch völlig perplex machte war die Tatsache, dass beide Platten einige, wenige Stellen aufwiesen die ich bislang als tendenziell leicht unsauber empfunden hatte, was ich immer als Restfehler der analogen Wiedergabe akzeptiert hatte. Diese Unsauberkeiten waren weg! Lost in resolution???
Nun folgt ein etwas sentimentaler Rückblick in meine musikalische Jugend, wobei diese leider Ära zu der Zeit als ich sie entdeckte schon wieder vorbei war.
Von der 1. LP von ELP habe ich ein englische Pressung in leider eher bemitleidenswertem Zustand an dem auch mehrere Wäschen leider nicht viel ändern konnten. Egal, Take a Pebble ist eins meiner absoluten Lieblingsstücke: nach einem Intro in dem Emerson (als einer der ersten!) die Saiten des Flügels mit einem Plektrum anreisst, dann folgt ein eher ruhige Balladenteil führt und nach einem kurzen jazzigen Intermezzo kommt die Musik nach dreienhalb Minuten schon zu einem fast völligen Stillstand. Man hört dann die Steine in den Teich fallen während Greg Lake auf der akustischen Gitarre erst ganz leise weiter hinten improvisiert bis er einen eingängigen Lick gefunden hat und diesen ein paar mal wiederholt während die Gitarre aufnahmetechnisch immer grösser aufgezogen wird und von links hinten nach vorne Mitte wandert und wieder zurück - wobei das im Mittelteil so direkt klingt, dass es einen regelrecht in den Sessel drückt. Danach übernimmt das Piano die verträumte Improvisation die sich steigert und schließlich ein einzelner Basston die Sache erdet und einen jazziger Zwischenteil einleitet. Mit dem Arno X wird mir erstmal so richtig klar, wie genial der Bass hier gespielt ist der regelrecht singt und melodisch mit dem Piano interagiert während Carl Palmer zunehmend mit dem Schlagzeug eine Art gegenläufigen Rhythmus aufbaut was sich dann zuspitzt, bis das Trio schließlich zur ursprünglichen Ballade zurückfindet und Greg Lakes klare warme Stimme, die damals auf ihrem Höhepunkt war, für Gänsehaut sorgt. Diese Platte wäre in gutem Zustand eigentlich eine audiophile Perle der die verfügbaren digitalen Versionen leider nicht gerecht werden, übrigens auch nicht die deutsche Pressung der LP.
Ebenso unverwechselbar ist Leonard Cohens Stimme auf Everybody Knows und I’m Your Man, sonor und felsenfest in der Mitte, schön dahinter versetzt der Backgroundgesang von Jennifer Warnes, mehrfach nebeneinander bei Everybody Knows. Die gewollt synthetisch aber nicht steril klingende Musik umrahmt das sehr gekonnt in mehreren Ebenen.
Ebenso wie be Clannads „Macalla“ wird aber auch klar, daß die Aufnahme der Stimmen dem Zeitgeist etwas präsenter in den Höhen ausfällt als es natürlicherweise wäre.
Rodrigos Concierto d’Aranjuez steht auf dem Programm. Pepe Romeros Gitarre ist nicht nur räumlich exakter ortbar als ich das bisher kannte sondern hat einen fest umrissenen Körper und klingt, wie der Rest auch sehr natürlich, insbesondere pp gespielten Violinen klingen wunderbar delikat.
Als nächstes die Karelia Suite von Jean Sibelius, ein raffiniert aufgebautes und beeindruckendes Orchesterstück das leider live selten zu hören ist. Hier beeindrucken besonders die Bläser im Schlusssatz, die wunderbar strahlend, offen und präsent klingen aber nicht aggressiv oder schrill.
Noch ein nostalgischer Ausflug: Triumvirat/Pompeii -Hymn. Auch dieses Album klingt auf LP deutlich besser als digital, besonders das viel realistischere Piano sowie das aufnahmetechnisch sehr groß und effektvoll eingefangene Schlagzeug.
Wodurch zeichnet sich denn nun der Arno-X aus? Neben einer ausgeprägt organischen Spielweise fallen mir die ausgeprägte räumliche Staffelung ein, aber auch der besonders natürliche und geradezu anmutige Ansatz bei akustischen Instrumenten. Schwer zu beschreiben, aber wer regelmäßig in Konzerte geht weiß vielleicht was ich meine, es klingt einfach echter und weniger eckig und mechanisch, was ich einer ausgeprägten Feindynamik zuschreiben würde. Grobdynamisch agiert der X sowieso tadellos, wenn es sein muss auch brachial. Impulse werden blitzschnell und unkomprimiert an die Lautsprecher weitergeleitet. Was alles zusammen in Summe dazu führt, dass bei vielen Aufnahmen ein tieferer Blick und ein intuitiveres Verständnis dafür entsteht was da eigentlich vor sich geht.
Der Arno-X spielt sich hier also hier klanglich und musikalisch auf ganzer Linie an die Spitze.
Ist der Arno-X nun der heilige Gral? Ich sag mal so: er hat das Potential dazu, sofern die Randbedingungen passen als da wären: 1.exzellente Quellgeräte (wie der kongeniale DiAn) und 2. ganz pragmatisch dass die Leistung von nominal 18 W für den Anwendungsfall ausreichend ist. Das hört sich jetzt für manchen sehr wenig an, aber hier hatte ich an keinem Punkt und mit keinem Lautsprecher das Gefühl, daß es an Leistung oder Kontrolle fehlt, und ich höre durchaus gerne mal etwas lauter.
Warum nun aber Liebe auf den 2. Blick? Nun, der allererste Eindruck war ja sehr gut mit der Probus. Danach habe ich den Fehler gemacht, den Arno-X und den DiAn mit meinen vorhandenen Geräten vergleichen zu wollen, was zu überhaupt gar nichts geführt hat - es war fast so, als würden sie sich dieser Vorgehensweise sogar verweigern.
Um zu verstehen und zu erfahren, was diese Geräte auszeichnet, reicht ein kurzer Vergleich nicht, es erschließt sich erst so richtig wenn man sich hinsetzt und der Musik in Ruhe zuhört.
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| DIY einer Heco direkt Einklang |
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Geschrieben von: vandenpop - 27.01.2026, 16:32 - Forum: Selbstbau Lautsprecher und Tuning
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Hat jemand irgendwo einen Bauvorschlag für einen Lautsprecher a la Heco Einklang gesehen?
Entweder mit Breitbänder oder mit COAX? Wobei mir Zweites lieber wäre.
Wo mag man solche Füße bekommen?
Diese flache Bauweise finde ich schick….
Sollte sich gut im Wohnzimmer stellen lassen.
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| Valvet E amps |
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Geschrieben von: generg - 22.01.2026, 19:36 - Forum: Transistor-Verstärker
- Antworten (37)
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So Rainer, ich habe mir vor einiger Zeit den gekauft, alt und gebraucht, aber mit schöner Chromfront und
klingt hervorragend!
Einfache Schaltung, was ich vom reingucken gesehen habe, kein Plopp, kein Rauschen usw.
Hat was von der Nelson Pass Philosophie, so einfach, aber genial wie möglich.
:--))
Die Bauteile sind geschwärzt mit Lack, von daher.....
Was ist mit Deinem?
Die auf der Valvet Seite verlinkten reviews um die 2011 sind alle hervorragend. Meiner integriert die beiden E1r Monoblöcke in ein Gehäuse.
Wenn man den Bildern im Netz glauben kann, sind die Nachfolgemodelle E2 und E3 vorwiegend im Netzteil und in den Bauteilen gepimpt worden, schaltungstechnisch sieht es eher gleich aus.
An Lautsprechern ab 90dB läuft das sehr gut! Also alle Klipsch Eros(e).
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| Audeze GX |
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Geschrieben von: vandenpop - 19.01.2026, 19:56 - Forum: Alles über Kopfhörer (mit Elektronik)
- Keine Antworten
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Hallo zusammen,
Ich bin ja schwer am Überlegen, ob ich die 800-1000.- € für ein Paar Audeze GX ausgebe…
Meine beiden Epos Sennheiser 500 und 670 gehen ja, aber ich will mehr..
Tests gut und schön, aber ich muss einfach mal von jemandem hören, der ihn hat: Tolle Wahl und das viele Geld wert.
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| 12" Zoll zwei Wege mit Horn aber ohne Druckkammertreiber |
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Geschrieben von: SiTangens - 18.01.2026, 12:44 - Forum: Selbstbau Lautsprecher und Tuning
- Antworten (30)
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Im DIY Bereich hier ist ja nicht so viel los. Trotzdem mag ich mal dieses Projekt vorstellen, da es sich von vergleichbaren Konstrukten (HSB Little Watt, Albany vom D.A.U., K+T Ephera) durchaus unterscheidet.
Die Idee für den Bau kam eigentlich durch den Hype um die MonitorEins. Mir sagten aber weder die klassische Optik, noch der eher "schlanke" Bass der M#1 zu. Weiterhin bin ich auch nicht unbedingt ein Freund von Druckkammertreibern im Hifi Bereich. Daher keimte die Idee den Hochtonbereich sehr wohl mit einem Horn (und möglichst tiefer Trennung) zu realisieren, als Treiber aber eher eine Kalotte zu nehmen. Und wenn man schon einen 3d Drucker zu Hause hat, lag es auch nahe das komplett in Eigenregie zu gestalten und nicht etwas fertiges zu kaufen. Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht . Und damit es gleich noch komplizierter wird, wurde die Front in Massivholz komplett CNC gefräst und die Kontur vom Horn gleich eingelassen (was mir ein guter Freund mit CNC Fräse erledigt hat).
Es brauchte dann insgesamt 6 Prototypen an Horn-Treiber Kombinationen und im Endeffekt wurde aus der Kalotte dann ein Ringradiator (da der einfach eine schönere Wellenfront ins Horn schiebt). Auch die Weichenentwicklung war nicht trivial, da der Ringradiator (Peerless XT25BG60-04) auch als 4 Ohm Version vom Spannungswirkungsgrad nur knapp mit dem Fane Souvereign 12-300 mithalten kann. Amplitudengang und Sonogram sind aber so gutmütig, dass ich mit einem Hochpass vierter Ordnung auskomme und auf Saugkreise oder Sperrkreise komplett verzichten kann. Der Tiefmitteltöner braucht ein wenig mehr Zuwendung. Ein Bauteilegrab ist es dann aber zum Glück doch nicht geworden.
Das Ergebnis entschädigt dann aber definitiv für die Mühen. Die Kombination bietet die Dynamik eines Horns in Kombination mit der Auflösung einer Kalotte und das bis 20kHz (so hoch höre ich eh nichts mehr, schadet aber auch nicht). Die Stereobühne ist in Breite und Tiefe faszinierend und dank relativ starker Bündelung auch in Räumen mit Der Bass geht je nach Raum auf 30-40Hz runter. Für Musik mehr als ausreichend.
Größtes Problem ist jetzt eigentlich, dass ich Lautsprecher dieser Größe gar nicht sinnvoll in unseren Wohnraum integrieren kann. Ich hatte die Teile auch gar nicht für eine dauerhafte Nutzung bei mir gebaut. Aktuell will ich mich davon aber gar nicht trennen, denn so viel Spaß beim Musik hören hatte ich schon lange nicht mehr.
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| Röhrenverstärker Reparatur |
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Geschrieben von: Ohrwurm 1978 - 13.01.2026, 13:25 - Forum: Röhrenverstärker
- Antworten (2)
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Hallo lieben Forenkollegen,
erstmal ein frohes und gesundes neues Jahr.
Ich bin auf der Suche nach einem Spezialisten für Röhrenverstärker. Ich habe einen Tubes Slave S von Reussenzehn (Gott hab ihn selig) und möchte diesen jetzt nach 26 Jahren revidieren lassen. Das Netzteil macht leichte Geräusche und auch so, ist er ja mitlerweile 26 Jahre alt.
Habt ihr einen Tip wer da Fachmann dafür ist?
Wäre sehr dankbar.
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| Tesla VM 2101 selten, kurios & interessant |
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Geschrieben von: locomotiv.gt - 10.01.2026, 16:21 - Forum: Tonabnehmer
- Keine Antworten
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Der erste Pro Ject Dreher war ein Tesla. Selbst Lenco hat sich mehrmals bei Tesla bedient.
Tesla baute richtig feines HiFi.
Bis vor kurzem war mir das Tesla 2101 nicht bekannt. Das Tesla 2102 oder 03 kenne ich von DDR Drehern, sind solide Einstiegsysteme mit konischer Nadel.
Beim rumsegeln im Netz bin ich auf das Tesla 2101 gestoßen. Meine Neugierde war geweckt. Woher blos nehmen ...?
Bei DaCapo in Dänemark gibts das 2101 neu für 70€. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt ... Also eins bestellt.
Das erste 2101 war defekt, verzerrte rechts, links wars zu leise. Zum Glück tauschte DaCapo das Tesla anstandslos.
Das originale Nadelröhrchen wirkt wie alle Tesla Nadelröhrchen sehr weich. Es könnte eine elliptische Nadel sein. Dennoch setzte ich eine neue analogis Black Diamond Nadel mit einem stabilerem Nadelröhrchen ein.
Klanglich ...
Auf einem Reibradler, Lenco L 75, gefällt mir das 2101 nicht. Passt irgendwie nicht.
Auf einem Riemen Dreher, Ziphona Opal, spielt das 2101 sehr schön. Das 2101 ist weich & warm. Die Bässe kräftig, die Höhen luftig. Es nervt nicht, die Details könnten feiner sein. Ein sehr schönes Mittelklasse System. Kurz: es macht Spaß & fetzt ...
Schon wegen der eigenwilligen Form mußte ich das 2101 haben ...
Der Systemkörper & die Nadel
Der Systemträger ist aus Plaste, etwas weich.
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| Advanced Madness NOS TDA 1541 Dream DAC |
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Geschrieben von: jaer - 10.01.2026, 15:41 - Forum: Digital-Analog-Wandler
- Antworten (9)
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Passt hier m.E. gut zum Thema R2R-DAC. Der TDA541 von Philips ist ja ein astreiner R2R-DAC-Chip
Der gute Jürgen/IamMad hat mich mit seiner Schwärmerei dafür doch soweit motiviert, dass ich mir die Teile für den TDA1541 DAC von CDREAM5 bei ALI bestellt habe. Den Zusammenbau habe ich mir schwieriger vorgestellt als er dann tatsächlich war. Lötbrücken bei HADAM raus, Buchsen für HADAM einlöten, TDA-Chip rein (mit richtigem Jumpern) und am Treiber-Board Brücke bei S2 einlöten, Strom dran - das wars, läuft auf Anhieb.
Und ja, es lohnt sich wirklich. Der Klang des 1541 mit HADAM begeistert mich völlig. Meinen uralten SONY XA50ES CD-Dreher über Koax an den 1541, und dann direkt an UNISON Italy/Max1. Boahh... unglaublich was in meinen CDs an Klang steckt. Der alte XA50 hat ja diverse DAC-Filterkurven. Aber überhaupt kein Vergleich zum gleich alten 1541 mit HADAM. Ein Freund hat den gleichen XA50, sündhaft teurer von Swoboda gepimpt. Kein Vergleich. Selbst den spielt der 1541 an die Wand!
Was CDREAM5 da bietet ist wirklich unglaublich gut. Ich kann das jetzt nur bestätigen und empfehlen!
Ich selber meine das R2R DACs einfach emotionaler klingen. Zeitweise hatte ich feuchte Augen beim hören meiner alten CDs.
Die Musik berührt mich mehr, klingt irgendwie authentischer. Wenn schon Digital, dann R2R!
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