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| Lector CDP 7 mit PSU7 Netzteil |
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Geschrieben von: De Schdefan - Vor 3 Stunden - Forum: CD Player
- Antworten (6)
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Hallo liebe Forumsfreunde,
vor ein paar Wochen war ich mal wieder bei unserem Freund Achim65 in südbadischen Gefilden.
Er bot mir an, seinen CD Spieler Lector CDP7 mit dem Riesennetzteil PSU 7 , der bei ihm aufgrund anderer Prioritäten eher ein Dornrösschenschlafstatus einnimmt, an meiner häuslichen Kette hören zu dürfen.
Diese besteht seit jetzt genau 8 Jahren aus den Thivan Eros Speakern, der Urversion - ich glaub ich bin inzwischen der einzige in Deutschland, der noch seine erste Version besitzt und die noch täglich zur großen Freude einsetzt.
Ferner spielen abwechselnd der neue Arno X von anTiTon, der Simply Italy, die Thivan 300 B- und war da noch etwas....lasst mich nachdenken....JA! The one and only, der geliebteste von allen, der originale Arno in signalrot. Nach wie vor ist dieser kleine Verstärker mein persönliches Herzass - auch wenn der Arno X, nach einigen Anpassungsschwierigkeiten und einigen Returns nach Südfrankreich inwzischen gesetzt ist und wirklich gut klingt.
Seit fast 30 Jahren hab ich zwei CD- Laufwerke besessen - beide von CEC: Den TL5100 von 1997 bis 2017 und seither den CEC TL 5 von Horwege modifiziert - aktuell seit 20222 am Wandler Aqua La voce S2 und dem anTiTon DiAn seit einem Jahr. Es gab klanglich nie einen Grund etwas zu ändern.
Und dann kam der Gamechanger in Form einer Erruption.
Achims Lector hat vom ersten Moment hier ab der ersten Minute nach dem Auspacken das gemacht, was er am besten kann: Wunderprächtig die Stimmern abgebildet, feine, kräftige, organische Details offenbart, viel Druck entwickelt. Er spielt involvierend nach vorn, dabei dynamisch, fordernd und gleichzeitig zärtlich wie eine ligurische Prise Abendwind auf der Lungomare nach einem heissen Sommertag am Strand oder auf dem Rädle.
Er löst auf - und gleichzeitig lässt er alles beisammen - organisch, natürlich, einfach schön....
Instrumente klingen verblüffend echt, schwingen toll aus, der Lector macht, gerade am Arno X einen riesengroßen Raum und klingt so wie der Entwickler Romagnoli es intendierte: Flüssig, rund, einer LP ähnlich. Und das ist fürwahr gelungen!
Ich hab seit Jahren eine Schwäche für die Marke - bei ihr gehts nicht um Show - die Homepage...naja, die Bedienungsanleitung - zum Glück verstehen wir inzwischen besser italienisch, deshalb haben wir es vorgezogen, diese in Originalsprache zu lesen. Die Segnungen eines erfolgreichen Marketings haben sich scheinbar bisher noch nicht bis zu Herrn Romagnoli in der Lombardei herzumgesprochen - und genau das ist aber auch das, was diese Manufaktur so einzigartig macht. So kultig, so wunderbar einzigartig in der Branche. Lange Produktlaufzeiten, ausgereifte, betriebssichere und haltbare Geräte, die für die Ewigkeit gemacht zu sein scheinen .
Die Legende geht bis heute, dass alle Geräte vom Patrone klanglich abgenommen werden - und wer den strengen, höchst subjektiven akustischen Endtest nicht besteht, der geht wieder zurück an die Werkbank.
Eine weitere Legende besagt, dass kein Gerät vollkommen gleich klingt - so viel Lässigkeit muss man sich erst mal verdienen und leisten können - aber die treuen Fans lieben das und bleiben der Marke treu.
Die Produktlaufzeiten sind ewig lang - der CDP wurde in verschiedenen Ausführungen fast 15 Jahre lang gebaut, der Nachfolger CDP 707 ist jetzt auch schon über 13 Jahre auf dem Markt.
Ich hatte vor Jahren eine Unpässlichhkeit mit meinen damaligen Wandlern - der Proceed war zu alt und zu defektanfällig, andere Produkte konnten nicht überzeugen (keine Namen...) und Achim half mir mit seinem Lector Digitube aus - er wollte ihn mir (aus verständlichen Gründen ) nicht verkaufen - ich erwarb daher den Aqua la Voce S2, der mir immer noch sehr gut gefällt.
Diese Firma passt zur anTiTon - Arno/DiAn- Sippe wie die Cote d Azur zur Riviera- und klanglich ists ein Volltreffer - beide sehr liebevoll im Klang, der Lector mächtiger, offener, dramatischer (Italiener!) - die Arnoverstärker gemauso liebevoll, eine Spur detailreicher und detailverliebter und "analytischer" - und zusammen matchen sie zu 100 Prozent Spass.
Ich hab im Vergleich den Simply Italy angeschlossen - jetzt wirds halt richtig kuschelig, das klingt klasse und hat seinen Reiz (Jazz oder Singer/Songwriterinnen ...) aber mit den Arnos (ob der kleine oder dem X) geht hier schon die Sonne auf -im grauen Kraichgauherbst.
Den DiAn und den Aqua konnte ich in Ermangelung einer Auftrennfunktion im Lector nicht hören.
Als alter bekennender Hedonist (man benötigt ein Zweitgerät als Ersatz, falls die Zeiten schlechter werden) hab ich schon mal nach dem Lector Digidrive Transporter ums Eck geschaut, damit könnt ich ja dann den DiAn und den Aqua weiternutzen......
Aber klar ist: Achim wird das Gerät nur noch bei mir anhören dürfen, den bekommt er nicht mehr zurück. Dieses Mal nicht! Freu Dich drauf, ihn hier zu hören, lieber Achim!
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| Kellerkinds Big Lautsprecherkabel Empfehlung |
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Geschrieben von: Kellerkind - 15.10.2026, 06:55 - Forum: Zubehör (Kabel, Racks, Spikes usw.)
- Antworten (12)
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Morjen morjen,
gefühlt wurde für mich in der Hifi Branche alles doppelt und dreifach teurer in den letzten 10 Jahren.
Ich reibe mir so manches Mal die Augen, wenn ich die Preise von Geräten und Zubehör sehe, von Sachen, die ich vor Jahren fürn Appel und Ei kriegte im Vergleich.
Das betrifft auch das Rohmaterial unserer Lapp 4 G 6 Strippen - irre - ich kaufte das damals für ca. 2,5 Euro der Meter bei MD ein -
letztens mailte mir ein Interessent nen link zu - ich glaube um 12 Euro der Meter.
Und das ist Industriekabel und noch harmlos im Vergleich zu dem , was ich in der Hifi Branche erlebe.
Und dann gibts Hersteller, die werden immer billiger...................
Mittlerweile gibts Spitzenlautsprecherkabel in extrem aufwendigen Gewand fertig konfektioniert für um 100 Euro -
mir ist das aufgefallen auf einem youtube Video von MD Sound, die verglichen das mit Kabel hoch bis 1000 Euro und präferierten klar die günstige Strippe im Worksohp mit Spatial Open Baffles und Klipsch Cornwall 4 - und das als Händler, die vom Hochpreiskram leben müssen und ein fettes Kabelsortiment rumliegen haben.
Ich rede diesem Kabel:
https://www.md-sound.de/transmedia-All4u...l-Paar-Neu
Dort kann man auch ein Bild mit dem Aufbau anclicken.
Dafür konnte man vor 15 Jahren nichtmal eine Lapp Industriestrippe selber bauen.
109 Euro UVP!
Heute wirft der Briefträger mal so ein Ding bei mir ein -
aber - das hat wieder einen Nachteil:
Gibt es nur in 2,5 Meter oder 5 Meter - 9 Meter oder 10 Meter - Fehlanzeige.
Ist wohl nur durch einen Zufall auf den deutschen Markt geflutscht - ein deutscher Computerzubehörhersteller wollte für sein Programm ein LS Kabel fertigen lassen in China -
als dann die dicken Dinger ankamen - hatte man wohl nicht mit gerechnet, daß es so was überhaupt gibt in derart fetter Ausführung- also vermarktet das nun MD und kaufte alles auf.
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| Mythology Zeus – ein fast vergessenes deutsches High-End-Laufwerk? |
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Geschrieben von: mannitheear - 12.10.2026, 17:15 - Forum: Plattenspieler
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Mythology Zeus – ein fast vergessenes deutsches High-End-Laufwerk? Auf den Spuren von Lothar Lange
Über den Linn LP12, Thorens, Platine Verdier und viele andere klassische Laufwerke findet man heute umfangreiche Informationen, technische Dokumentationen und unzählige Erfahrungsberichte. Bei einem anderen Laufwerk, das offenbar ebenfalls eine besondere Stellung in der deutschen High-End-Szene hatte, sieht das etwas anders aus: dem Mythology Zeus von Lothar Lange.
Obwohl es noch Besitzer und gelegentlich auch Gebrauchtangebote gibt, sind verlässliche technische Informationen erstaunlich rar. Alte Forenbeiträge liefern einzelne Hinweise, aber ein zusammenhängendes Bild der Konstruktion, der verschiedenen Ausführungen und der Geschichte des Herstellers lässt sich bislang kaum finden.
Das möchte ich gern ändern und hier Informationen zusammentragen. Vielleicht gibt es noch ehemalige Besitzer, Händler oder andere Zeitzeugen, die etwas zur Geschichte dieses ungewöhnlichen Laufwerks beitragen können.
Was mir über den Zeus bekannt ist
Der Zeus ist ein riemengetriebener Subchassis-Plattenspieler, der von Lothar Lange unter dem Markennamen Mythology entwickelt und in kleiner Stückzahl gebaut wurde. Klanglich machte er damals vor allem im Stuttgarter Raum und bei den wenigen Mythology Händlern ziemlich Furore, da er im klanglichen Vergleich mit den damaligen Platzhirschen wie Linn LP12 und sogar Platine Verdier wohl für einige nachdenkliche Gesichter sorgte und dabei noch einigermaßen bezahlbar blieb.
Die Optik ist völlig klassisch und erinnert an Player wie eben den LP12 oder auch die Thorens TD160 Reihe. Rein optisch wohlgemerkt, technisch hatte der Zeus mit dem Linn außer dem Motor nicht allzuviel gemein, mit den günstigen Thorens Drehern noch viel weniger.
Die Konstruktion geht nämlich einen durchaus eigenständigen Weg.
Anders als bei vielen klassischen Subchassis-Laufwerken findet man beim Zeus ein extrem stabiles, aber leichtes Subchassis in Form eines Kreuzes aus 2 verschweissten Alu-Rechteckprofilen. Dazu kommt ein schwerer, gedrehter Aluminiumteller, dessen Gewicht etwa 3,5 kg beträgt und der klassisch über einen Riemen angetrieben wird.
Das ergibt eine interessante Kombination: ein entkoppeltes Subchassis, aber gleichzeitig eine vergleichsweise massive Konstruktion, die auf maximale Steifigkeit ausgelegt. Der Zeus ist also weder ein typischer leichter Subchassis-Spieler noch ein klassisches Masselaufwerk.
Die Zarge besteht aus einem sehr stabilen, massiven Holzrahmen, der in verschiedenen Holzarten lieferbar war sowie einem Boden der als eine Art Wanne aus stabilem Aluprofil und Blech fest vernietet ist. Oben ist eine Alu-Deckplatte eingepasst, die in schwarz oder alufarben lieferbar war.
Das Laufwerk steht auf 4 sehr massiven, feinfühlig höhenverstellbaren Stahlfüssen die unten eine Art Spike als Auflage haben.
Die Federung besteht aus 3 kegelförmigen Schraubenfedern, die durch ein Gummiformteil mit dem Subchassis verbunden sind und unten auf einer in die Bodenplatte integrierte, von außen zugänglichen Höhenverstellung aufliegen.
Die erstmalige Justage des Subchassis ist ziemlich diffizil weil sie von vielen Faktoren abhängt. Ist sie jedoch einmal korrekt erfolgt, ist sie (im Gegensatz zum damaligen Hauptkonkurrenten) absolut langzeitstabil. Kleine Änderungen wie ein zusätzliches Gewicht durch z.B. eine schwerere Tellerauflage lassen sich recht einfach über die Höhenverstellung anpassen. Dabei sollte der Plattenteller bei aufliegender Platte absolut parallel zur Deckplatte sein und bei kontrolliertem Antippen des Subchassis frei und möglichst kolbenförmig nachschwingen.
Das Lager besteht aus einer polierten Lagerachse, die in einer Teflonbuchse läuft. Nach dem richtigen Öl gefragt, meinte Lothar Lange mal dass man einfach ein paar Tropfen normales Motoröl nehmen soll.
Der Plattenteller wiegt ca. 3,5 kg, die Lagerachse ist in eine entsprechend eng tolerierte Buchse eingepresst, konnte aber vom Hersteller getauscht werden. Der Teller ist einteilig, von unten ist eine Nut eingefräst, in der der Motorpulley und der Riemen Platz finden. An der äußeren Kante der Nut ist eine Art Bitumenstreifen zur Bedämpfung des Tellers eingeklebt. Serienmäßig wurde der Zeus mit einer schwarzen Filzmatte geliefert, bei meinem habe ich die durch die weiße DNM/Reson Filzmatte ersetzt.
Als Motor kommt ein Synchronmotor von Airpax mit 110 V, 50 Hz und 250 U/min zum Einsatz, der konsequenterweise in der Zarge moniert ist. In der Standardversion wurde der Motor über einen einfachen passiven Phasenschieber angesteuert der aus Widerständen und einem Kondenstaor besteht, damit sind nur 33⅓ U/min möglich. Gegen Aufpreis gab es eine elektronische Motorsteuerungen mit Umschaltung zwischen 33⅓ und 45 U/min.
Bei den mir bekannten Exemplaren ist ein rudimentäres axiales „Hilfslager“ in Form einer Nylon-Schlitzschraube montiert, die von unten durch ein Loch in der Bodenwanne zugänglich ist. Sollte der Motor brummen oder schleifende Geräusche verursachen, kann durch eine feinfühlige Justage der Schraube die Höhe auf minimale Geräuschentwicklung eingestellt werden, im Idealfall (nahezu) unhörbar.
Der Pulley ist massiv aus Alu gedreht und erlaubt nur eine Geschwindigkeit.
Der Tonarm Pan
Ein weiteres interessantes Detail ist der Tonarm Pan. Zum Zeus konnte der hauseigene Tonarm Pan hinzubestellt werden, eine OEM Version des geraden Jelco SA-250ST mit fester Headshell, aber in einer speziell für Mythology ausgeführten modifizierten Version mit besseren Lagern.
Der Zeus war aber nicht auf diesen Tonarm beschränkt. Üblich waren Kombinationen unter anderem mit dem Linn Ittok und Ekos, dem Zeta, dem Alphason HR-100 und dem Mission Mechanic, aber auch Rega. Da die Arme mit „Linn Geometrie“ und Rega unterschiedliche Distanzen zwischen Teller und Tonarmdrehpunkt erfordern, gab es konsequenterweise auch (mindestens) 2 verschiedene Subchassis-Kreuze.
Besonders interessant finde ich die Überlieferung, dass der Mission Mechanic Lothar Langes bevorzugter Tonarm gewesen sein soll.
Meine eigene Kombination
Ich besitze selbst einen Mythology Zeus mit Mission Mechanic und Lyra Lydian Beta.
Dieser har eine recht bewegte Vergangenheit. Gekauft habe ich ihn gebraucht von Stefan Strohmetz, der ihn eine Weile als Plattenspieler für Händler- und Messedemos seiner damals neu entwickelten Lautsprecher Probus verwendete. Damals war ein Rega RB300 montiert.
Im direkten Vergleich mit Stefans neuem Zeus mit Mechanic Tonarm und Goldring Excel Abtaster konnte meiner natürlich nur sehr bedingt mithalten, außerdem erlaubte die etwas „spezielle“ Montage des Rega Arms auf dem Zeus zwar eine Höhenverstellung, die war zwar mechanisch stabil, wirkte jedoch improvisierte und es war ein ziemliche Fummelei, Wiederholgenauigkeit Fehlanzeige. Geld war aber auch knapp, also kam als nächstes der Pan drauf. Den Umbau ließ ich damals von Stefan Strohmetz machen, der schnell zum Zeus Fachmann geworden war.
Es ging nicht lange und mir lief Mitte der 90er ein gebrauchter Mechanic über den Weg, der von einem Stuttgarter Händler in Kommission angeboten wurde und der Händler baute ihn dann auch ein. Eine finanziell fragwürdige Entscheidung, denn zum einen lag der Preis doch noch ziemlich hoch und zum anderen lief der nie so recht zufriedenstellend und schließlich musste ich mir eingestehen, daß der nicht nur einen Lagerschaden hatte (wie fast all Mechanic mit Keramiklager) sondern dass die Lageraufnahme auch geometrisch daneben war, der Arm hatte letztendlich einen vom Hersteller verursachten verstellten Azimuth von ca. 1,5 Grad. Vor nicht allzulanger Zeit nahm die Sache dann doch noch ein gutes Ende, denn Stefan Strohmetz war auch jahrelanger Tonarm Fachmann, besonders auch für den Mechanic und konnte mit seinem Maschinenpark neue, geometrisch korrekte Lageraufnahmen sowie neue Lager, die auch im StSt Tonarm Vertex eingesetzt werden, einbauen.
Seitdem klingt der Zeus endlich so wie er sollte. Vermutlich hätte ich das einfacher haben können, denn etwa zeitgleich mit dem originalen Mechanic wurde mir aus dem Dunstkreis des Herstellers der Mechanic und Zeta Tonarme ein handgefertigtes Einzelstück des Mechanic angeboten, der nicht aus Aluminium sondern aus einer Magnesiumlegierung gefertigt war. Das wäre nachträglich betrachtet womöglich der Knaller gewesen - vermutlich geometrisch einwandfrei und wenn ich mich recht erinnere hatte der auch nicht die anfälligen Keramiklager, Aber damals war mir die Sache zu heiß und obskur. Hätte, hätte, Fahrradkette.
Hier ein Handyfoto meines ganz in schwarz gehaltenen Zeus, sorry für die mittelmässige Qualität.
Ein Freund hat den Zeus mit hellem Vogelaugenahornfurnier und schwarzer Deckplatte, meinem Empfinden nach eine der schönsten Varianten.
Zeus, Hermes, Apollon und Menemosyne
Offenbar gab es bei Mythology mehrere Laufwerke mit etwas unterschiedlichen Konzepten.
Der Hermes war das Einsteigermodell mit einer massiven Zarge und ohne Subchassis. Auch er eher eigenständig, kein wirkliches Masselaufwerk aber doch deutlich substantieller als beispielsweise ein Rega.
Noch rätselhafter ist der Apollon. Er scheint extrem selten zu sein und wird von Kennern als nochmals höher positioniertes Laufwerk eingeschätzt. Das schwarze Gerät ist selbst in älteren Diskussionen nur schwer anhand von Fotos zu identifizieren. Ich habe selber leider noch nie einen gesehen oder gehört und in welchen Punkten es dem Zeus technisch überlegen war, ist bislang kaum dokumentiert.
Daneben steht die geradezu legendäre Mnemosyne, Lothar Langes offenbar ebenfalls in sehr kleiner Stückzahl (ca 55 Stück ?) gebaute Röhrenvorstufe. Die Berichte langjähriger Besitzer sind bemerkenswert, und gebrauchte Exemplare tauchen ausgesprochen selten auf. Die Besitzer sind offenbare seit Jahrzehnten „angekommen“. Auch sie gehört für mich zur Geschichte dieser kleinen Manufaktur.
Zusammengenommen entsteht das Bild eines Herstellers, der sich nicht auf ein einziges Bauprinzip beschränkte, sondern eigenständige Laufwerke und Elektronik entwickelte – offenbar mit einem hohen Anteil an Handarbeit und individuellen Lösungen.
Ist der Zeus heute noch up to date?
Der Zeus wird in älteren Hörerberichten ausgesprochen positiv beurteilt. Einzelne Besitzer stellen ihn auf eine Stufe mit deutlich bekannteren Laufwerken oder sehen ihn diesen sogar überlegen. Solche Aussagen sind natürlich subjektive Hörerfahrungen und keine objektiven Belege. Sie machen aber neugierig darauf, was hinter der Konstruktion steckt.
Nach meiner Einschätzung ist ein Zeus in gutem Zustand auch heute noch ein ernst zu nehmender Plattenspieler, klanglich nach wie vor auf sehr hohem Niveau und, richtig gewartet, auch ein ausgesprochener Langläufer und auch gebraucht durchaus interessant. Wenn man auf einige Dinge achtet, kann unter Umständen sogar ein nicht mehr funktionsfähiges Exemplar von einem einigermaßen versierten Bastler durchaus wieder flott gemacht werden. Aus meiner Sicht sollten folgende Punkte beachtet werden, die womöglich sonst zu Frust führen können:
- welcher Tonarm ist montiert? Innerhalb der Linn Geometrie sollte ein Tonarmwechsel recht einfach möglich sein durch Tausch der Basisplatte, die ja mit dem Arm mitgeliefert wird. Die Basisplatte wird mit einer Art großen Mutter über 3 Schrauben verschraubt, diese Befestigung ist in der Welt der Linn Geometrie einheitlich, so zumindest meine Vermutung. Dann wird die Basisplatte mit der „Mutter“ auf ein fest im Subchassis eingepasstes Gewinde leicht handfest verschraubt. Zwischen Mutter und Subchassis ist eine Gummiplatte, die erlaubt dass der Arm in Ruheposition auch parallel zur rechten Zargenkante steht.
Achtung: Ein Wechsel zwischen Rega und Linn Geometrie ist aber nur durch Tausch des gesamten Subchassis möglich! Diese sind aber extrem schwer aufzutreiben.
- Prüfen, ob das das Tellerlager ok ist. Nach Abnehmen des Tellers sollte die Lagerachse an der Auflagestelle nicht sichtbar eingelaufen sein. Die Achse ist mit dem Teller verpresst, ein Tausch der Achse würde eine Neufertigung der Achse und großes feinmechanisches Know how beim Tausch erfordern.
- wenn die originale Motorsteuerung eingebaut ist, geht die Wahrscheinlichkeit gegen 100%, dass diese bereits defekt ist oder in absehbarer Zeit den Geist aufgibt. Mit etwas bastlerischem Geschick kann die Steuerung aber ohne großen Kostenaufwand durch einen passiven Phasenschieber ersetzt werden, wodurch jedoch die 45er Geschwindigkeit entfällt. Theoretisch kann die Steuerung aber auch durch eine andere, für 110 V Synchronmotoren geeignete ersetzt werden. (Hercules Board, eine geeignete von Dr. Fuss….)
- Falls beim Anlauf oder Plattenwechsel der Riemen trotz waagerechter Aufstellung und korrekter Subchassis Justage abspringt, ist er ausgeleiert. Ein Ersatz sollte heutzutage kein Problem darstellen, da es Standard-Flachriemen in allen möglichen Längen gibt. Da ich noch Original Riemen habe und noch nicht nach Ersatz Ausschau halten musste, kann ich die genaue Länge aber leider so ad hoc nicht nennen.
- Noch ein Hinweis für Bastler:
Da die Bodenwanne vernietet ist, kommt man von unten nicht an das Innenleben des Zeus heran. Dies ist nur über die Deckplatte möglich. Nach Abnehmen des Tellers sieht man 3 Schrauben die herstellerseitig mit Plastikkappen „getarnt“ sind. Nach Entfernen der Kappen kann man die 3 Holzschrauben herausdrehen - die Deckplatte sitzt aber dann immer noch fest, da sie rundum an der Kante mit einem doppelseitigen Klebeband mit der Zarge verklebt ist. Man muss die Deckplatte also vorsichtig rundum lösen um sie abnehmen zu können.
Ich würde mich über eine Beteiligung an diesem Thread sehr freuen, vor allem von Besitzern und Kennern der Mythology Produkte, die vielleicht über zusätzliche Informationen verfügen.
- Geschichte: Wann wurde der Zeus entwickelt, wann gebaut und wie lange war er erhältlich?
- Stückzahlen: Gibt es Schätzungen zur Gesamtproduktion oder zu einzelnen Versionen?
- Details zur Konstruktion: Tellergewicht und -durchmesser, Lageraufbau, Subchassis, Federung und Zarge.
- Details zu Motorsteuerungen aus? Gab es tatsächlich unterschiedliche Steuerungsgenerationen? Welche Alternativen wurden schon erfolgreich eingesetzt?
- Gibt es Varianten?
- Vergleiche: Hat jemand Zeus und Hermes oder Zeus und Apollon direkt miteinander verglichen? Gibt es zeitgenössische Hörtests oder Messungen?
- Dokumentation: Existieren noch Prospekte, Bedienungsanleitungen, Schaltpläne, Händlerunterlagen oder originale Fotos der Innenkonstruktion?
- Lothar Lange: Wer kannte ihn persönlich oder hat damals mit ihm zusammengearbeitet?
Auch Fotos von der Unterseite, dem Subchassis, dem Motor, der Steuerung und den verschiedenen Tonarmbasen wären ausgesprochen hilfreich.
Mir geht es ausdrücklich nicht darum, aus einem seltenen Gerät nachträglich eine Legende zu machen. Vielmehr möchte ich in diesem Thread die tatsächlich vorhandenen Informationen sammeln, Aussagen von Besitzern sowie gesicherte technische Fakten und möglichst viel von diesem offenbar weitgehend vergessenen Stück deutscher HiFi-Geschichte dokumentieren.
Ich freue mich über jeden Hinweis, auch wenn er zunächst nur ein kleines Puzzleteil liefert!
Liebe Grüße
Manfred
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| Die reine HiFi Lehre und der Hörspaß ein Widerspruch ? |
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Geschrieben von: E-8 - 08.10.2026, 19:20 - Forum: HiFi News und Allgemeines
- Antworten (11)
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Vor vielen Jahren war ich auch noch eher ein Anhänger der (vermeintlich) "reinen Lehre", daß die Kette bloß nichts hinzudichten sollte.
Im Lauf der Zeit wurde mir dann klar, daß mir z.B. eine physiologische Entzerrung nach Fletcher/Munson subjektiv sehr viel mehr zusagt, als eine strikt lineare Wiedergabe, zumal ich meist bei sehr moderaten Pegeln höre.
Dann habe ich mich gedanklich viel mit der heute alles dominierenden Stereophonie und ihren impliziten Widersprüchen beschäftigt und in mir reifte die Erkenntnis, daß praktisch sämtliches verfügbares Audiomaterial ohnehin ein 100%iges Kunstprodukt ist. Das ist wirklich ein sehr weites Feld...
Zwischendurch - und das wird sicher noch ewig so gehen - habe ich immer wieder mal tage- bis wochenlang die Musik über eine Single Speaker- (= MONO-) Anlage genossen.
Mich fasziniert, wie der Verzicht auf die Lokalisierung der Musiker/Instrumente im Stereopanorama oft völlig vergessen läßt, einer Reproduktion zu lauschen. Man erwartet gemeinhin das Gegenteil (und viele Menschen werden das auch so empfinden, d.h. ich bin womöglich einfach ein Outsider).
Mein Fazit aus allem heute: einfach tun, was einem subjektiv den größten Genuß vermittelt 
P.S.: Werners Anmerkung zum Klirr der Röhrenverstärker stimme ich zu. Die in Echtzeit zum Signal erzeugten Oberwellen führen wahrscheinlich zu einer subjektiv empfundenen "Luftigkeit" des Klangbildes.
Hierzu vielleicht noch:
1. Hr. Peter Pfleiderer (Entwickler der damaligen PFLEID-Lautsprecher) hat vorgeschlagen, zusätzlich zu den möglichst als Punktstrahler arbeitenden Hauptlautsprechern sogenannte "Raumakustik-Hochtöner" anzuschließen. Diese waren so gestaltet, daß sie erst oberhalb 5 KHz (soweit erinnerlich) abstrahlten und das im jeweils rechten Winkel nach oben bzw. zu beiden Seiten. Hierdurch soll ein Hochton-Diffusfeld in Echtzeit aufgebaut werden, welches nicht dem Direktschall der Hauptboxen störend interferiert.
2. Auf dem YT-Kanal "Franks Werkstatt der Lautsprechertechnik" wurde kürzlich ein System besprochen, bei dem im Superhochtonbereich ein leichter Pegelanstieg zu messen war. Soweit erinnerlich meinte Frank, dies sei unproblematisch, weil hierdurch eher ein etwas gesteigertes Empfinden von "Raum" erzeugt würde.
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| Sunna Gunnlaugs (Piano Trio) |
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Geschrieben von: Sugano - 06.10.2026, 13:50 - Forum: Diskussionen über Musik in all ihren Formen
- Antworten (1)
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Nachdem sich neulich jemand über leicht new-agigen Piano Trio-Jazz mokierte, möchte ich die für mich neue (aber bereits langjährig tätige) isländische Jazz-Pianistin Sunna Gunnlaugs und ihr Trio vorstellen.
Viel weiß ich noch nicht über sie, aber sie verfügt über eine informative Website.
Ähnlich wie bei Søren Bebe, kann man auch bei Gunnlaugs eine Gratis-CD bestellen, so lange man die Portokosten trägt.
In folgendem Video verleiht sie einem alten Schinken von U2 einen zweiten, jazzigen Frühling.
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| Hilfe zu Single Ended Amps |
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Geschrieben von: Les grand Collaborateur - 05.10.2026, 21:56 - Forum: Röhrenverstärker
- Antworten (35)
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Hallo Zusammen,
zuerst einmal möchte ich mich vorstellen, ich bin Christian und pendle aktuell zwischen Bonn und Köln und würde gerne versuchen, hier im Forum eine Lösung für mein Problem zu finden, welches ich schon im Analog Forum versucht habe. Leider vergebens.
Der Hifi Virus hat mich jetzt seit mittlerweile 42 Jahren vereinnahmt. Und irgendwie hab ich alles durch. Zuletzt hat mich ein Devialet in Kombination mit Klipsch RF7II in den Bann gezogen, irgendwann hab ich mir den Spaß gegönnt und die China Hifi Welle mitgeschwommen; Vom DP5Pro bin ich zu einem umgebauten Class A Musical Fidelity A1 Clon, den ich irre fand. Darüber letzten Endes bei QUAD 405 Monos hängen geblieben und eigentlich ( eigentlich ist ein Scheiss Wort) zufrieden! Gerade in Verbindung mit meinen kleinen und großen Klipsch!
Am Samstag hat mir ein Freund seine Ayon Spirit SE II Single Ended mitgegeben zum Probe hören und ich war unheimlich begeistert. Er hat die 405 nochmals getoppt. Diese Mitten, die Räumlichkeit, einfach toll. In Kombination mit den Hörner einfach irre. Bei Jazz / Singer Songwriter unbeschreiblich schön, jedoch habe ich das Gefühl, bei Deftones geht das ganze leicht in die Knie, ebenso bei geringen Lautstärken. 
Jetzt zu meiner Frage; ( Erschlagt mich bitte nicht)
Ich würde gerne auf eine Röhrenverstärker wechseln, gerne auch Single Ended Konzept, wie dieser, jedoch glaube ich die Leistung fehlt hier, trotz der Wirkungsgradstarken Klipsch. Jetzt bin ich beim Thema Röhre nicht so versiert. Wenn ich genau die Parameter suche, wie beschrieben, diese Musikalität, Mittenwiedergabe und Räumlichkeit, muss ich zwingend beim Single Ended Konzept bleiben? Wäre ein Push / Pull hier wieder anders unterwegs?
Mein Spezi warf auch mal die Musical Paradise 301 in den Raum, doch diese müsste eigentlich noch weniger Leistung haben, wenn ich mich nicht irre 
Vielleicht könnt ihr andere Konzepte und Amps empfehlen, welche in die Richtung gehen, wie oben erwähnt. Gern gebraucht bis ca 1.500 €?
Irgendwie lässt mich ein Cayin A88T auch nicht los, jedoch wäre meine Frage auch hier, ob dies klanglich in meine Richtung geht.
Ich freue mich auf jeden Fall auf Unterstützung und danke euch im voraus!
Gute Nacht :-)
Christian
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| Hat einer Erfahrungen mit Spectral Verstärkern ? |
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Geschrieben von: tripath-test - 05.10.2026, 20:09 - Forum: Transistor-Verstärker
- Antworten (6)
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Wie der Titel es befragt - ich habe hier einen Image-Hifi Test aus dem Jahre 1995 wo der Autor hin und weg ist über diese Megahertz EndVerstärker. Der Autor meint es wären bis dato die besten Transistorverstärker denen eh je begegnet ist.
Sie sollen aber sehr divenhaft sein, was den störungsfreien Betrieb angeht. Es werden auch daran MIT LautsprecherKabel mit irgendwelchen Korrekturgliedern empfohlen. Man soll die Teile (Vor und Endstufe von Spectral) auch nicht übereinander stapeln sondern nebeneinander.
Bin nur gespannt ob einer von euch mal Erfahrung mit dem einen oder anderen EndstufenModell hat(te).
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