Morjen Gerd,
das haste sauber hingekriegt!
Ich predige das schon seit fast 25 Jahren in Foren mit Bass nach vorne- wurde dafür aber meistens zerlegt in den Foren von wegen das sei egal, der einzige, der mir damals - auch mit Messungen im direkten Vergleich - zur Seite stand - war der Cay-Uwe von Sonus Natura.
Ich kam eigentlich durch Zufall drauf in den späten 90ern - wo ich von Tannoy sowohl die Studiolinie mit Bass nach vorne als auch die Hifi Linie mit Bass nach hinten besaß mit baugleichen Treibern -
und die Studiomoitore
null bollerten oder Probleme machten - während die Hifi Boxen nicht nur basslastiger,sondern auch irgendwie langsamer untenrum tönten und so manches mal matschten.
Die DIY Szene vom belgischen Tannoy Forum hats mir dann bestätigt - die bauten sich fast alle den Kram um, die meisten nahmen komplett neue Gehäuse her.
Bass nach hinten ging bei mir immer nur vernünftig zu realisieren mit Mords Abständen zur Rückwand, wie jetzt bei der Thivan S 6.
Übrigens, ich hatte mal eine 6 Jahre lang eine ALR 7 - da war es optimal gelöst:
Bassreflex vorne und hinten (nach Bedarf schließbar mit festen Propfen) und Mittel und Hochton über Drehregler auf der Rückseite justierbar mit plus und minus.
Die lief direkt in den Zimmerecken in einem 24 qm Wohnzimmer ohne das geringste Dröhnen und ohne Equalizisierung/Anpassung an relativ günstiger Elektronik von Luxman wie ein Traum, was haben mich meine Bekannten damals alle beneidet und mehrere kauften sich dann ebenfalls diese Lautsprecher.
Wären mir damals nach dem Umzug nicht 3 Mal hintereinander die Focal-Bässe vestorben - ich hätte diese Lautsprecher nie mehr hergegeben.
Zumal ich so ein schönes Eiche P 43 Holz bei keinem Lautsprecher jemals wieder sah.
Die ALR hatte 2 25er Treiber in d Appolito Anordnung einen ganz komischen großen Mitteltöner, wo ich gar nicht mehr weiß, was das war mit so einem Riesenknubbel in der Mitte und einen inversen Hochtöner mit so 2 Verteilerhalbkegeln rechts und links.
MIke Oldfields Amarrok hab ich bis heute - nie mehr so gut gehört - dito Eric Claptons Rush. Was nicht so gut lief, wie bei meinen heutigen Lösungen war Metal Geschrabbel, da machte sie die Schere weit auf. Aber wenns paßte, dann holla die Waldfee.
Während Iron Maiden eher nervte, waren Bands wie Saga , Extreme, Savatage - eine absolute Offenbarung.
An die Preise von damals darf ich gar nicht mehr denken, da krieg ich Heimweh - 9.000 Mark Liste das Paar - und über 70 Kilo pro Lautsprecher.
Innenverdrahtung kein Klingeldraht - sondern dicke Gessner Strippen.
Achillesferse waren für mich nur die Focal Basstreiber - welche es nicht mochten, wenn man tiefbasslastiges Material aus Filmen wie Independance Day sehr laut hörten wollte.
Da ging dann das mechanische Geschrabbel los.
Wie man so ein Produkt vom markt nehmen konnte, verstehe ich bis heute nicht, zumal die in den Testzeitungen höllisch gut abgeschnitten hatte, ich meine in der Hifi Vision gehörte sie sogar zu den obersten Referenzen. Mit belastbareren Bässen (wie aus dem P.A. Bereich)wäre das ne eierlegende Wollmilchsau gewesen.
Ich gab meine dann mit defekten Bässen bei Hifi Audio in Zahlung, als ich ne Tannoy nahm.
Mensch, das ist nun auch schon über 25 Jahre her, wie die Zeit vergeht.