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DENON DP-3000NE
#1
Hallo zusammen,

aller guten Dinge sind drei und ich konnte der Versuchung nicht widerstehen. Seit gestern spielt ein Denon DP-3000NE an der Hauptanlage:

   
Nachdem ich lange mit einem Technics SL-1200G/GR2 oder SL-1300G geliebäugelt hatte fiel meine Wahl auf den Denon, weil er mich ganzheitlich einfach mehr abholt. Zum einen brauche ich den ganzen DJ-Schnickschnack der 1200er-Serie von Technics nicht und der 1300er ist mir optisch zu technisch-kühl. Geschmacksache. 

Die perfekt ebenholzfurnierte Oberfläche des Denon macht mich richtig an, ebenso wie sein gesamtes stimmiges Design, das ich sehr gediegen finde. Er ist hervorragend verarbeitet und das Gewicht von über 18 kg vermittelt grosse Solidität.

Ich habe mich im Vorfeld intensiv mit den technischen Aspekten des DP-3000NE auseinandergesetzt und finde insbesondere seinen Tonarm interessant, der wohl eine Neuauflage des ursprünglichen DA-309 ist und einige Besonderheiten aufweist. 

Gespannt war ich auch auf den Vergleich zwischen einem modernen Direkttriebler und meinem fast fünfzig Jahre alten Universum F-2095. Gestern konnte ich schon erste Eindrücke sammeln - dazu später mehr.



„Information is not knowledge. Knowledge is not wisdom. Wisdom is not truth. Truth is not beauty. Beauty is not love. Love is not music. Music is the best.” (Frank Zappa)
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#2
Schock Gratulation Tom!
Ich finde den Denon DP 3000 absolut gelungen - wirklich Top verarbeitet und der Tonarm sehr hochwertig !
Wie läuft das Audio Technica AT-VM750xSH auf dem Tonarm ? Ich hoffe die angebliche Tonarmmasse von 20-30 g ist nicht zu hoch für das MM System.  verlegen

Lieber Gruß und viel Spaß mit diesem genialen Dreher !
Thomas
-  ich meinte zu hören -  
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#3
Hallo Tom,

das freut mich für dich! 

Den Denon hatte ich vor zwei Jahren auch als Favorit ausgemacht und bin mir sehr sicher, dass ich damit genauso happy geworden wäre.

Vielleicht bekommst Du ja noch günstig ein DL 103 dazu…
Grüße Michael 
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#4
(12.02.2026, 11:09)Thomas74 schrieb: :eek: Gratulation Tom!
Ich finde den Denon DP 3000 absolut gelungen - wirklich Top verarbeitet und der Tonarm sehr hochwertig !
Wie läuft das Audio Technica AT-VM750xSH auf dem Tonarm ? Ich hoffe die angebliche Tonarmmasse von 20-30 g ist nicht zu hoch für das MM System.  :blush:

Lieber Gruß und viel Spaß mit diesem genialen Dreher !
Thomas

Vielen Dank, Thomas. 

Gestern hat meine Zeit gerade ausgereicht um den Denon auszupacken, spielfertig hinzustellen und kurz mal mit dem AT-33PTGII aus dem Pro-Ject und dem AT-VM750SH reinzuhören. 

Rein akustisch läuft das VM super und besser als das PTGII am Denon. Das PTG habe ich allerdings schon länger im Verdacht, ohne einen SUT unter seinen klanglichen Möglichkeiten zu bleiben. Aber andere Baustelle. Es trackt am Tonarm vom DP-3000NE auch nur bis 60 µm, am Evo-Tonarm vom Pro-Ject hat es neu 90 µm geschafft. Zum Trackingtest dem VM bin ich aber nicht mehr gekommen. 

Der DA-309 ist ein gehoben mittelschwerer Tonarm, an dem aber trotzdem viele verschiedene Systeme gut laufen sollen. Als nächstes will ich als Extrem das AKG-P8ES ausprobieren. Leicht, steif und mit sehr geringer Auflagekraft. Kann eigentlich nicht funktionieren. Bin gespannt…



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#5
(12.02.2026, 11:29)Adaptor schrieb: Hallo Tom,

das freut mich für dich! 

Den Denon hatte ich vor zwei Jahren auch als Favorit ausgemacht und bin mir sehr sicher, dass ich damit genauso happy geworden wäre.

Vielleicht bekommst Du ja noch günstig ein DL 103 dazu…

Hallo Michael,

deinen P8 hatte ich auch auf der Kandidatenliste, aber ich wollte keinen weiteren Riementriebler. 

Interessanterweise geht Denon mit dem Tonarm vom DP-3000NE in die entgegengesetzte Richtung wie Rega, wo eine größtmögliche Steife die oberste Maxime ist sowie eine möglichst geringe Masse des gesamten Spielers. Offensichtlich kommt man auf beiden Wegen zu hervorragenden Ergebnissen.  Big Grin

Ja, ein DL-103 oder 103R scheint der natürliche Partner für den DP zu sein und ich werde mir mit Sicherheit noch eins davon zulegen. Die sind ja preislich eher günstig, auch wenn der elliptische Abtaster nicht so lange hält wie ein Microline oder Shibata. Ohne SUT wird es aber wohl auch hier nicht optimal gehen. Mal schauen was OTTO da Passendes im Angebot hat.  Wink

LG Tom



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#6
Hallo Tom 
Der Denon wäre auch für mich der einzige Spieler, falls ich meinen NA tatsächlich mal ersetzen würde.
Gratulation auch von meiner Seite. Cool

Ich meine gelesen zu haben das der Denon eine Schablone anbei hat, womit man ein System direkt am abgenommen Headshell justieren kann?
Gruß
Peter

Cool

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#7
(12.02.2026, 13:40)P_Koax schrieb: Hallo Tom 
Der Denon wäre auch für mich der einzige Spieler, falls ich meinen NA tatsächlich mal ersetzen würde.
Gratulation auch von meiner Seite. Cool

Ich meine gelesen zu haben das der Denon eine Schablone anbei hat, womit man ein System direkt am abgenommen Headshell justieren kann?

Auch dir danke, Peter.

Ja, so eine Einstelllehre für den Überhang ist dabei, aus transparentem Kunststoff mit Minilupe hinten dran.  guckstduhier1

   
Allerdings finde ich das Ausrichten der Nadelspitze damit ziemlich fummelig, da man gleichzeitig den Schaft vom Headshell mit einem Finger hinten die Kerbe der Lehre drücken und halten muss, während man vorne möglichst im rechten Winkel auf die 50mm-Markierung glotzt, wo sich dann im Idealfall und bei gutem Licht der Diamant erkennen lassen sollte. 

Die Technics-Variante hat den Vorteil, dass man die Nadel an einem Dorn ausrichten kann, allerdings nur für 51 mm, während sich die Denonlehre für Überhänge von 47 - 53 mm eignet. 

Wie auch immer, bei zwei Systemen habe ich es schon ganz passabel damit hinbekommen. Wahrscheinlich nur eine Frage der Übung. Zur Not habe ich ja noch meine Schieblehre. 

Gruß Tom



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#8
Hier sind meine Eindrücke zu den klanglichen Unterschieden vom Vintage Universum F-2095 zum neuen Denon DP-3000NE. Hier wie dort war bzw. ist das AT-VM750SH montiert.

Als ich also die ersten LPs über den Denon gehört habe dachte ich: Mann, ist der Universum gut! Und dann: Mann, ist der Denon gut! 

Alles klar?!

Nee, aber es ist doch ganz einfach. Erst durch die große Klasse vom Denon wurde mir klar, wie weit der Universum da heranreicht. Aber das hat sich erst durch längeres Hören herausgeschält, denn bei den ersten Platten war da zunächst einmal nichts, was mich an Unterschieden direkt angesprungen hätte. 

Aber so nach und nach zeigte der Denon sein großes Potential. Ich begann, bei wohlbekannten Alben Dinge wahrzunehmen, die beim Universum etwas unterbelichtet erschienen. Das steigerte sich dann von LP zu LP. Dem Denon gelingt es deutlich besser aufzulösen und größere Raume zu öffnen. 

Ein echt harter Prüfstein dafür ist der Song „Roulette Dares (The Haunt Of)” vom THE MARS VOLTA-Album DE-LOUSED IN THE COMATORIUM. Bei diesem vielschichtigen und komplexen Monster von Song beginnt der Universum leicht zu verschmieren und zu pressen und das Hören anstrengend zu werden, wogegen der Denon alle Details sauber herausarbeitet, völlig unangestrengt die Übersicht in diesem heftigen Klanggewitter behält und auf den Punkt knallt. 

Das ist dann doch eine ganz andere Nummer als der Universum, der aber trotzdem ein klasse Plattenspieler ist und mir an der Zweitanlage mit einem AT-VM95SH noch viel Spaß machen wird. Mit dem 
AT-VM750SH wirkt er bei kritischeren Aufnahmen dann doch überfordert. Was wirklich in diesem Tonabnehmer steckt wird aber erst am Denon klar, denn hier kann er sein Potential richtig entfalten. 

Gerade lief die BLOOD SUGAR SEX MAGIC von den RED HOT CHILI PEPPERS und ich mußte fast husten, so energisch hat mir der Denon diese staubtrockene Produktion von Rick Rubin vor den Latz geknallt. Wow. 

Zum Abschluss höre ich noch eins meiner musikalisch absoluten Lieblingsalben, GOING FOR THE ONE von YES, eine auf Vinyl äußerst schwierig wiederzugebende Bombastrock-Produktion, auf der z. B. Rick Wakeman völlig ungeniert in die Tasten einer echten Kirchenorgel haut. Bisher empfand ich diese Platte auf die Dauer anstrengend, was ich aber auf die eher mittelmäßige Produktion geschoben habe. Die remasterte CD von Rhino ist klanglich deutlich besser. Aber was der Denon daraus macht ist auch durchaus erträglich und gut hörbar, auch wenn er keine High-End Produktion daraus zaubert. 

Vielleicht hat man bei YES ja ein Einsehen und lässt doch noch Steven Wilson zum 50-jährigen dieser Platten im nächsten Jahr für einen amtlichen Remix ran. Verdient hätte sie es auf jeden Fall. Amen.

Fazit des Abends: der Denon DP-3000NE hat bisher alle meine Erwartungen erfüllt bzw. übertroffen und ich bin froh, mich für ihn entschieden zu haben.  Knie nieder



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#9
Das klingt großartig und bei manchen Erläuterungen musste ich an die Erfahrungen denken, die ich mit dem P8 im Vergleich zum Dual GO gemacht habe. Also weiterhin viel Freude beim Erkunden…
Grüße Michael 
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#10
(13.02.2026, 09:33)Adaptor schrieb: Das klingt großartig und bei manchen Erläuterungen musste ich an die Erfahrungen denken, die ich mit dem P8 im Vergleich zum Dual GO gemacht habe. Also weiterhin viel Freude beim Erkunden…

Danke, Michael,

und genau, wir lernen uns ja gerade erst kennen, der Denon und ich. 

Da war z. B. gleich beim ersten Hören erstmal ein (un)schönes Brummen im Hintergrund, obwohl ich mir sicher war, alles richtig angeschlossen zu haben - also den Netzstecker in Phase (die vorbildlicherweise hinten rechts neben der Netzbuchse mit einem roten Punkt markiert ist) und das Erdungskabel zwischen Spieler und Phonopre. 

Und da lag dann auch schon der Hase im Pfeffer, denn in meinem Setup wird das Erdungskabel überhaupt nicht benötigt, da der Denon über einen Kaltgeräteanschluss verfügt und damit in der ifi Powerstation bereits ausreichend geerdet ist. Muss man auch erstmal wissen. 

Das Erdungskabel von Denon selber ist so massiv, dass man es fast als Blitzableiter nehmen könnte  Kicher



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