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Tannoy - die Super - Koaxe aus Schottland
#61
(13.11.2024, 15:11)cRm schrieb: Danke für den Tip. Optisch und von den Chassis scheinen sie das Pendant zur Fyne Audio F502 zu sein, respektive die XT6F zur F501. Wobei ich Fyne Audio etwas schicker finde.

Das ist richtig - die sind sich sehr ähnlich, und die Fyne bekommst Du wenigstens noch neu.
-  ich meinte zu hören -  
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#62
Hallo Werner,

hattest Du mal die Gelegenheit auch die Tannoy Devon zu hören?
Kannst Du mir vielleicht was zu dem Modell sagen?

Beste Grüße 
Macuil
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#63
Nabend Macuil,

nein, nie gehört.
Wink
Meine Katze ist schon 10 Jahre alt und arbeitet noch analog als Verbrenner auf Milchbasis! Big Grin
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#64
(18.08.2023, 21:24)Kellerkind schrieb: Was kann ich euch nun über  Tannoy erzählen ?
Smile

Hallo zusammen, hallo Werner!

Ich bin neu hier im Forum und möchte direkt die Expertenrunde um Rat bitten. Vorab: Werner, ich habe mit großem Interesse auf verschiedenen Foren deine Berichte über dein Leben mit Tannoy über all die Jahre hinweg gelesen – das war absolut packend und faszinierend!

Mein Herz schlägt für Tannoy, und nach Erfahrungen mit dem Tannoy Monitor Gold 15" stehe ich nun vor der Entscheidung für die Glenair 15.

Mein Ziel ist es, den vollen Maßstab (Scale) und die Souveränität eines 15-Zöllers bei großen Orchestern (BSO) und Big Bands zu erleben. Da ich fast ausschließlich leise höre (oder maximal mit 75-85 dB laut Schallpegelmesser, wenn ich mal "laut" hören möchte), ist mir extrem wichtig, dass das physische Fundament und die reale Größe der Instrumente auch bei geringer Lautstärke erhalten bleiben.

Ich habe zwar keine eigene Erfahrung mit 10-Zoll-Modellen wie der Stirling oder Kensington, aber ich habe die Befürchtung, dass sie nicht den gewünschten Maßstab liefern können – mit 8-Zöllern jedenfalls habe ich dieses Gefühl von Größe und Volumen definitiv nicht erreicht. Bei den Monitor Gold 15" war der Maßstab fantastisch, aber ich hatte das Gefühl, dass ich mir noch etwas mehr echten Tiefbass wünsche.

Hier sind meine Bedingungen im Detail:

- Raumgröße: 16,5 qm (5,5 m x 3,0 m)  verlegen

- Aufstellung: An der kurzen Seite (3 m Wand).

- Wandabstand: Von der Vorderseite der Lautsprecher zur Rückwand ca. 1,0 bis 1,3 Meter.

- Seitenabstand: Zu den Seitenwänden bleiben ca. 45 cm.

- Hörposition: Das Sofa steht mittig im Raum, der Abstand von meinem Kopf zur Rückwand beträgt ca. 1,0 Meter.

- Hörabstand (Nahfeld): Zwischen 2,0 und 3,0 Meter.

- Verstärker: Ein Aavik I-280, der auch bei flüsterleisen Pegeln eine enorme Kontrolle und Auflösung bietet.

Was die Glenair 15 betrifft: Das Paar, das ich kaufen kann, stammt aus dem Jahr 2011. Leider habe ich keine Möglichkeit, sie vorab probezuhören. Ich bin jedoch bereit, falls nötig, technische Wartungsarbeiten (wie Nachkleben oder Ähnliches) selbst durchzuführen – das ist für mich kein Problem. Gibt es bei der Glenair 15 eigentlich auch Ferrofluid in der Hochtöner-Lücke, das mit der Zeit aushärtet und gewechselt werden muss?

Zudem habe ich die Möglichkeit, ebenfalls ohne vorheriges Probehören, eine Turnberry SE oder eine Kensington HE zu erwerben. Aber auch hier bin ich unsicher, ob sie das nötige Fundament im Tieftonbereich liefern können, das ich von einem 15-Zöller erwarte, selbst wenn dies zulasten der absoluten Detailauflösung gehen sollte.

Werner, du hast so viel über die Glenair 15 geschrieben: Meinst du, man kann sie in diesem Setup bändigen? Ist die Glenair 15 der richtige Weg für mein Ziel?

Ich möchte keine anderen Hersteller in Betracht ziehen, da mir die Tannoy-Klangphilosophie am meisten zusagt.
Vielen Dank im Voraus für eure Tipps!

Beste Grüße,
Alex
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#65
Ich bin vor Jahren auch Dank Werner auf Tannoy gestoßen und habe einige Modelle davon angeschafft. Ich hatte die Glenair und habe noch heute 2x die Kensington. Letztere ist nach wie vor mein Hauptlautsprecher auch wenn ich noch andere Fabrikate nutze (z.B Klipsch).
Ich höre viel Klassik und Jazz, kaum noch Rock und kein Metall, wie zB Werner. 
Für diese Musikbereiche hat mir eindeutig die Kensington besser gefallen und ich war froh die Glenair weitergeben zu können. Ich habe bei der Glenair keinen Vorteil im Bassbereich erlebt, die Kensington kam genausoweit runter, sie war für mich aber ausgewogener, feiner und differenzierter. Ob sie die ideale Box fürs Leisehören ist weiß ich nicht da meine Hörräume erheblich größer sind und schon von daher der Volumenregler etwas weiter aufgezogen wird für subjektiv mittlere Lautstärke. 
Alle Tannoys die ich hatte brauchen eine lange Einspielzeit, die Glenair brauchte die längste bis sie aufwachte.
Aber da du ja gebrauchte anschaffen willst dürfte das kein Thema sein.
Für beide Modelle war, gerade auch für die Bassdefinition, ein Supertweeter von Vorteil.
Besten Gruß
Friedrich
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#66
Morjen Alex,

mir erging es umgekehrt wie dem Friedrich - leider hat er die Glenair bei mir nie gehört - 

Smile

Ich kaufte mir die Kensington sogar 2 Mal -
einmal für ein optimiertes Zimmer -
einmal für ins Wohnzimmer-

in beiden Räumen war es bei mir mit Bassdrums komplette Fehlanzeige, die tickerte nur rum, völlig weltfremd,
dafür irrer speed und supergeile Auflösung und extrem leisehörtauglich und völlig verfärbungsfrei -
und ja, mit Supertweeter nochmal besser.

Friedich hörte damals bei mir die Kensington im Wohnzimmer und ihn hat es als Jazz Pianisten echt umgehauen,
er kaufte sich sofort selbst eine, gefiel ihm sogar besser, als damals meine Westminster TW im Keller.

Ich selber hielt es beide Male nicht länger als ein halbes Jahr mit ner Kensington aus, obwohl ich die nur an der Zweitanlage nutzte oder an der Drittanlage -
viel Begeisterung bei Jazz und Klassik, bei Rock für mich unerträglich wegen der Bassdrum, deren Fell man nicht mal erahnen konnte.

Und ich hängte da die basspotentesten amps des Planeten dran - den Emitter 2 Exclsuive battery. Erschwerend kam hinzu, an der ersten Kensington ist mir in den ersten MOnaten zigfach ein Treiber verstorben, da die nach Bassorgien immer das Schrabbeln aufm Horn anfingen, an der zweiten Kensington klapperte es immer wieder, weil Kabelstränge innen ans Gehäuse vibrierten oder das Terminal schepperte - ach wie oft hatte ich die offen und bitte mit Watte und son Kram rein, um die Boxen ruhig zu kriegen.

Die Turnberry gefiel mir da um Welten besser, die ich später kaufte -
die hat einen herrlich federnden Kickbass und eine Bassüberhöhung bei 80 hz - da wippt sofort der Fuß -
Tiefbass hat die natürlich nicht und die Bühne ist kleiner wie bei einer Glenair oder Westminster TW -
aber ansonsten - geil - würde ich mir jederzeit wieder anschaffen, schon alleine wegen der Optik.

Die Glenair machte hier echten Tiefbass und war im Kickbass nicht von schlechten Eltern und zog die Instrumente weit auseinander -
zum Preis von irren Verarbeitungsfehlern - aber Preis Leistung die beste Tannoy ever -
wenn man Rock hört -

kannst mal auf amazon Music unlimited oder youtube oder Spotify gucken,
da ist sogar eine Platte drauf, die ich im Wohnzimmer über die Glenair abmischte:

Bärra Bäzz: Genesis - Creation

Aber die Glenair geht im Hochton auf ca. 1 Ohm runter, die meisten amps quäken damit rum - muß superlaststabil sein der amp.
Leise hören mit der Glenair - ich sags offen - unmöglich - das ist ein Lautsprecher für gehobene Lautstärken bis Live Pegel.

Leise und bis mittleren Lautstärken zieht dir da eine Kensington oder Turnberry meilenweit davon -
in meiner damaligen Phase - machte viel selbst an Rockmusik- teilweise mit Prominenten der Szene -
war das genau richtig für mich -
letztlich kam ich von Westminster und Kingdom angeschwommen von Tannoy - erstere ursprünglich aus dem Kinobereich, zweitere ursprünglich dem Beschallungsbereich entlehnt.

Heute würde es für mich nicht mehr passen, ich höre nur noch selten sehr laut und fand da durch Zufall einen vietnamesischen Hersteller - Thivan Labs - der mit der Eros 9 Anni fürn Appel und Ei ne Box baute, die meiner damaligen Westminster T.W. extrem ähnlich tönt aber schon viel leiser und verstärkerunkritischer zu Potte kommt.
Und das bei einem Bruchteil  der Größe - mit ähnlich rustikaler Optik.

Deinen Verstärker kenne ich gar nicht, und weiß auch nicht, wie der niederohmig kann oder auch nicht - die Glenair brachte einige amps zum Abschalten bei mir, teilweise auch zum Abrauchen - und das ging nicht nur mir so.

Die Supertweeter sind an der Glenair auch sehr forderlich - wie Friedrich schon meinte, das brachte nochmal richtig was.

Glenair muß man lieben oder  hassen, zwischendurch gibts wohl kaum was, ich hab sie derart geliebt, daß ich schier mit durch die Hölle ging, weil sie etliche konstruktive Mängel hatte durch die mir der verstorbene Florat Seta und der hiesige Cay-Uwe durchhalfen.

Wer Rockmucke hört und innert Tannoy das beste Preis-Leistungsverhältnis ever sucht - Glenair 15 - ja.

Wenn du ne Tannoy Monitor Gold 15 hast und happy bist, wirst du mit 10inchern von Tannoy nicht happy werden, da bin ich mir sicher - von 15 inch gibts da keinen Weg zurück, es sei denn man ist da unglücklich oder überfordert. 

Reale Größe von Orchestern schafft kein Koax 10 Zöller der Welt - jedenfalls keinen, den ich bisher hörte, und das waren eine Menge.

Auch mit 12 Zöllern wirds da schwierig, die Luft zwischen den Instrumenten in einem Orchester abzubilden - 15 Zöller bleiben da die Könige -
dafür sind sie nicht so schnell im Bass und präzise wie 12 Zöller .

Auf einem Hörabstand von 2-3 Meter wirst du schon auf Grund der Länge der Schallwellen nie echten Tiefbass hören können, das sind Midfield Anwendungen -
für die ist die damalige Studiomonitorlinie wie Tannoy DMT 15 MK 2 eigentlich die passende Wahl gewesen.

Und ja, die Glenair verwendet wie die Turnberry und Westminster T.W. Ferrofluid im Diaphragma -
das Zeit klingt warm am besten - daher fönte ich die Boxen immer kurz vorher an , sonst brauchte es immer ne halbe Stunde bis Stunde, bis alles geschmeidig rüber kam -
und das Zeug wird mit demAlter nicht besser und klingt irgendwann krätzig - bei einer 2011er - je nachdem wieviel tausende Stunden da drauf sind, bliebe zu überlegen, da mal das Öl bei Triplex wechseln zu lassen.

 Kensington hat einen Druckkammertreiber (Pepperpot) - da ist so was nicht enthalten - die Dinger sind eigentlich wartungsfrei.

Für mich war Tannoy das richtige zur richtigen Zeit - heute wieder kaufen würde ich mir allenfalls die Westminster oder die Turnberry - schon alleine wegen der Optik-

ohne Tannoy - auf die mich damals Jörg Hermsen aufmerksam machte - hätte ich in den frühen 90ern das Hobby Musik hören an den Nagel gehängt, weil ich ums Verrecken damals keine Lautsprecher fand, mit denen ich Sachen wie Iron Maiden noch genießen konnte.
Ich haute massenweise Geld raus, kaufte mich dumm und dämlich - und funzte immer nur mit Klassik und Jazz - wehe, ich kramte meinen geliebten Metal ausm Regal - bekam damals sogar Tinnitus von der "High End Lärmbelästigung" - bei Tannoy war endlich wieder Fuß wippen und frei gesetzte Endorphine angesagt.

Auf der High End Messe in Gravenbruch war ich sehr unbeliebt bei vielen Boxenherstellern, wenn ich meine CD s von Manowar, Mike Oldfield usw. rauskramte und dann bat, da mal was anzuspielen........damals war Rock und High End noch ein no go und ich wurde oft behandelt, wie ein Assozialer aus der Gosse. Das vergällte mir dann in den 90s auch den Spaß an Messen.......

Kicher
Meine Katze ist schon 10 Jahre alt und arbeitet noch analog als Verbrenner auf Milchbasis! Big Grin
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#67
(Heute, 08:06)fkjazz schrieb: Ich bin vor Jahren auch Dank Werner auf Tannoy gestoßen und habe einige Modelle davon angeschafft. Ich hatte die Glenair und habe noch heute 2x die Kensington. Letztere ist nach wie vor mein Hauptlautsprecher auch wenn ich noch andere Fabrikate nutze (z.B Klipsch).

Hallo Friedrich,  Hallo Werner!

vielen Dank für deine Aufmerksamkeit und die wertvollen Informationen!

Was die Bassmenge betrifft: Ich bin mir sicher, dass sie laut Datenblatt (und wahrscheinlich auch in der Realität) bei beiden Modellen ähnlich ist. Aber im Nahfeld und bei geringer Lautstärke geht es mir nicht nur um die bloße Quantität, sondern um das Gefühl eines Fundaments sowie um die Größe der Instrumente und der Bühne.

Ein Beispiel: Meine ehemaligen Tannoy Monitor Gold 15" (in einem Custom-Gehäuse mit seitlichen Schlitz-Bassreflexöffnungen) boten ein hervorragendes Gefühl von Fundament, obwohl der Bass selbst gefühlt nicht tief genug reichte (laut Erbauer ca. 45 Hz). Die Instrumente waren dort eben nicht "zwergenhaft" oder nur mittelgroß.

Bei meinen aktuellen Sonus Faber Olympica II ist zwar quantitativ genug Bass vorhanden, aber es fehlt völlig dieses Gefühl von physischem Fundament, und die Abbildungsgröße der Instrumente ist eher klein. Das ist meine Beobachtung in meinen spezifischen Bedingungen: kleiner Raum und Nahfeld. In einem großen Raum wäre das sicher anders.

Genau deshalb interessiert mich die Erfahrung derer, die 15-Zöller im Nahfeld in Räumen unter 18–20 qm gehört haben. Ich bin mir sicher, dass die Kensington ein Lautsprecher der Extraklasse ist, aber für den speziellen "Scale" und das Fundament der 15er bin ich bereit, Abstriche bei der Ausgewogenheit und Raffinesse zu machen.


(Vor 11 Stunden)Kellerkind schrieb: Morjen Alex,

Werner, ich habe deine Ausführungen zu den 15-Zöllern sehr aufmerksam gelesen. Meine Tannoy Monitor Gold 15" sind übrigens schon lange verkauft, an ihrer Stelle spielen jetzt Sonus Faber Olympica 2.
Der Hauptgrund, warum ich mich jetzt doch wieder mit der Glenair 15 beschäftige, bist du! Ich habe deine alten Beiträge zu den extremen Anforderungen an die Verstärkung der Glenair immer im Kopf gehabt und mich deswegen nie getraut, sie zu kaufen.

Aber jetzt hat sich die Situation geändert: Ich habe mir den Aavik I-280 zugelegt. Das ist ein moderner Class-D Verstärker, der absolut stabil und problemlos mit Lautsprechern arbeitet, deren Impedanz bis auf 2 Ohm absinkt. Er leistet satte 2 x 300 W an 8 Ohm und 2 x 600 W an 4 Ohm — er hält jede Box mit eiserner Faust im Griff. Trotz der Class-D Technik bietet er einen extrem sauberen, musikalischen und angenehmen "analogen" Sound.

Was den technischen Zustand angeht: Ich bin selbst Techniker und es ist für mich kein Problem, Wartungsarbeiten fast jeder Komplexität selbst durchzuführen. Solange die Treiber mechanisch nicht beschädigt sind, machen mir der Austausch der Ferrofluid-Flüssigkeit oder die Aufarbeitung der Gehäuse keine Angst. Das ist für mich kein Hindernis beim Gebrauchtkauf.

Genau wie du es beschreibst, suche ich den Maßstab und das Fundament, das nur 15-Zöller bieten können. Die 10-Zoll Kensington schließe ich wegen des befürchteten Größenunterschieds fast aus. Meine einzige Sorge bei der Glenair 15 ist, dass sie mein Zimmer mit Bass überfluten könnte. Aber ich hoffe, dass sie bei niedriger Lautstärke, dank der riesigen Membranfläche, trotzdem genug Druck und das Gefühl von „Fundament“ erzeugen, das ich von den alten Monitor Golds kenne, ohne zu dröhnen.

Ich stehe also vor der Wahl: Kopf oder Bauch? Der Aavik hat mir neue Hoffnung gegeben, aber die Unsicherheit bleibt. Ich bin gespannt auf deine Meinung zu dieser Kombination!

Keine Ahnung Huh Rolleyes verlegen Cry
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#68
Hallo,
bin zwar weder Tannoy, noch Koax Experte, Experte im Allgemeinen nicht   Big Grin , aber ich denke da wirst du ums Ausprobieren zu Hause nicht drum rum kommen. Alternativ gibt's ja auch noch Fyne Audio, oder die günstigen Vestlyd VC 15.
LG,

Horst
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#69
(Vor 10 Stunden)Alexandroo schrieb:
(Heute, 08:06)fkjazz schrieb: Ich bin vor Jahren auch Dank Werner auf Tannoy gestoßen und habe einige Modelle davon angeschafft. Ich hatte die Glenair und habe noch heute 2x die Kensington. Letztere ist nach wie vor mein Hauptlautsprecher auch wenn ich noch andere Fabrikate nutze (z.B Klipsch).

Hallo Friedrich,  Hallo Werner!

vielen Dank für deine Aufmerksamkeit und die wertvollen Informationen!

Was die Bassmenge betrifft: Ich bin mir sicher, dass sie laut Datenblatt (und wahrscheinlich auch in der Realität) bei beiden Modellen ähnlich ist. Aber im Nahfeld und bei geringer Lautstärke geht es mir nicht nur um die bloße Quantität, sondern um das Gefühl eines Fundaments sowie um die Größe der Instrumente und der Bühne.

Ein Beispiel: Meine ehemaligen Tannoy Monitor Gold 15" (in einem Custom-Gehäuse mit seitlichen Schlitz-Bassreflexöffnungen) boten ein hervorragendes Gefühl von Fundament, obwohl der Bass selbst gefühlt nicht tief genug reichte (laut Erbauer ca. 45 Hz). Die Instrumente waren dort eben nicht "zwergenhaft" oder nur mittelgroß.

Bei meinen aktuellen Sonus Faber Olympica II ist zwar quantitativ genug Bass vorhanden, aber es fehlt völlig dieses Gefühl von physischem Fundament, und die Abbildungsgröße der Instrumente ist eher klein. Das ist meine Beobachtung in meinen spezifischen Bedingungen: kleiner Raum und Nahfeld. In einem großen Raum wäre das sicher anders.

Genau deshalb interessiert mich die Erfahrung derer, die 15-Zöller im Nahfeld in Räumen unter 18–20 qm gehört haben. Ich bin mir sicher, dass die Kensington ein Lautsprecher der Extraklasse ist, aber für den speziellen "Scale" und das Fundament der 15er bin ich bereit, Abstriche bei der Ausgewogenheit und Raffinesse zu machen.


(Vor 11 Stunden)Kellerkind schrieb: Morjen Alex,

Werner, ich habe deine Ausführungen zu den 15-Zöllern sehr aufmerksam gelesen. Meine Tannoy Monitor Gold 15" sind übrigens schon lange verkauft, an ihrer Stelle spielen jetzt Sonus Faber Olympica 2.
Der Hauptgrund, warum ich mich jetzt doch wieder mit der Glenair 15 beschäftige, bist du! Ich habe deine alten Beiträge zu den extremen Anforderungen an die Verstärkung der Glenair immer im Kopf gehabt und mich deswegen nie getraut, sie zu kaufen.

Aber jetzt hat sich die Situation geändert: Ich habe mir den Aavik I-280 zugelegt. Das ist ein moderner Class-D Verstärker, der absolut stabil und problemlos mit Lautsprechern arbeitet, deren Impedanz bis auf 2 Ohm absinkt. Er leistet satte 2 x 300 W an 8 Ohm und 2 x 600 W an 4 Ohm — er hält jede Box mit eiserner Faust im Griff. Trotz der Class-D Technik bietet er einen extrem sauberen, musikalischen und angenehmen "analogen" Sound.

Was den technischen Zustand angeht: Ich bin selbst Techniker und es ist für mich kein Problem, Wartungsarbeiten fast jeder Komplexität selbst durchzuführen. Solange die Treiber mechanisch nicht beschädigt sind, machen mir der Austausch der Ferrofluid-Flüssigkeit oder die Aufarbeitung der Gehäuse keine Angst. Das ist für mich kein Hindernis beim Gebrauchtkauf.

Genau wie du es beschreibst, suche ich den Maßstab und das Fundament, das nur 15-Zöller bieten können. Die 10-Zoll Kensington schließe ich wegen des befürchteten Größenunterschieds fast aus. Meine einzige Sorge bei der Glenair 15 ist, dass sie mein Zimmer mit Bass überfluten könnte. Aber ich hoffe, dass sie bei niedriger Lautstärke, dank der riesigen Membranfläche, trotzdem genug Druck und das Gefühl von „Fundament“ erzeugen, das ich von den alten Monitor Golds kenne, ohne zu dröhnen.

Ich stehe also vor der Wahl: Kopf oder Bauch? Der Aavik hat mir neue Hoffnung gegeben, aber die Unsicherheit bleibt. Ich bin gespannt auf deine Meinung zu dieser Kombination!

Keine Ahnung Huh Rolleyes verlegen Cry

Jau mein Lieber,

ich kann dich gut verstehen und das alles nachvollziehen-
von Sonus Faber hörte ich nur ausgiebig die Cremona - das reichte mir - war nicht meine Baustelle -
Verarbeitung und Optik megasuper - aber der Sound - mir zu steril und auf "Hifi"getrimmt.

15 Zöller machen einfach die Luft untenrum, selbst dann, wenn sie nicht sonderlich tief gehen und bei 40 hz beschnitten werden -
das hört sich echter an, wie ein 10 oder 12 Zöller, der auf 20 hz geht............

Du darfst von der Glenair nicht den Sound einer Monitor Gold 15 erwarten - ist ne andere Handschrift -
wurde noch von Paul Mills erdacht, der später Fyne Audio gründete.

Die Golds sind eher warm im Bass , die Glenair ist rotzfrech und livehaftig.

Daß die beim Friedrich trotz dicken Emitter so blökte und färbte - kann ich mir heute im Nachhinein erklären, denn das fingen meine (ich hatte insgesamt 5 oder 6) auch früher oder später an - und wir kriegten dann ja raus, wo die Färbung herkommt - einmal mitschwingende und resonierende Teile vom Treiber - und viel schlimmer und störender -
wenn die Verkelbung der Hözer sich innen löste und die ganzen Boxengehäuse sich aufschaukelten. Im Open End dokumentierten wir das mit Florat auf Bildern.

Das braucht man nur kleben und alles ist gut, und was die Treiberkörbe anbelangt, mit etwas Affenkit oder sonstigen Resonanzdämpfern beklebt, singen die nicht mehr mit.

Entwickelt hat Paul Mills die Glenair in einem 22 qm Raum bei Tannoy in Schottland, hab da auch noch irgendwo ein Bild von ihm.

Ob dein Class D amp paßt kann ich dir nicht sagen - die Last geht doch deutlich unter 2 Ohm - besonders mit Supertweeter in Verbindung.

Class D ist nicht gleich Class D - der amp muß nicht nur Leistung haben, sondern die auch dauerhaft ankarren können und nicht nur mal kurz - Schwachstelle bei Class D sind oft die Netzteile. Ich selber beschäftigte mich die letzten Jahre intensiv mi Class D und wirklich zu Potte kam ich nur mit Purifi Modulen !

Hypex würde ich auf keinen Fall empfehlen - das wird hart an der Glenair, dann eher die älteren Ice Module, die gehen mehr in Richtung Röhre und haben wir damals erfolgreich bei Florat  ausprobiert, als wir die Glenair reparierten und tunten.

Ob die Glenair auch auf 18 qm zum Laufen zu bringen ist, kann ich dir nicht sagen, ich habs nie probiertSmile

Im Midfield gut mit Hören geht, das hörte ich bei Robert auf 2,5 Meter - an McIntosh und Emitter und Dussun, das lief.
Paul Mills empfahl aber immer mehr als 3 Meter Hörentfernung.

Ich sach mal so - du bist scharf drauf das zu probieren, machs einfach - ist ja nicht viel Geldaufwand, die Boxen sind recht beliebt und im Zweifelsfall wohl schnell wieder verkauft. Ich erinnere mich früher gabs die gebraucht oft um 2.500 Euro im Audiomarkt - mehr wie 3.000 würde ich auf keinen Fall für ne 2011er  ausgeben -


dann lieber ne neue Vestlyd 15 kaufen (sieht aus wie die alten Studiomonitore von Tannoy)-
die läuft 1 A mit Class D (hatte da unter anderem nen kleinen Apollon für um 2 K dran)
die kann noch deutlich mehr Pegel und Bass als die Glenair,
die macht genauso ne fette Bühne auf
die hat kein Ferrofluid, sondern Druckkammertreiber - wie  in den teuersten Tannoys!
und kostet neu nur um 2 K - brauchst halt nen Ständer dazu, der von Vestlyd selbst taugt nicht so viel, weil zu beweglich und bimmelig.
30 Tage Rückgaberecht bei Hifi Klubben (exclusiver Vertrieb für das Produkt)

Hier im Forum testete ich die Dinger - 
gibt es einen bebilderten Thread dazu - auch mit Messungen.

Meine Berichte und Bilder gehen hier los:

Vestlyd V15C Tannoy Knock Off für kleine Asche ?
MItterlweile gibt es hier etliche Leute mit Vestlyd 12 und 15 - alle happy hoch drei.

Ich schrieb dort als Zusammenfassung- Zitat mich selbst:
Sollte ich bisher mit der Performance vergleichen, die meine Tannoy DMT 15 MK 2 lieferten - oder meine Glenair -
würde ich die Vestlyd vorne sehen - diese blitzartige Kraftentfaltung kenne ich nur von Tannoy Pepperpots, wie der Yorkminster.

Ich konnte sie leider dennoch nicht behalten, in meinem kleinen Kellerraum hatte sie zu viel Tiefbass, 
selbes Schicksal teilte damals die Yorkminster,
hab dort eine stehende Welle bei 37 hz - die wurde mit 30db plus angeregt - paßte nicht.

Für zart besaitete Leute zum leise hören mit 50-60 db  ist das nix - wenn du gerne 85 db fährst, paßt das optimal. Gilt ja auch für  die Glenair!

Smile
Meine Katze ist schon 10 Jahre alt und arbeitet noch analog als Verbrenner auf Milchbasis! Big Grin
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#70
Hallo zusammen,

ich möchte hier mal die Max1 ins Feld führen, die mit ihrem 12 Zöller und Horn wunderbare Leisehöreigenschaften bietet und z.B. die Kesselpauke aus der Feuervogel Suite aus dem Nichts eindrucksvoll zur Hörposition bringt.

Mein Stereodreieck liegt auch bei ca. 2,5m, jedoch ist der gesamte Raum etwa 4,3 x 8,5m und die Rückwand zum Sessel ca. 5m. Ein weiterer Vorteil der Max1 ist, dass sie vergleichsweise unkritisch auf den Raum reagiert.
Grüße Michael 
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