04.11.2026, 18:37
Hallo zusammen,
zunächst einmal vielen Dank für eure zahlreichen Rückmeldungen und technischen Überlegungen.
Ich möchte den bisherigen Verlauf noch um einige Informationen ergänzen, insbesondere nachdem ich inzwischen mit einem erfahrenen Techniker einer auf HiFi-Elektronik spezialisierten Werkstatt ausführlicher korrespondiert habe.
Zunächst eine wichtige Korrektur zum zeitlichen Ablauf:
Nach nochmaligem Überdenken des Vorfalls bin ich mir inzwischen ziemlich sicher, dass die Störungen wesentlich früher einsetzten, als ich zunächst angegeben hatte.
Es waren vermutlich nur wenige Sekunden nach dem Einschalten meiner Monoblöcke und dem Beginn der Musikwiedergabe, bis die massiven Kratz-, Knall- und Kreischgeräusche auftraten und gleichzeitig die roten LEDs beider Endstufen blinkten.
Anschließend benötigte ich schätzungsweise weitere 20 bis 30 Sekunden, um die Anlage vollständig abzuschalten.
Beide Monoblöcke waren danach außergewöhnlich heiß.
Zur technischen Einschätzung:
Der von mir kontaktierte Techniker hält hochfrequente Schwingungen der Endstufen grundsätzlich für eine mögliche Erklärung.
Sein ursprünglicher Einwand war allerdings, dass solche Schwingungen sehr schnell zu einer erheblichen Erwärmung führen müssten. Genau deshalb ist meine korrigierte Zeitangabe von Bedeutung.
Er hat sich außerdem mit der Schaltung eines älteren Verstärkermodells des Herstellers meiner Endstufen beschäftigt und dort eine selbstverriegelnde Überstromabschaltung festgestellt. Diese würde bei Überstrom den betroffenen Kanal abschalten, bis die Stromversorgung unterbrochen wird.
Allerdings ist nicht geklärt, ob die Schutzschaltung meiner Monoblöcke identisch aufgebaut ist. Auch die heftigen Störgeräusche lassen sich damit bislang nicht eindeutig erklären.
Der Techniker empfiehlt insbesondere, die Zobel-Glieder am Verstärkerausgang zu überprüfen, darunter die dort eingesetzten Leistungswiderstände. Defekte oder unterbrochene Bauteile könnten die Hochfrequenzstabilität beeinträchtigen.
Auch eine messtechnische Untersuchung des Verstärkerverhaltens mit dem betreffenden Lautsprecherkabel hält er für sinnvoll, selbstverständlich unter kontrollierten Bedingungen.
Was weiterhin feststeht:
Beide Monoblöcke funktionieren seit dem Rückwechsel auf meine Sommer Quadra Blue Lautsprecherkabel völlig unauffällig. Auch nach mehrstündigem Musikbetrieb gibt es weder Störgeräusche noch eine ungewöhnliche Erwärmung.
Die geliehenen Kabel habe ich mit dem Multimeter überprüft. Einen dauerhaften Kurzschluss zwischen den beiden Leitern konnte ich nicht feststellen. Lediglich die farbliche Zuordnung der Stecker war offenbar vertauscht.
Eine einfache Verpolung erklärt die aufgetretenen Symptome jedoch nicht.
Meine Konsequenz aus der ganzen Geschichte:
Um mich künftig möglichst wenig mit diesem ganzen Kabel-Hokuspokus beschäftigen zu müssen, habe ich mir inzwischen ein klassisches englisches Lautsprecherkabel bestellt.
Es handelt sich um ein Linn K400, dessen grundsätzlicher Aufbau demjenigen Lautsprecherkabel sehr ähnlich ist, das der Hersteller meiner Endstufen selbst angeboten hat beziehungsweise möglicherweise noch anbietet.
Ich möchte damit bewusst wieder zu einer klassischen, technisch nachvollziehbaren Kabelkonstruktion zurückkehren, statt mich mit immer neuen vermeintlichen klanglichen Wunderlösungen zu beschäftigen.
Natürlich ist auch bei diesem Kabel die tatsächliche elektrische Verträglichkeit mit meinen Endstufen entscheidend.
Wie geht es weiter?
Ich werde versuchen, zeitnah eine geeignete Fachwerkstatt zu finden, die meine beiden Monoblöcke überprüft. Gegebenenfalls werde ich auch das betreffende geliehene Lautsprecherkabel untersuchen lassen.
Ich hoffe allerdings, dass ich dafür einigermaßen kurzfristig einen Termin bekomme.
Bekanntlich gibt es heute nur noch wenige Werkstätten, die sich wirklich mit der Reparatur hochwertiger HiFi-Elektronik beschäftigen und über die entsprechende Messtechnik und Erfahrung verfügen.
Selbst klassische Radio- und Fernsehfachbetriebe mit eigener Reparaturwerkstatt sind inzwischen selten geworden. Entsprechend lang sind häufig die Wartezeiten.
Bis dahin werde ich keine weiteren Experimente mit dem betreffenden geliehenen Kabel unternehmen.
Ob tatsächlich eine hochfrequente Instabilität, ein zeitweiliger Kontaktfehler oder eine andere Ursache vorlag, bleibt vorerst offen.
Sollte die Werkstatt zu einem konkreten Ergebnis kommen, werde ich selbstverständlich darüber berichten.
Nochmals vielen Dank für eure Beteiligung und die sachlichen Hinweise.
Gruß,
Rolli
zunächst einmal vielen Dank für eure zahlreichen Rückmeldungen und technischen Überlegungen.
Ich möchte den bisherigen Verlauf noch um einige Informationen ergänzen, insbesondere nachdem ich inzwischen mit einem erfahrenen Techniker einer auf HiFi-Elektronik spezialisierten Werkstatt ausführlicher korrespondiert habe.
Zunächst eine wichtige Korrektur zum zeitlichen Ablauf:
Nach nochmaligem Überdenken des Vorfalls bin ich mir inzwischen ziemlich sicher, dass die Störungen wesentlich früher einsetzten, als ich zunächst angegeben hatte.
Es waren vermutlich nur wenige Sekunden nach dem Einschalten meiner Monoblöcke und dem Beginn der Musikwiedergabe, bis die massiven Kratz-, Knall- und Kreischgeräusche auftraten und gleichzeitig die roten LEDs beider Endstufen blinkten.
Anschließend benötigte ich schätzungsweise weitere 20 bis 30 Sekunden, um die Anlage vollständig abzuschalten.
Beide Monoblöcke waren danach außergewöhnlich heiß.
Zur technischen Einschätzung:
Der von mir kontaktierte Techniker hält hochfrequente Schwingungen der Endstufen grundsätzlich für eine mögliche Erklärung.
Sein ursprünglicher Einwand war allerdings, dass solche Schwingungen sehr schnell zu einer erheblichen Erwärmung führen müssten. Genau deshalb ist meine korrigierte Zeitangabe von Bedeutung.
Er hat sich außerdem mit der Schaltung eines älteren Verstärkermodells des Herstellers meiner Endstufen beschäftigt und dort eine selbstverriegelnde Überstromabschaltung festgestellt. Diese würde bei Überstrom den betroffenen Kanal abschalten, bis die Stromversorgung unterbrochen wird.
Allerdings ist nicht geklärt, ob die Schutzschaltung meiner Monoblöcke identisch aufgebaut ist. Auch die heftigen Störgeräusche lassen sich damit bislang nicht eindeutig erklären.
Der Techniker empfiehlt insbesondere, die Zobel-Glieder am Verstärkerausgang zu überprüfen, darunter die dort eingesetzten Leistungswiderstände. Defekte oder unterbrochene Bauteile könnten die Hochfrequenzstabilität beeinträchtigen.
Auch eine messtechnische Untersuchung des Verstärkerverhaltens mit dem betreffenden Lautsprecherkabel hält er für sinnvoll, selbstverständlich unter kontrollierten Bedingungen.
Was weiterhin feststeht:
Beide Monoblöcke funktionieren seit dem Rückwechsel auf meine Sommer Quadra Blue Lautsprecherkabel völlig unauffällig. Auch nach mehrstündigem Musikbetrieb gibt es weder Störgeräusche noch eine ungewöhnliche Erwärmung.
Die geliehenen Kabel habe ich mit dem Multimeter überprüft. Einen dauerhaften Kurzschluss zwischen den beiden Leitern konnte ich nicht feststellen. Lediglich die farbliche Zuordnung der Stecker war offenbar vertauscht.
Eine einfache Verpolung erklärt die aufgetretenen Symptome jedoch nicht.
Meine Konsequenz aus der ganzen Geschichte:
Um mich künftig möglichst wenig mit diesem ganzen Kabel-Hokuspokus beschäftigen zu müssen, habe ich mir inzwischen ein klassisches englisches Lautsprecherkabel bestellt.
Es handelt sich um ein Linn K400, dessen grundsätzlicher Aufbau demjenigen Lautsprecherkabel sehr ähnlich ist, das der Hersteller meiner Endstufen selbst angeboten hat beziehungsweise möglicherweise noch anbietet.
Ich möchte damit bewusst wieder zu einer klassischen, technisch nachvollziehbaren Kabelkonstruktion zurückkehren, statt mich mit immer neuen vermeintlichen klanglichen Wunderlösungen zu beschäftigen.
Natürlich ist auch bei diesem Kabel die tatsächliche elektrische Verträglichkeit mit meinen Endstufen entscheidend.
Wie geht es weiter?
Ich werde versuchen, zeitnah eine geeignete Fachwerkstatt zu finden, die meine beiden Monoblöcke überprüft. Gegebenenfalls werde ich auch das betreffende geliehene Lautsprecherkabel untersuchen lassen.
Ich hoffe allerdings, dass ich dafür einigermaßen kurzfristig einen Termin bekomme.
Bekanntlich gibt es heute nur noch wenige Werkstätten, die sich wirklich mit der Reparatur hochwertiger HiFi-Elektronik beschäftigen und über die entsprechende Messtechnik und Erfahrung verfügen.
Selbst klassische Radio- und Fernsehfachbetriebe mit eigener Reparaturwerkstatt sind inzwischen selten geworden. Entsprechend lang sind häufig die Wartezeiten.
Bis dahin werde ich keine weiteren Experimente mit dem betreffenden geliehenen Kabel unternehmen.
Ob tatsächlich eine hochfrequente Instabilität, ein zeitweiliger Kontaktfehler oder eine andere Ursache vorlag, bleibt vorerst offen.
Sollte die Werkstatt zu einem konkreten Ergebnis kommen, werde ich selbstverständlich darüber berichten.
Nochmals vielen Dank für eure Beteiligung und die sachlichen Hinweise.
Gruß,
Rolli

