Vor 9 Stunden
Ein ganz oder teilweise kopierter Verstärker o.ä. ist keinesfalls ein Plagiat. Ein Plagiat ist etwas völlig anderes, denn der Begriff entstammt einem völlig anderen Kontext, der mit Schaltungsdesign nichts zu tun hat. Eine Dissertation, die (seitenweise) fremde Texte ohne Kennzeichnung enthält, kann hingegen ein Plagiat sein, weil die wahre Urheberschaft verheimlicht wird, d.h. eine fremde Leistung wird als eigene ausgegeben.
„Geistiges Eigentum“ im technischen Bereich läge nur dann vor, wenn ein Schaltungsdesign (im weiteren Sinn) rechtlich geschützt wäre, z.B. durch ein aktuell gültiges Patent. Viele Schaltkreise sind überhaupt nicht patentierbar. Andere mögen es sein, aber das setzt das Vorliegen einer „Erfindung“ voraus. Wieder andere wären vielleicht patentierbar, aber es erfolgt keine Anmeldung.
Selbst wenn ein Patent gewährt wurde, läuft es irgendwann wieder aus. Die Regeln über Laufzeit oder evtl. Verlängerungsmöglichkeiten sind von Land zu Land überraschend unterschiedlich (Beispiel: Semaglutid). Ist ein Patent einmal ausgelaufen, gibt es — oberflächlich gesagt — kein „geistiges Eigentum“ an der Erfindung mehr. Warum? Weil es keinen rechtlichen Schutz der Erfindung mehr gibt. Rechtlicher Schutz einer Erfindung und geistiges Eigentum daran sind — oberflächlich gesagt — ein und dasselbe. (ACHTUNG! Diese Aussagen sind untechnisch und sehr grob vereinfacht!) Nach dem Auslaufen darf jeder die Erfindung nachbauen und als Produkt vermarkten.
Das ist übrigens der ganze Sinn und Zweck des Patentrechts. Dem Erfinder wird ein begrenzter Zeitraum zugestanden, währenddessen er die Erfindung allein vermarkten oder auch Lizenzen vergeben kann, ein rechtlich eingeräumtes, aber zeitlich limitiertes Monopol. Unbefugte Nutzung patentierter Erfindungen (Verletzung gewerblicher Schutzrechte) kann rechtlich verfolgt werden. Danach fällt der Schutz weg, und das ist genauso gewollt. Wer versucht, das mit „moralischen“ Pseudoargumenten anzugreifen, ist auf dem Holzweg.
„Westliche Entwickler/Hersteller“ genießen hier keinerlei Sonderbehandlung.
Deswegen gibt es streng genommen auch keinen „Diebstahl“ geistigen Eigentums. Stehlen (im Sinne von dem Eigentümer wegnehmen) kann man nur Gegenstände, nicht aber geistige Erzeugnisse. Man kann sogenannte Raubkopien herstellen, eine fremde Leistung als die eigene ausgeben, man kann geschützte gewerbliche Rechte unbefugt verletzen oder Geschäftsgeheimnisse verraten, aber trotzdem verbleibt das Werk, die Marke, die Erfindung etc. beim rechtmäßigen Inhaber. Anders als bei einem Fahrraddiebstahl.
Was man unter „geistigem Eigentum prominenter Personen“ zu verstehen hat, erschließt sich mir nicht, ist aber vielleicht auch irrelevant.
„Geistiges Eigentum“ im technischen Bereich läge nur dann vor, wenn ein Schaltungsdesign (im weiteren Sinn) rechtlich geschützt wäre, z.B. durch ein aktuell gültiges Patent. Viele Schaltkreise sind überhaupt nicht patentierbar. Andere mögen es sein, aber das setzt das Vorliegen einer „Erfindung“ voraus. Wieder andere wären vielleicht patentierbar, aber es erfolgt keine Anmeldung.
Selbst wenn ein Patent gewährt wurde, läuft es irgendwann wieder aus. Die Regeln über Laufzeit oder evtl. Verlängerungsmöglichkeiten sind von Land zu Land überraschend unterschiedlich (Beispiel: Semaglutid). Ist ein Patent einmal ausgelaufen, gibt es — oberflächlich gesagt — kein „geistiges Eigentum“ an der Erfindung mehr. Warum? Weil es keinen rechtlichen Schutz der Erfindung mehr gibt. Rechtlicher Schutz einer Erfindung und geistiges Eigentum daran sind — oberflächlich gesagt — ein und dasselbe. (ACHTUNG! Diese Aussagen sind untechnisch und sehr grob vereinfacht!) Nach dem Auslaufen darf jeder die Erfindung nachbauen und als Produkt vermarkten.
Das ist übrigens der ganze Sinn und Zweck des Patentrechts. Dem Erfinder wird ein begrenzter Zeitraum zugestanden, währenddessen er die Erfindung allein vermarkten oder auch Lizenzen vergeben kann, ein rechtlich eingeräumtes, aber zeitlich limitiertes Monopol. Unbefugte Nutzung patentierter Erfindungen (Verletzung gewerblicher Schutzrechte) kann rechtlich verfolgt werden. Danach fällt der Schutz weg, und das ist genauso gewollt. Wer versucht, das mit „moralischen“ Pseudoargumenten anzugreifen, ist auf dem Holzweg.
„Westliche Entwickler/Hersteller“ genießen hier keinerlei Sonderbehandlung.
Deswegen gibt es streng genommen auch keinen „Diebstahl“ geistigen Eigentums. Stehlen (im Sinne von dem Eigentümer wegnehmen) kann man nur Gegenstände, nicht aber geistige Erzeugnisse. Man kann sogenannte Raubkopien herstellen, eine fremde Leistung als die eigene ausgeben, man kann geschützte gewerbliche Rechte unbefugt verletzen oder Geschäftsgeheimnisse verraten, aber trotzdem verbleibt das Werk, die Marke, die Erfindung etc. beim rechtmäßigen Inhaber. Anders als bei einem Fahrraddiebstahl.
Was man unter „geistigem Eigentum prominenter Personen“ zu verstehen hat, erschließt sich mir nicht, ist aber vielleicht auch irrelevant.

