22.03.2026, 08:14
(21.03.2026, 21:25)Durian schrieb: Hallo zusammen,
heute habe ich den nächsten Schritt gewagt und meine geliebte Audio Research LS 2 mal umgangen. Der RME ADI-2 DAC FS steuert die PROxium nun direkt an.
Das Ergebnis macht mich fassungslos: Die Dynamik und Transparenz sind förmlich explodiert. Jetzt verstehe ich Werner (Kellerkind) noch besser, wenn er von dieser unglaublichen Unmittelbarkeit schwärmt. Es erinnert mich an die großen Hegel-Amps, was die Kontrolle angeht, aber die PROxium behält dabei eine wunderbare Seidigkeit, die nie ins Nervige kippt. Jedes Detail wird auf dem Silbertablett serviert.
Aber (und das ist das große Aber):
Wenn ich die LS 2 (mit den Telefunken/Siemens-Röhren) wieder dazwischenschalte, wird das Bild „größer“ und für mein Empfinden schlicht musikalischer. Der RME direkt ist zum Imponieren und für die absolute Durchsicht unschlagbar – ein echtes Präzisionswerkzeug. Die LS 2 macht daraus jedoch eine Aufführung, die mich emotional mehr packt.
Es ist faszinierend zu sehen, wie die PROxium beide Welten bedienen kann. Sie ist so durchlässig, dass sie genau das wiedergibt, was man ihr vorne reinsteckt. Ein echtes Chamäleon!
Werner, dein Assignment-Tipp lief gerade über den RME direkt... die Riffs haben mich fast vom Sessel geblasen. Diese Schnelligkeit der PROxium ist mit nichts zu vergleichen, was ich bisher hier stehen hatte.
Beste Grüße
Guten Morgen Durian,
für mich hört es sich so an, daß du mit dem Beipack-Schaltnetzteil vom RME unterwegs bist, da ist er echt sehr analytisch mit und nutzte ich eigentlich nur die ersten paar Tage.
Mir gefiel er dann jahrelang saugut an nem Keces 3 - das sind ordentliche Trums - kosteten damals um 400 Euro und hatte man was in der Hand, klang viel wärmer und voller.
Ich stellte allerdings fest - über Kopfhörerausgang kein Unterschied - also war das über Boxen eher eine Reaktion auf das Schaltnetzteil von meinem Emitter geschuldet.
Seit - ein oder zwei Jahren - gibts ja von RME die DPS 2 Netzteile, von denen ich 3 betreibe -
da legte der Adi gehörig zu, wird galvanisch getrennt usw. -
die Intensität des Zugewinns hängt halt vom jeweiligen Stromnetz ab und den anderen Geräteempfindlichkeiten - kann also schlimmstenfalls gar nicht hörbar sein -
und sollte man vorher ausprobieren - leih dir einfach mal ein DPS 2 vom Martin Dittmeier aus - kann sein, du bist das analytische schlagartig los, bei mir wars insbesondere an der Kelleranlage ein Burner.
Aber klar, ne Röhrenpre ist nochmal anders und zeichnet mehr Raum und Schmelz -
auch wenns nicht so aufm record drauf ist, das gefällt einem oftmals besser und darum gehts ja.
Ich wünsch dir frohes Hören, genieß das - das Leben ist so schnell rum.
Und wir alle sind jetzt in dem Alter, wo man nicht sagen kann, wie lange die Ohren noch mitmachen, viele meiner Freunde mußten ihr Hobby hinschmeißen oder sammeln nur noch Geräte aus Leidenschaft - weil das Gehör massiv nachließ - so mancher hört gar nix mehr und nicht wenige rennen mit Hörgeräten rum und ärgern sich über das Gepfeife und den ständigen Gang ins Geschäft zum Nachjustieren.
Da ist man schneller 5.000 Euro fürn Hörgerät los, daß halbwegs was taugt, wie man gucken kann. Bei mir hingegen sinds die Augen, die langsam schlapp machen - ich mache jetzt seit 5 Januar wegen neuen Gleitsichtbrillen rum und warte auf die zigte Nachbesserung.
Hätte nie gedacht, wenn die Augen schlechter werden, daß Gleitsicht einen so ärgern und stressen kann und war der Meinung, man muß einfach nur die besten Gläser nehmen, pustekuchen, das ist ne Wissenschaft für sich.
Laß krachen!
Bei mir ging gestern der 2020er Emitter weg - nun ist wieder e bissel Platz im Rack.
PS Durian:
Nimm an deiner Max mit dem RME mal den Präsenzbereich 2-3 db am EQ zurück -
wenn du kein anderes Netzteil checken magst.
Das ist der Bereich, der mit ner Röhren pre geschmeidiger erscheint -
erfahrungsgemäß wurde ich die Bänder auf 3,3 und 4 khz einstellen - bei Q 3,5 bis Q 4 checken-
und wie gesagt mal 2-3 db runterfahren - wirst sehen, dann tropft das wie Honig ins Ohr.
Gerade bei Rock profitiert man da enorm, wenn man mal lauter drehen mag an den Maxen
Meine Katze ist schon 10 Jahre alt und arbeitet noch analog als Verbrenner auf Milchbasis!

