24.03.2026, 07:21
(23.03.2026, 21:42)cRm schrieb: Um es mal in Relation zu setzen: Im Schlafzimmer hängt mein 20 Jahre alter HD-Ready Pioneer Kuro PDP-508XD, den ich immer noch liebe und nicht hergeben mag. Im Wohnzimmer steht ein drei Jahre alter 83-Zoll-4K-LG-OLED. Ungefähr so wäre der Vergleich vom LM-508IA zur PROxium-Kombi.
Vorhin habe ich die beiden neuen Songs von Muse gehört – einfach unbeschreiblich!
Und noch eine Beobachtung: Irgendwie hat sich bei mir festgesetzt, dass „Rain/The End of Everything von Trivium der Inbegriff dessen ist, wie ein Metal-Song rocken muss. Ich habe ihn seitdem nie wieder so gehört, wie ich meinte, dass er klingen müsste (keine Ahnung, wie die Referenz in meinen Kopf kam – Ascendancy ist keine schlechte Aufnahme, aber bestimmt kein audiophiles Meisterwerk). Jetzt habe ich ihn zum ersten Mal über die PROxiums gehört und dachte: Hmm, vielleicht nicht so „effektvoll-krass“, wie ich es in der Erinnerung hatte, aber besser kann dieser Song einfach nicht klingen. Das klingt vielleicht im ersten Moment nicht wie ein Kompliment, aber es ist eines: Zum ersten Mal fehlte mir absolut nichts an dem Song.
Morjen Rufus,
du bringst das voll auf den Punkt - sowohl mit deinen TV Vergleichen, wie auch, daß man Musik nicht mehr mit irgendwelchen Effekten zugeschmiert bekommt, so daß es mal paßt oder auch mal nicht - sondern daß man einfach lässig durchgereicht bekommt, wie es eigentlich soll, und einem nichts fehlt oder oben aufgetragen erscheint.
Ich kenne ja extrem viele Verstärker und Endstufen - nach meiner Erfahrung war der Löwenanteil im Hochton gesoundet, damit man ums Verrecken mehr mitkriegt und sofort den Geldbeutel öffnet - nur um daheim auf Dauer festzustellen, daß ausgeglichene Aufnahmen oder Sprache im TV hoffnungslos überzieht.
Dann gibts einige die sind im Grundton und Bass gesoundet - dein damaliger Cayin war da ein Paradebeispiel- das gefällt bei neumodischen dünnen Produktionen sofort -
ich werde da nie meine Erstbegegnung mit dem 100er Cayin vergessen an Tannoy Kensington/ST 200 - endlich kam da untenrum mal was raus aus den Boxen -
aber wehe - du willst dann mal Hans Zimmer live hören, dann wird nichts mehr differenziert und du wirst zugematscht.
Das hat alles seine Berechtigung - auf den Einzelfall hin - und in Kombination mit Hifi Bausteinen, deren Schwächen man kompensieren will, ist aber aus meiner Sicht nicht die Aufgabe eines amps oder Kabels - sondern der Raumakustik und der wie auch immer gearteten Raumkorrektur.
Meine Emitter sind eher grundtonbetont mit herrlicher Basskeule - für einen Metalhead wie mich eigentlich rezeptpflichtige Arznei. So dachte ich zumindest, bis ich die Proxium kennenlernte.
Es gibt ja auch andere sogenannte neutrale amps - wie von AVM - die aber mit Metal dann irgendwie zum großen Teil befremdlich tönen. Dito Audionet.
Das sind Spitzenprodukte und trotzdem fließt das für mich nicht richtig und strengt recht schnell an.
Und da kommt die Proxium mit ihrer Schaltung, wo jede Halbwelle nur einen Transistor braucht und alles so schnell und quirlig fließt wie über beste Röhren, aber ohne deren Klirr und klangliche Einmischung. Und das ist aus meiner Sicht das Neue an der Proxium.
Wirklich endlich die Vorteile beider Welten ohne einen einzigen Nachteil in Kauf zu nehmen.
Und obendrein hat sie reichlich Leistung für den Hausgebrauch und knickt bei hohen Lautstärken nicht ein, oder schaltet ab, wie die meisten mir bekannten amps.
Dann auch noch perfekt laststabil - das ist eigentlich alles zu schön um wahr zu sein - und zwicke ich mich immer wieder, ob ich das nicht nur träume.
Von daher ist es wirklich so, daß man die Proxium nicht so wirklich mit anderen Produkten vergleichen kann oder mag - weil es irgendwie was ganz Neues ist.
Viel Spaß weiterhin, Trivium sollte ich auch mal wieder hören!
Meine Katze ist schon 10 Jahre alt und arbeitet noch analog als Verbrenner auf Milchbasis!

