Morjen Thomas,
ich kann dir jetzt schon versprechen, daß ein Verschluß eines Bassrohres zwar den Bass auf der Abstimmfrequenz um 3 db absenkt, aber ob diese zufällig mit deiner Raummode zusammenfällt weiß man nicht, daher ist der Zugewinn fraglich -
erschwerend kommt hinzu, das wirst du ohne geübtes Gehör oder Meßequipment erst beim langzeithören in ein paar Tagen feststellen - verändert diese Maßnahme bis zur Übergangsfrequenz auf den Hochtöner hin den Mittenbereich - und macht den Lautsprecher in diesem Bereich gefühlt etwas "lahmer" während der Bass etwas "schneller" empfunden wird.
Man könnte die Vestlyd wahrscheins mit wenigen Handgriffen ohne Nebenwirkungen mit einem EQ wie den BSS 966 Opal in dein Zimmer integrieren, indem man gezielt nur die Frequenz cuttet, die in deinem Raum zu Problemen führt.
Zwar kann man da nur bis minus 15 db eingeben, aber das reicht in 99% der Fälle für ne Mode aus.
In der Regel liegen die Überhöhungen bei ca. 20-25 db - es sei denn, man hat einen quadratischen Raum, da könnens mehr werden.
Und das Ohr nimmt Überhöhungen von bis zu 10 db normal sogar sehr dankbar an, da mit sinkender Frequenz die Wahrnehmungsschwelle sinkt.
Wir können nicht linear hören -(zum Glück - Musik in geschlossenen Räumen wäre sonst eine Qual).
Es gibt mittlerweile auch sehr günstig so digitale Basscutter - mir fällt nur gerade nicht ein, wie die heißen - mit denen kann man ausschließlich den Bassbereich bearbeiten und Moden entfernen, die sind noch besser, als alte analoge EQs, wenn man nur dort was angehen will.
Den Superhochtöner würdest du auch nicht brauchen -wenn du mit einem EQ wie den BSS einfach mit dem generellen Höhenregler 3 db draufgibts, die Wirkung von deinem Superhochtöner liegt bei 3-6 db - das geht mit dem EQ über 10 khz mit einem Regler zu machen
Macht gerade bei Koaxen Sinn, da es im Hochton je nach Hörentfernung - wir experimentierten da früher mit Florat und der Tannoy Glenair -
durch den Basstreiber und die Zusammenwirkung zu Teilauslöschungen kommen kann. Damals optimierten Florat und Cay-Uwe meine Weiche und nahmen die bei Florat im Werk 1 Meter vor der Box ab - alles bestens - bei mir auf 5 Meter war dann der Hochton ab 8 khz massiv abgesenkt und konnten wir so nicht lassen.
Mit Bassrohr verstopfen kenne ich absolut niemanden, der dauerhaft einparkte - da war in jedem Fall nach einigen Wochen Schluß mit lustig , meistens schon nach ein paar Tagen.
Ich bin da selbst schon oft genug drauf reingefallen - trotz geschulten Gehör.
Das letzte Mal bei der Wharfedale Linton Anni, wo der Gerd und ich sogar Messungen machten und zu passen schien, wie Arsch auf Eimer -
ja klar, wenn man die Pferdescheuklappe aufhat und nur den Bass im Ohr sieht - paßte das mit minus 6 db wirklich klasse auf 40 hz -
aber als ich dann TV schaute und die Stimmen wie aus ner hohlen Schüssel tönten - war der Spaß vorbei, auch wenn der Bass richtig geil auf den Punkt knallte,
ich war ganz schnell wieder mit dem EQ unterwegs.
Selbige Erlebnisse hatte ich beispielsweise auch mit der Tannoy DC 10 T - die einfach untenrum zu viel Power für meinen damals großen Kellerraum besaß - wo selbst Westminster und Kingdom super liefen!!!!!! - die DC 10 hingegen semmelte alles kurz und klein, wenn mal Hans Zimmer oder so lief - bei Rock war das ja geil..........
also mit den Bassrohren experimentiert - konntest du knicken!
Ende vom Lied, ich verkaufte die Dinger schweren Herzens wieder, weil ansonsten für Rock ein Traum gewesen.
Ich hatte damals sogar Kontakt mit dem Werk, die bestätigten mir klar, daß das so einfach nicht geht und andere Frequenzbereiche massiv beeinflußt.
Na ja, und damals hielt ich EQ noch für "böse" und darf man ja nicht

Bin da noch mit der Hirnwäsche aus den High End Foren durchs Leben gerannt, dabei hatten Hersteller wie Accuphase das damals schon erkannt und High End EQ s für 15.000 Mark oder Euro? angeboten......