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Schallplattenkauf über Discogs - Einmal und nie wieder!!
#1
Hallo Leute,
ich möchte hier mal meine Erfahrung zum Schallplattenkauf über Discogs zum Besten geben.

Ich hatte eine Schallplatte bei einem Händler aus Essen geordert. Meine Wahl fiel auf ihn, da er bei 18000 Bewertungen 100% positiv bewerte wurde, was eigentlich ja für sich spricht!
Die Schallplatte und Cover wurden beide als NM oder M- im Grading angegeben.
Soweit alles gut, Kaufabwicklung problemlos und recht schnelle Lieferung, also alles im grünen Bereich!
Platte ausgepackt und Cover war schon vergilbt ( war von Anfang der 80er Jahre) und an einer Stelle angestoßen. Für mich zunächst kein Problem, da es bei mir ja um die Platte an sich geht. Originalbeigaben waren nicht vorhanden, genau so wenig wie die original Innenhülle. Auch kein Problem für mich, denn es geht mir primär um die Schallplatte und es war in dem Angebot auch nicht angegeben. Die nicht originale Innenhülle schien wohl auch aus der Zeit zu sein, weil ziemlich verranzt mit gelben Flecken, aber, wie gesagt, es geht um die Platte und nicht ums Beiwerk. Platte selbst ohne Kratzer, aber teils Partikel und Staub drauf. Beim Abspielen natürlich Knistern und Knackser! Und da hört meine Gutmütigkeit auf!
Was denken sich diese Händler eigentlich?? Verschicken im Grunde genommen Flohmarktware und deklarieren sie als Near Mint!
Ich war ziemlich angefressen, hatte die Sache abgehakt undals Erfahrung verbucht, aber eine neutrale Bewertung mit der Zustandsbeschreibung hinterlassen. 
Einige Tage später bekam ich dann eine Nachricht vom Verkäufer, der sich dann als die Witwe des Händlers zu erkennen gab, mit der Info, dass sie den Shop weiterführe und davon lebe, sich nicht so gut auskennt und sie mich inständigst bitte doch die Bewertung zurückzunehmen. Außerdem würde sie nur noch original verpackte Ware verkaufen, meine Schallplatte hatte noch ihr Mann eingestellt.
Sie wäre ja außerdem verpflichtet die Platte zurückzunehmen und ich könne sie einfach an die angegebene Adresse zurückschicken. Ok, daran hatte ich zwar nicht gedacht, aber wenn dem so ist, warum nicht. Ich fragte, ob die Versandkosten übernommen würden, worauf sie etwas von Gutschein schrieb und rumdruckste. Es ging mehrmals hin und her bis ich eine definitive Aussage darüber einforderte! Sie schrieb dann nein, denn sie würde sich an EU Recht halten. Und ich sollte doch bitte so schnell wie möglich meine Bewertung zurücknehmen. Ich schrieb ihr, sobald ich mein Geld zurück hätte würde ich das tun. Woraufhin sie mich wegen Erpressung bei Discogs melden wollte! Jedenfalls hatte ich keinen Nerv mehr und schickte die Platte zurück und löschte meine Bewertung. Platte wurde dann geliefert aber keine Rückerstattung. 1. Nachfrage keine Antwort. 2. Nachfrage (wurde von meinem Tablet versehentlich 2 mal verschickt) wurde prompt beantwortet, dass ich nicht mehrfach schreiben solle, sonst würde sie Discogs informieren. Geld wurde zurücküberwiesen, natürlich ohne Kosten des Hin- und Rückversands. Ich schrieb ihr dann noch, dass mein Tablet meine Nachfrage 2 mal verschickt habe, was man allerdings hätte erkennen können und dass sie, statt dankbar für die Rücknahme meiner Bewertung zu sein auch noch patzig wird. Antwort ihrerseits, ich hätte sowohl vom Grading, als überhaupt vom Leben keine Ahnung!

Ehrlich gesagt bin ich sprachlos, was sich Leute herausnehmen, die offensichtlich selbst keine Ahnung haben wie man ein Geschäft führt und heillos überfordert sind.

Mein Fehler war sicherlich, dass ich vor der Bewertung mit dem Verkäufer kätte Kontakt aufnehmen sollen, wer weiß wie das dann gelaufen wäre. Aber Versandkosten bei falsch deklarierter Ware trägt immer noch der Verkäufer, oder sehe ich das falsch??

So soweit zur Frustbewältigung und der Gewissheit, Schallplatten keinesfalls mehr über Discogs zu kaufen, sondern nur noch, wenn ich sie selbst zuvor begutachten kann!

LG,

Horst
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#2
Hi Horbus,

dass ist voll Kacke wenn einem so dreist mitgespielt wird. Ich habe schon öfter Vinyl mit einem Grading NM und M- bestellt, sowohl in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Österreicht. Ich bekam immer die angegebene Ware oder sogar vom Grading besser und noch dazu gereinigt.

Bei CD Bestellungen hatte ich nur einemal Pech als ich bei einem Betrüger in Bulgarien bestellte der die CD als Nagelneu angegeben war, nur war die auf der Abspielseite total verkratzt und dann noch eine unoffizielle russische Pressung die laut AGBs von Discogs nicht verkauft werden darf.

Aber wo kein Kläger da kein Richter, ich hab dem eine Miese Bewertung verpasst woraufhin er mir einige Monate später mit einer Bewertung eine reingewürgt hat. Damit kann ich Leben das ich von Hundert Käuferbewertungen nur eine Miese drin habe, kann jeder sehen und sollte mehr als nur Verdächtig sein was der Depp macht, da er nicht wirklich gut nach mir bewertet wurde.

Ich an deiner Stelle würde den Spieß umdrehen und diese*n Verkäufer*in bei Discogs melden und was die alles für das löschen einer schlechten Bewertung unternommen hat mit der Epressung das sie dich wegen Erpressung bei Discogs melden würde, da du nur auf dein Recht bestanden hast, egal ob DE oder EU, da der Verkäufer (und ich gehe mal davon aus das du auch aus DE bist) der Verkauf unter das DE Fernabsatzgesetz fällt und du ohne Angabe von Gründen binnen 14 Tagen vom Kauf zurücktreten kannst. Falls ich da was Falsch interpretiere und sich rechtlich jemand besser auskennt bitte ich mich zu berichtigen.




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Ob du ein König bist, oder ein ganz kleiner Mann, früher oder später tanzt du mit dem Sensenmann!   Zunge

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#3
Falls ihre Story mit dem verstorbenen Mann stimmt und sie ja selbst zugegeben hat, sich mit dem Geschäft noch nicht so auszukennen, finde ich es schon unverschämt Kunden Unkenntnis vorzuwerfen. Das mit der eigenen Unkenntnis scheint ja zu stimmen, aber dann sollte man etwas zurückhaltender sein. Vor allem zuerst superfreundlich um die Bewertung gelöscht zu bekommen und wenn es nicht so klappt, wie man es will, wird man beleidigend. Typisch für viele Frauen, wie ich im Leben kennengelernt habe. Habe selbst so jemanden in der Familie, auch selbständig. Weiß eigentlich nichts, aber trotzdem besser als die anderen und Kunden sind eh nur lästig  Kicher

Na ja, ich habe mit dem Fall abgeschlossen und halte mich von der Plattform diesbezüglich fern. Kaufe eh so gut wie keine LP's mehr.
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#4
(20.11.2024, 15:24)Horbus schrieb: Hallo Leute,
ich möchte hier mal meine Erfahrung zum Schallplattenkauf über Discogs zum Besten geben.

Ich hatte eine Schallplatte bei einem Händler aus Essen geordert. Meine Wahl fiel auf ihn, da er bei 18000 Bewertungen 100% positiv bewerte wurde, was eigentlich ja für sich spricht!

Horst

Hi Horst, sind diese 18000 Bewertungen auf Discogs zu sehen ? Bez. Bewertungen zeigt mir Trustpilot jedoch eine andere Sichtweise:

https://de.trustpilot.com/review/www.discogs.com
Gruß
Mustafa
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#5
Hallo Mustafa,

ja die Bewertungen sind auf Discogs und beziehen sich auf diesen Händler aus Essen.

Die Bewertungen für die Plattform Discogs selbst bei Trustpilot sind ja erschreckend!

Hätte ich jetzt nicht gedacht, habe aber nie deren Seriosität angezweifelt. Gut, die Plattform selbst ist seriös, aber die halten sich so weit es geht raus und verkaufen auch nichts.

Eigentlich nutze ich Discogs eher als Datenbank, da dort fast alle Musikveröffentlichungen gelistet sind man Infos benötigt.

LG,

Horst
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#6
Moin Horst , tut mir leid das du an ein schwarzes Schaf geraten bist bei Discogs , die gibt es überall .

Ich handle jetzt seit gut drei Jahren über Discogs und bis jetzt ist meine Weste noch weiß mit 211 durchweg positiven Bewertungen .

Ein paar Dinge muss man dabei schon beachten .

1) Cover werden von mir grundsätzlich nur dann als M oder NM gegradet , wenn die Platte noch neu verschweißt sprich NOS ist ,
sowie die Scheibe wie bei Gebrauchten an sich üblich ausgepackt ist , grade ich maximal VG+ .
Das tut mir nicht weh , weil der empfohlene Verkaufspreis von Discogs sowieso nur die Scheibe , nicht das Cover als Maßstab nimmt .

2) Am Anfang hab ich nach Cheap Thrill Methode gereinigt , seit Ende letzten Jahres steht ne Okki Nokki bei mir rum und selbstverständlich 
wird jede Scheibe vor dem Versand gewaschen .

3) Wenn ich beim Grading einen Bock schieße , was immer mal passieren kann , ein Kratzer ist schnell übersehen und der Kunde schreibt mich deswegen an , ist eine Rücknahme incl. Erstattung der Rücksendegebühr selbstverständlich , sowie die Scheibe wieder bei mir ist . Doof ist , über Discogs geht das nicht , man kann nur Kaufpreis incl. Versand erstatten , Rücksendegebühren muss man extra als Paypal Überweisung schicken , sowas ist mir bisher genau ein Mal in drei Jahren passiert .

4) Ist das Innencover einer Scheibe verschmutzt oder stark beschädigt , wird es gegen ein gepolstertes , neutral weißes ausgetauscht . Ist das Original Innencover beschriftet mit Text etc. wird es gesondert beigelegt egal in welchem Zustand .

5) Alle Scheiben kommen in PE Hülle , Scheibe mit Innencover wird außerhalb des Außencovers mit in die PE Hülle gepackt , hat den Grund das es selten aber auch schon erlebt passieren kann , das die Scheibe beim Transport sonst das Cover durchstößt TROTZ !! Verpackung in Luftpolsterfolie und speziellen Schallplattenkartons .

Andersherum kann man auch als Händler durchaus dank Kunden mit einem unglaublichen Anspruchsdenken und der zunehmend immer gieriger werdenden Plattform Discogs den Spaß an der Sache verlieren und auf den ist man angewiesen , denn nur vom Discogs Verkauf leben , kann man selbst in einer Dimension wie meiner , der ich als kleines Licht immerhin schon fast 6500 Titel anbiete nämlich nicht .

Das geht von der Frechheit seitens Discogs los , seit Anfang des Jahres auch 9,5 % Provision auf die Versandkosten zu erheben los , hört bei Paypal Zwang mit weiteren 2,5 % zusätzlich zu der 9,5% Provision von Discogs noch längst nicht auf , bis hin zu Kunden wie gerade diese Woche erlebt , die in Lima in Peru sitzen und sich bei 8 Scheiben die sie bestellen wollen über 22,95 € Versandkosten aufregen .
10600 Kilometer Entfernung für das Paket und dann sind 22,95 € die übrigens im Falle von Auslandsversand ( Ich versende weltweit ) gerade mal das reine Porto von DHL abdecken schon zu viel .

Da vergeht dir echt manchmal Lust und Laune .

An sich klappt es aber bei Discogs seit dem Paypal Zwang für die Kunden aber gut , Discogs interessiert da gar nicht , du zahlst via Paypal und kannst jederzeit einen Fall dort aufmachen , wenn was nicht stimmt . Von daher muss ein Händler schon ziemlich dämlich sein , um so wie bei dir zu agieren .

Die Preise sind natürlich auch ein ständiges Diskussionsthema aber auch hier hab ich als Händler dafür absolut kein Verständnis , weil die Kunden nämlich andererseits für Schnäppchen und Rabatte häufig schlicht zu bequem und zu dämlich zum lesen sind .

Du kannst es auf meiner Homepage nachlesen , ich habe 2 Internetshops , einen bei Discogs und einen bei Oldthing.de , trotzdem biete ich auf meiner Homepage auch die Mailorder an . Ist nur etwas komplizierter , Lagernummern der Scheiben in meinem Oldthing Shop notieren und sie mir direkt per Mail schicken . Du kriegst dann eine Mail von mir zurück mit einer Rechnung zum kontrollieren und meinen Kontodaten zum überweisen .
Längstens 1 Tag nach Geldeingang gehen die Sachen auf die Reise .

Keine Plattform , keine Plattformgebühren , kein Paypal , keine Paypal Gebühren und deswegen gibt es bei Mailorder bei mir 15 % Rabatt auf alle Tonträger , wenn via Mailorder und Überweisung bestellt wird . Ich hab die Kosten nicht und diese Ersparnis gebe ich zu 100% weiter .

Und nun rate mal , wie viele Kunden dies in drei Jahren genutzt haben ..............richtig NICHT EINER !!

Kann man nix bei machen , wenn den Leuten die Bestellung per Mouseclick wichtiger ist als bares Geld zu sparen ist das halt so .

Prost Bier
Gruß Klaus 
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#7
Hallo Klaus,

danke für deine Ausführungen! Mir ist natürlich bewusst, dass sich auch viele seriöse Händler dort tummeln und es vielleicht auch bei der von mir angesprochenen Händlerin um einen Ausnahmefall handelte, allerdings ihre Reaktion war ein "no go" für mich! 
Natürlich nutzen die meisten diejenigen Plattformen mit der größten Reichweite, das wird dann natürlich ggü. dem Händler auch ausgenutzt, s.a. Amazon Marketplace. 
Was du schilderst, wie du deine Platten gradest und behandelst ist eher die Ausnahme, weil entspringt der Liebhaberei und auch ehrlichem Geschäftsgebaren, wohingegen für viele es einfach nur eine Ware zum "Geschäfte machen" ist, was durch jedes andere x-beliebige Produkt ausgetauscht werden kann. 
Wenn überhaupt noch, besorge ich mir meine Platten vom Flohmarkt, dann ist die Erwartung niedrig genug um nicht enttäuscht zu werden Smile
LG,

Horst
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#8
Moin Horst , so ein Verhalten wie man dir gegenüber an den Tag gelegt hat ist auch ein No-Go .

Ein einfacher Tipp um bei Discogs stressfrei zu handeln ist einfach der , such dir vergleichsweise kleine gewerbliche Anbieter wie mich zum Beispiel :-)) und kauf bei denen .

Spaß beiseite , das hat einfach den konkreten Grund , das man sich als kleinerer Händler so ein Verhalten nicht leisten kann , bei einem Shop mit 18000 Bewertungen sieht das ganz anders aus , was an der Funktion des Bewertungssystems liegt . Sich mit 18000 Bewertungen mal eine negative einzufangen fällt kaum auf , weil es prozentual kaum was ausmacht .
Wenn ich mir mit meinen bislang kurz über 200 Bewertungen sowas einfange , dann tut das weh und schlägt mit Pech sofort auf die Verkaufszahlen durch , ein Account ist dann schnell verbrannt . 

Dazu kommt , wer heute seriös mit gebrauchten Tonträgern handeln möchte ist auf Discogs zu 100% angewiesen , weil diese Plattform eine Monopolstellung inne hat , was die seriöse Preisfindung von Tonträgern angeht . Nur auf Discogs bekommst du beim einstellen einen Preis vorgeschlagen , der auf den Verkaufsverläufen der letzten Jahre bezogen auf dein Exemplar im angegebenen Grading basiert .
Wenn du diese Informationen nicht hast , machst du reine Phantasie und Mondpreise ohne seriöse Grundlage .

Richtig muss man selbst bei Discogs trotzdem aufpassen was man tut , weil selbst deren System zur Preisfindung von schwarzen Schafen manipuliert werden kann , wer richtig hinschaut bemerkt solche Fälle aber recht einfach . Aufpassen muss man dann , wenn eine Scheibe normal Minimum für 5 € , Durchschnitt für 10 € und beim Höchstpreis plötzlich für 50 € angeblich gehandelt wird .
Dazu kann man sich den Verkaufsverlauf bei Discogs im Detail anschauen und wird in so einem Fall meist feststellen , das dieser Höchstpreis nur ein Mal erzielt wurde , nämlich dann wenn Händler sich Scheiben nach Absprache gegenseitig verkaufen um den Preis zu treiben .

Sowas ist aber vergleichsweise selten , im Regelfall kommt man mit dem Discogs System der Preisvorschläge sehr gut klar .

Was mir wirklich sauer aufstößt ist dein Satz das viele Händler ihre Produkte ohne persönlichen Bezug als austauschbare Ware betrachten , versteh mich nicht falsch , das ist kein Vorwurf sondern für mich einfach bitter zu lesen , weil diese Einstellung Händler versus Kunden absolut dem widerspricht , was ich unter Handel verstehe , der basiert für mich nämlich auf einem gesunden Miteinander .

Die Haltung die du dabei beschreibst kann man vielleicht an den Tag legen , wenn man Luftballons oder Gummibärchen verkauft , sprich ganz einfache Produkte ohne jeglichen Erklärungsbedarf .
Im Handel mit Tonträgern kannst du so nicht agieren , dann hast du von vorne herein verloren .
Bei jeder Erklärungs und Beratungs intensiven Geschichte und da gehören alle Produkte dazu , spätestens dann wenn Sammler und Liebhaber mit auf den Plan treten , stehst du als Händler zu 100% hinter deinen Produkten und beschäftigst dich intensiv mit der Materie oder du kannst es gleich lassen . 

Ein Händler der merklich zu dem was er verkaufen will keinen Bezug hat , wird berechtigt von seinen Kunden innerhalb kürzester Zeit nicht mehr für voll genommen und dann kann man einpacken .

Auch aus diesem Grund verkneife ich mir ja den reinen Online Verkauf und lass heute wie an jedem Freitag bei mir Leute in mein kleines Reich , einfach auch weil Schallplatten und Onlinehandel sich prinzipiell ein wenig beißen . Der typische Schallplattenkäufer möchte stöbern , die Scheiben in der Hand halten , sie anschauen und bei Gefallen mitnehmen . Das haptische Erlebnis Schallplatte ist einer DER Gründe , warum sich dieses Medium trotz technischer Unterlegenheit überhaupt derart hartnäckig am Markt behaupten kann .

Und für mich ist das auch nett , von 11-17 Uhr ist Freitags eben Garage Rock bei mir angesagt , seit einem Jahr mache ich das zusätzlich zu den Online Shops und wenn ich mittlerweile in einem 900 Seelen Dorf in der Dithmarscher Pampa auf Kunden verweisen kann , die selbst aus Hamburg , Kiel oder Lübeck zu mir kommen , dann muss ich schon so einiges richtig machen :-))

Wichtig ist mir dabei auch immer , den Kunden zu verdeutlichen , was da eigentlich hinter steckt , wenn man mit gebrauchten Tonträgern handelt .
Gerade wenn man wie ich eine One Man Show ist , die vom Einkauf über das einpflegen ins Net bis zum Verkauf vor Ort samt Buchführung alles alleine macht und ganz nebenbei auch noch handgefertigte Holz Produkte sowie gebrauchtes Hifi verkauft , ist das eine Sache mit der du nie reich werden wirst und die einen mörderischen Aufwand bedeutet .

Ohne Liebe und Leidenschaft zu dem was man da macht , hält man das nicht lange durch .

Die Ehrlichkeit , die du bei mir erwähnst ist übrigens in Wirklichkeit reine Faulheit , fängst du an zu betrügen und rum zu spinnen , wird dein Leben innerhalb von kürzester Zeit ziemlich kompliziert , weil du ständig drauf achten musst , dich nicht zu verhaspeln .

Ehrlichkeit ist da viel einfacher  Big Grin
Gruß Klaus 
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