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Frage:Unterschiede bei Datenkabelversionen?
#1
Morjen morjen,

es wäre schön, wenn zu dem Thema jemand mehr wüßte, weil ich völlig verwirrt bin.

Bei Musiksignalen stellten wir ja immer wieder fest, daß die hörbaren Unterschiede zwischen Kabeln meßtechnisch meist gar nicht oder nur homöopathisch und meist erst bei Überlängen meßbar sind.

Wie aber ist das bei Datenkabeln?

Warum bringen die alle Ritt neue Lan Kabel raus mit Cat 5, Cat 5 e, Cat 7, Cat 8 usw.
und ordnen jedem Kabel zu wieviel an Daten da wie schnell durchpaßt, sonst soll es nicht funzen.

Ich frage, weil ich hier im Haus von Cat 5 e auf Cat 7 umgestiegen bin und beim besten Willen keine Unterschiede merke - auch nicht in Leitungsgeschwindigkeitstests und das auf 20 Meter!

Und warum macht man ein Riesengeschiß bei Lautsprecherkabeln, wo richtig Strom durchfließt, wenn die mal länger als 5 Meter werden sollen und ein Lan Kabel darf 100 Meter lang sein?

Und was macht ein Lan Kabel denn aus, wenn von der Hausdose bis zur Fritzbox Telefonkabel von 1973 liegt und in der Straße und auch über Grundstück am Haus der Kram von 1973 drin sitzt?

Ist  das alles nur Geldmacherei und Verarsche, oder macht das wirklich was aus?

Ich frage da, weil ich in letzter Zeit massive Probleme mit multiblen Ursachen mit dem Internet hatte und 1 und 1 die Telekom ins Haus schickten für Messungen vor Ort an Verteilerpunkten, Hausanschluß und im Haus und nix feststellen konnten, der Telekommitarbeiter aber meinte, ich müsse die 1973er Telefonleitung von Fritz Box zu Hausanschluß durch mindestens Cat 5 e ersetzen.

Das würde bedeuten, einmal das ganze Haus aufzureißen und neu zu tapezieren!

Ich stellte fest, die Fritz Box zeigt einen Dämpfungsfaktor der Zuleitung von 27 fest, der Wert sagt mir aber nix und ich weiß nicht, wie das bei anderen Leuts ausschaut.

Ich selbst konnte mir bei meiner 16er Internetleitung nicht vorstellen, daß dies die Ursache für meine Probleme war und suchte weiter hartnäckig.

Tatsächlich hatte aber meine Fritz Box 7590 AX einen Defekt und wurde von AVM getauscht - zum Glück hatte ich noch meine Uralt Fritzbox 7362 - mit der ich gegenchecken und den Defekt nachweisen konnte !

Danach kam es mit der neuen Box zu anderen Voodoofehlern - aber nur meinen alten Laptop betreffend, der sich immer wieder mal ne Minute aus dem Netz klinkte.

Auch hier fand ich die Ursache - Flugverkehr - die Fritz Box schaltet dann unter Ereignisse von 5ghz auf 2,4 ghz und einen anderen Kanal und mein PC hat noch nicht irgendso ein Protokoll, wo das klaglos hinnimmt, der schaltet dann einen Moment die Verbindung ab und baut neu auf.

Dann lief eigentlich alles - aber es blieb ein Glücksspiel auf was die Fritz Box nachts die Geräte einstellte und verteilte von wegen 5 ghz und 2,4 ghz - beispielsweise erhielten meine Geräte im Keller oftmals 5 ghz - und da reichte der Empfang an den dortigen Repeater nicht aus ! Und den Repeater noch näher an die Fritz Box bringen, ging nicht, der war Luftlinie eh nur 1,5 Meter weg, aber das Mauerwerk dick.

Bei 2,4 ghz hatte ich da locker 20 db !!!!!! mehr Signal!

Also ließ ich mir von 1 und 1 die Fritzbox zwangsweise und dauerhaft auf 2,4 ghz einstellen.

Problem gelöst? Ja und nein - ein Raum im Keller bleibt übrig, wo der Empfang stark schwankt und das digitale Rauschen nur 12 db unter dem Nutzsignal liegt - ein Witz.

ALso wieder 13 Meter HDMI Leine an den Firestick und diesen in den Flur - einen Meter vor den Repeater geschmissen - bringt eine Signalverbesserung von minus 67 auf minus 40 db und verbessert den Rauschabstand von 12 db auf 24 db.

Jetzt läuft alles.

Hätte ich auf den Telekom Mitarbeiter gehört, den mir 1 und 1 ins Haus schickten -so hätte ich das ganze Haus aufgerissen und mit Sicherheit noch vor denselben Problemen gestanden!

Mal abgesehen von zigtausenden von Euros an Kosten für Handwerker!

Gestern habe ich mir nun noch das Teil hier bestellt, mal gespannt, was mich da erwartet:

https://www.amazon.de/TP-Link-TL-SG105-M...MXBDK?th=1

Die Idee ist folgende:

Mein TV im Wohnzimmer betreibe ich über Fire Stick, dieser wiederum ist direkt über einen Lan Adapter an 20 Meter Lan angeschlossen, da das stabiler läuft wie über Funke und Repeater.

Ich komme da einfach auf ne etwas bessere Bandbreite.

Mediatheken Material sieht aber beim ZDF besser über die TV eigene App aus, weil ich da die Qualität auf UHD schalten kann.

Also muß ich das Lan Kabel dann vom Firestick umstecken auf den TV, was lästig ist.

Mit so einem Kasten könnte ich TV und Firestick dranhängen und der schaltet durch, was ich gerade benutze ohne daß ich einen Knopf switchen muß - so 2 Kanal switches gibt es auch zu kaufen! Die brauchen dann keinen Strom, sollen aber Bandbreite limitieren laut Beurteilungen.

Außerdem, wenn ich im Wohnzimmer Musik streame könnte ich nun meinen PC statt über Funke direkt per Lan anschließen, da ich gerade mal 2-3 Meter von der Kiste wegsitze, wo ich es einstöpseln kann.

Nun hat meine Frau hier kistenweise Lan Kabel von 1-3 Meter rumfliegen - in zig Versionen, die neuesten davon sind Cat 5 e - die ältesten, sind megadick und nicht mal Cat und bestimmt mehr als 20, wenn nicht 30 Jahre alt.

Bevor ich mir weitere Cat 7 Kabel bestelle wollte ich erstmal probieren, ob das überhaupt funktioniert - und ich denke, das müßte gehen, letztlich liegt vor und am und im Haus zur Fritzbox 50 Jahre alter Kram!

Da fragt mich, wenn die das kilometerweise da durch zum und ins Haus packen, was es hier für Unterschiede machen soll, wenn ich auf die letzten paar Meter Lan schieß mich tot an die Fritz Box knalle? Oder mache ich da irgendwo einen Denkfehler, ich kenne mich da nicht aus!

Huh
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#2
CAT5 bis 7 bezeichnet nur die sicher und störungsfreien Datentransferrate und die ist vom Kabelaufbau mitbestimmt. Da geht es aber nicht um Kupfergüte sondern um das Dielektrikum, die Schirmung und weitere elektrische die Dämpfung bestimmende Eigenschaften.

Da auf so einem LAN Kabel aber nur digitale Daten transportiert werden kann das keine klanglichen Auswirkungen haben. Würde der Empfänger  erkennen dass das Datenpaket nicht vollständig ist würde das Netzwerkprotokoll nämloch das ganze Paket wegwerfen und neu anfordern.
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#3
(06.11.2023, 09:16)Don_Camillo schrieb: CAT5 bis 7 bezeichnet nur die sicher und störungsfreien Datentransferrate und die ist vom Kabelaufbau mitbestimmt. Da geht es aber nicht um Kupfergüte sondern um das Dielektrikum, die Schirmung und weitere elektrische die Dämpfung bestimmende Eigenschaften.

Da auf so einem LAN Kabel aber nur digitale Daten transportiert werden kann das keine klanglichen Auswirkungen haben. Würde der Empfänger  erkennen dass das Datenpaket nicht vollständig ist würde das Netzwerkprotokoll nämloch das ganze Paket wegwerfen und neu anfordern.

Morjen Rolf,

das mit den Datenpaketen habe ich auch so in Erinnerung, was mir mal der Entwickler meines Wandlers erzählte.

Ist eigentlich nicht das, was ich mich frage - schau - lies nochmal meinen Beitrag -

ich frag mich -

wie sollen die letzten Meter High End Lan Version schieß mich tot was bringen- wenn auf der Straße zum Haus und im Haus bis an die Fritz Box alter Telefonkrempel von 1973 liegt? Was die Telekom da erzählt gibt für mich keinen Schuh.

Aber ich erlebte ja auch bei Stromkabel - daß der letzte Meter vor der Anlage manchmal so stark was ausmacht - daß man sogar Unterschiede hören kann (auch im Blindtest) oder aber sich gar Störungen wie Brummen oder Spratzeln ergeben - von daher bin ich da offen für alles. Ist genauso doof - weil da liegt zig Kilometer Krempel bis vor die Steckdose und am letzten Meter geht dann der Streß losSmile

Warum dürfen Lan Kabel 100 Meter lang sein - während man bei HDMI Kabel ab 10 Meter einen Repeater, bei USB Kabel schon ab 5 Meter einen Repeater braucht, sonst kommt es zu Abstürzen, wie ich schmerzhaft bei USB auf 8 Meter selbst erlebte und dann mit Repeater arbeitete. Bei Stromkabel sind mir sogar gar keine funktionseinschränkenden Längenmaße bekannt.

Daß es bei den ganzen Lan Billigkabeln nicht um Kupfergüte gehen kann, ist mir auch klar - das Zeug kostet ja fast gar nichts!
Hab für 20 Meter Cat 7 allenfalls 20 Euro oder so gezahlt.

Wie jedoch Schirmung, Dielektrikum usw. das Signal beeinflussen - wie von dir geschildert - glaube ich dir gerne - sprengt aber meine Vorstellungskraft, was da passiert im Kabel - evtl. kannst du da e bissel mehr erklären und mich aufschlauen.

Keine Ahnung
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#4
hi werner,
du solltest dich nicht drum kümmern was in der strasse liegt, das ist völlig unerheblich. relevant ist, was bei aus der wand kommt. wenn die telekom in der strasse was ändert, dann nur um vielleicht auf ne andere technik umzustellen (ist auch nicht relevant für dich), um mehr bandbreite anbieten zu können, mehr endnutzer ans gleiche kabel zu bringen. ein für deine "geschwindigkeit" geeignetes/erforderliches kabel und gut is.
das schöne an dem digital kram ist ja, daß schnittstellen, protokolle, hardware, ect. alles wohl definiert ist. damit gibt es kaum raum für "bessere oder schlechtere" kabel. ich meine hier natürlich nicht z.b. hdmi kabel die im grenzbereich ihrer specs betrieben werden (wie alte hdmi kabel für echte 8k auflösung). anpassungprobleme wie bei cinch hat man da gar nicht sofern man die specs einhält.
das mit lan und hdmi kabel längen hat mit den grundfrequenzen zu tun die diese völlig unterschiedlichen übertragungsprotokolle fahren. bei lan cat 7 können es z.b. bis 500 oder 600MHz sein (genau weiß ich es nicht mehr) und 100m, cat 7 kabel sind eben elektrisch/mechanisch so aufgebaut das die das bringen. mit cat7 bis du auch in weiterer zukunft mehr als ausreichend aufgestellt.
bei hdmi geht der übertragungstakt bis in den unteren zweistelligen GHz bereich. deswegen auch kürzere max. länge (mal unabhängig vom völlig unterschiedlichen aufbau und protokoll).
-----------------------
vg tg
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#5
Hallo Werner

Ok  dann war ich nicht deutlich genug. Solange das digitale Kabel die Spezifikation erfüllt fügt es keinerlei Änderung dem transportierten Datenpaket bei. Es spielt also auch eigentlich keinerlei Rolle in der Datenübertragung. High End LAN Kabel ist eine Marketingerfindung um Highendern das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Ich würde mich also sinnvollere Themen zuwenden
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#6
Es geht hier weiter --

gestern am Sonntag nachmittag diese Kiste bestellt, um im Wohnzimmer mehrere Geräte an ein lan Kabel zu kriegen- heute mittag um 13 Uhr schon angekommen:

https://www.amazon.de/TP-Link-TL-SG105-M...MXBDK?th=1

TV direkt und Firestick funzen -

aber der PC mit Windows 10 an Lan funzt nicht -

da wird gesagt - unbekanntes Internet verbunden -

Problembehebung meint, es fehlen gültige IP Adressen -

also in der Fritz Box nachgesehen -

und die IP Adresse meines Desktops notiert -

das reicht aber bei weiten nicht, was bei einer manuellen Eingabe erforderlich ist, die IP Adresse alleine wird nicht angenommen -

da werden Gateway und weiß der Geier alles verlangt -

das finde ich in der Fritz Box gar nicht, wo krieg ich denn diese Daten her?

Und die brauche ich für IPv 4 und IPv 6.

   

Eigentlich bin ich davon ausgegangen, wenn ich Wlan ausschalte, das Lan Kabel einstecke und auf automatische Adresseneinrichtung stelle, das auch funktioniert und nicht, daß das eine wissenschaftliche Abhandlung gibt.

Es ist schlichtweg zum KOTZEN!

Keine Ahnung
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#7
Was ein Tag,

bin total erschöpft nach all dem Gestecke - habs dann aufgegeben den PC über Lan laufen zu lassen, wollte das mit einer uralten Cat 5 Leitung checken, die reicht wohl für 10,3 mbs noch locker aus.

Also PC ausgemacht und TV an - und kein Internet mehr!!!!!!

Was ist denn jetzt los - Wlan läuft weiter, und Lan ist tot, wo über die Box geht.

Also Box aus und eingeschaltet und sofort war Lan wieder auf TV und auf Firestick verfügbar - hä?

Dann nochmal PC angeschmissen, Wlan auf off gestellt und Lan Kabel nochmal eingesteckt, sofort gehts!

Ein wenig auf dem Popo gerutscht und bequemer auf die Couch geflätzt und Verbindung ist wieder weg!

Ahhh - da sehe ich, der Stecker vom Lan Kabel ist im PC drinnen, aber nicht eingerastet und rastet auch nicht ein- weil der Nippel nach unten steht und dauerhaft Druck kriegt und auf offen steht.

Also PC auf Gummifüße, daß unten ein halber cm Platz ist - und das rastet ein und geht alles.

Wahrscheins hat das nicht richtig Kontakt gehabt und die ganze Box irritiert, die hinterher nix mehr fand - jetzt zig mal TV an und aus, PC hin und her - alles geht!

Uff!
Dann bestelle ich wohl jetzt besser für den PC noch ne Cat 7 Strippe in 6 Meter, daß ich die um die Couch wickeln kann und nicht im Weg ist.

Umstellen auf Wlan geht auch ruckzuck - alles prima!

Weil im Keller bin ich auf W Lan angewiesen, habe dort aber nen Repeater und lieg mit über 20 dbm mehr im Gas, als im Wohnzimmer.

OK - ich bilde mir ein, daß es über Lan geordneter und räumlicher klingt, als über Wlan - müßte da dieser Tage Blindtests machen - habt ihr so was mal probiert? Muß dazu sagen, daß ich im Wohnzimmer bei Wlan mit minus 63-minus 67 dbm unterwegs bin - das ist krass niedrig und bescheiden, der PC zeigt  aber trotzdem volles Signal an, das wundert mich schon immer.

Jetzt bitte kein Voodoo mehr - von wegen unerklärliche Fehler - davon habe ich nun genug - möge das jetzt stabil funzen, sonst hol ich echt noch die Axt raus und mach einen auf Jack Nicolson in Shining.

Kicher
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#8
(06.11.2023, 17:44)Kellerkind schrieb: OK - ich bilde mir ein, daß es über Lan geordneter und räumlicher klingt, als über Wlan

Das kann technisch nicht sein. Aber ich fange mal strukturiert an, hatte heute im Büro zu wenig Zeit.

Das Netzwerkprotokoll wurde ja von Nerds und Geeks erfunden, die das dann für das amerikanische Militär quasi noch verfeinern durften. Insofern ist im Netzwerkprotokoll schon auf die Paranoia aller bekannten Audiophilen und zukünftiger Highender nicht nur ausreichend sondern vollumfänglich eingegangen worden.  Cool

Da wird das Audiosignal sicher, zuverlässig und vollständig in ein Datenpaket verpackt, dann handeln Sender und Empfänger quasi den Übertragungsweg und das Übertragungsverfahren aus. Damit das schneller geht zerteilt hierbei der Sender das Datenpaket in kleinere Pakete, die sich schneller versenden lassen und schickt alle kleinen Pakerl und quasi eine Inhaltstabelle und eine Anleitung zum Zusammenbau der kleinen Pakerl zum ganzen Datenpaket (und natürlich quasi auch zur Extraktion des Datenpaketes um den darin befindlichen Inhalt wieder sichtbar und nutzbar zu machen) los. Der Empfänger weiß also ganz genau, welche Pakerl er benötigt, wie er diese aneinanderfügen muss und was sich im Datenpaket auch versteckt und wie er da wieder dran kommt.

Wenn der Empfänger nun auf eines der kleinen Pakerl zu lange warten muss, eines der Pakerl auf dem Weg zu ihm verloren geht oder wenn das Datenpaket oder der Inhalt aus egal welchem Grund auch immer nach dem Zusammenbau auch nur ein Jota anders aussieht, wie damals als es losgeschickt wurde, dann fordert der Empfänger das fehlende Paket oder das ganze Datenpaket einfach nochmal neu an. 

Damit kann sich auf dem Weg über die gesamte Netzwerkstrecke inkl. Internet, WAN, LAN als auch Kabel oder WLAN keine Veränderung am Datenpaket und dem darin befindlichen Inhalt einstellen/ ergeben. Es kann also auch gar nicht anders klingen.

Warum aber wird in der Spezifikation von maximalen Leitungslängen und/ oder davon gesprochen, dass ab einer bestimmten Länge ein Repeater benötigt werden würde?

Ganz einfach. Jedes Kabel weist einen Widerstand und eine resultierende eine Dämpfung auf. Das führt bei ansteigender Länge zu einem ansteigenden Widerstand des Kabels und einer immer höher werdenden Dämpfung. Damit wird das Signal auf dem Kabel im Verhältnis immer kleiner und das Rauschen welches das Signal überlagert immer größer. Im Falle der digitalen Übertragung hast Du aber nicht das Audiosignal auf der Leitung sondern das Datenpaket und auch das nennt man eben auch ein Signal.

Wenn jetzt das Rauschen irgendwann größer als das Signal wird, wird es für den Empfänger schwieriger die einzelnen Pakerl quasi zu erkennen und zuzuordnen. Das führt aber nur zu einer zeitlichen Verzögerung, weil im Netzwerkprotokoll nicht erkannte Pakete gleichbedeutend mit fehlenden Paketen sind und der Empfänger diese erneut anfordern wird. Das was Du da dann als Effekt maximal siehst, ist, dass die Übertragung abbricht oder das laden einer Webseite extrem lange dauert und Du am Ende ggf. sogar einen Timeout wie z.B. "Server nicht erreichbar" oder "Laden dauerte zu lange" erhältst. Dein Audiointerface wird auch einfach aufhören zu spielen und erst dann wieder anfangen, wenn alle Pakerl eingetroffen und das Datenpaket hat vollständig zusammengebaut werden können und das darin befindliche Audiohäppchen vollständig und wirklich bitgenau (als 1:1 wie eingepackt) hat ausgepackt werden können.

Deshalb und eben genau nur wegen dieser Dämpfung und um die Kommunikation reibungslos abwickeln zu können empfiehlt die Spezifikation einen Repeater ab bestimmten Kabellängen oder begrenzt die maximal Kabellänge auf x Meter. Und dabei ist es sogar vollkommen egal welches Protokoll und welche Technologie da genutzt wird, es macht also eigentlich keinen Unterscheid ob Du Dir LAN USB oder HDMI ansiehst und sofern alle Bestandteile des Übertragungsweges innerhalb der Spezifikation liegen. 

Das ist jetzt die simplifizierte technische Sicht auf das Thema digitale Übertragung und deren Verkabelung. Technisch kommt also immer eine exakte, bitgenaue 1:1 Kopie raus. Warum aber werden da so häufig irgendwelche Unterschiede berichtet? Ja, das ist nun mal die Psychoakustik

P.S.: 

Wäre z.B. auf einem HDMI Kabel die Dämpfung zu hoch, dann würde das Kabel ganz einfach nicht der Spezifikation entsprechen. Und ja, dann könnte man einen Unterschied in Bildschärfe oder Bildtiefe oder Farben erkennen. Aber wichtig ist hierbei zu verstehen, dass das Kabel dann ganz einfach nicht innerhalb der Spezifikation ist und deshalb auch gleichzeitig ganz einfach als untauglich angesehen werden muss. Und ja natürlich hat das (nicht in der Spezifikation und untauglich) was mit Kabelaufbau, Materialien und Produktionskosten zu tun und sagt, je billiger das Kabel, desto eher wird es die Spezifikation wahrscheinlich nicht erfüllen. Das bedeutet aber eben gerade nicht, dass jedes teurere Kabel automatisch besser wäre oder die Spezifikation erfüllen würde.
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#9
Einfach mal so ein Gedankenspiel was ich mal im KK Forum mal erwähnte. Wenn verschiedene Digitalkabel Unterschiede im Datentransfer aufweisen würden so müssten doch z.B. eMail Nachrichten mit Lücken bzw. Leerstellen behaftet sein. Ist aber nicht so: die Buchstaben sind komplett in der richtigen Reihenfolge ohne irgendwelche Fehlstellen. Warum also sollten Digitalkabel für Audioanwendungen Unterschiede in der Informationsübertragung und somit im Klangbild aufweisen ?
Gruß
Mustafa
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#10
(06.11.2023, 20:51)tripath-test schrieb: Einfach mal so ein Gedankenspiel was ich mal im KK Forum mal erwähnte. Wenn verschiedene Digitalkabel Unterschiede im Datentransfer aufweisen würden so müssten doch z.B. eMail Nachrichten mit Lücken bzw. Leerstellen behaftet sein. Ist aber nicht so: die Buchstaben sind komplett in der richtigen Reihenfolge ohne irgendwelche Fehlstellen. 

Genau. Aus "Halt, nicht hängen!" wird im Mailverkehr bei auch dem schlechtesten Kabel kein "Halt nicht, hängen!"  Big Grin
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