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Mein Ohr - Freund oder Feind ? Der Schalter im Hirn...
#1
Morjen morjen,

ich erlebe im Hifi Hobby immer wieder Sachen, die übers Ohr/Hirn irgendwie wahr genommen werden - und sich danach aber in direkten Vergleichen verblindet nicht bestätigen lassen, es ist zum Mäuse melken.

Der TG hat gerade im KK Forum im Canare Kabel Thread einen quausi umgekehrten "Blindtest" erwähnt von einem Haufen Hififans mit LS Kabeln -

den Leuten wurde erzählt, man stecke jetzt auf dieses oder jenes Kabel um und das habe klanglich die und die Eigenschaften und die hörten und bestätigten das alle -

danach wurde offengelegt, daß nicht ein einziges Mal das Kabel gewechselt wurde.

Derarte gemeine Fake Tests habe ich auch schon mit Freunden gemacht - nicht nur mit Kabeln - auch mit Netzfiltern.

In der Tat ist es so, daß nach meiner Erfahrung beim Mischen und Mastern nur ganz wenige Menschen ganzheitlich die Musik erfassen können und das Hirn wie mit einem Scheinwerfer bestimmte Dinge fokussiert und dann Anderes ausblendet, das ist wie in der Natur, wenn man sich im Dunkeln konzentriert, wo jetzt die Mücke um einen herumschwirrt und alles andere ausblendet.

Das Geräusch der Mücke wird immer stärker und besser wahrnehmbar - auch wenn diese "nicht die Lautstärke aufdreht".
Hat man die vorher nur gehört, wenn sie in unmittelbarer Ohrnähe schwirrte, so meint man die jetzt schon im Hausgang brüllen zu hörenSmile

Mir erging es nicht selten so, wenn ich abends einen Song abmischte und mich auf den Bass usw. fokussierte, daß ich am nächsten Tag feststellte, kacke, der Gesang ist jetzt zu leise!

Daher mischte ich am liebsten mit meinem Sänger zusammen ab, der sich auf den Gesang konzentrierte und immer gleich feedback gab.

4 Ohren hören mehr als 2Smile

Oder auch nicht.......

Fakt ist, wenn ich jemanden im Vorfeld sage, hör mal hin bei diesen Lautsrpechern, wie der Bass knallt oder die Geige sirrt, das automatisch beim Hören der Focus darauf verschoben wird und anderes in den Hintergrund tritt.

Das macht das Hobby nicht leichter, aber gerade das ist es , was bei uns unterschiedliche Emotionen bei Musik hervorruft -

die Wahrnehmung und der Focus.

Ich erzähle das, weil ich seit vorgestern mal wieder Opfer meiner Ohren/Hirnverbindung bin.

Durch einen Voodoofehler im Haus tut meine Anlage im Wohnzimmer plötzlich irre laut brummen, wenn ich den Wandler ausstelle und den Verstärker anlasse - beim Musik hören ist zum Glück nix -

und ich fand nach einem anstrengenden Tag Sucherei und Stöpselei heraus daß mein BSS EQ da eine offene Schleife macht-
selbst wenn er aus ist und vom Netz weg - nehme ich ihn aus der Kette raus - herrscht Totenstille.

Also programmierte ich mir gestern eine Hörkurve für die Max 1 am RME Adi 2, die den BSS imitieren soll, was dank der neuen Remote app von RME mit Echtzeitanzeige ein Kinderspiel ist.

Ich kam da zwar recht nah dran, kriege es aber nicht ganz hin (bisher) irgendwie klingt mit dem RME alles sehr zackig und konturiert und damit auch kleiner.

Da ich die Schnauze voll hatte - hab ich dann direkten AB Vergleich ohne Zeitverlust (allenfalls 2 Sekunden)gemacht  - und nun kommts - ich kann absolut keinen Unterschied zwischen dem BSS und dem RME hören - alles perfekt angeglichen -

höre ich eine Weile Solo, kommt mir der RME schneller vor und kleiner.

Hab das gestern ein paar Stunden gemacht -hin und her und hin und her - und konnte keinen Unterschied mehr hören -

heute morgen dann aufgestanden und der RME hört sich für mich an wie der BSS - als ob hätte man einen Schalter  im Hirn umgelegt.

Ich beobachte das jetzt mal weiter - muß eh bald wegen dem BSS Tests machen - ob da wieder was an Strom/Antennenanlage ist wo den Brumm verursacht.....und mal meinen dritten BSS anhängen....kann sein, daß es bei den Gewittern wieder die Masse aufm Dach von der Sat Anlage hagelte oder so......was hatte ich in dem Haus schon Voodoo mit Brumm... einmal war im Heizungskeller ein Stromkabel unter Putz verrottet - erst der vierte Elektriker, der das Haus aufklopfte fand das durch Zufall!

Was ich sagen will, man darf Menschen für unterschiedliche Höreindrücke nicht verdammen - wir rennen nicht mit Meßmikrofonen rum und unser Hirn ist beseelt! Jeder hat einen anderen Focus und ganz schnell kann man den Focus verschieben, wenn man auf jemanden einredet und was da wahrgenommen wird ist für den Hörer blanke Realität - auch wenn gar nicht geändert wurde.

Smile
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#2
Hallo Werner
Ich tue mich an anderen Anlagen immer schwer wenn ich Änderungen beurteilen soll. Ich brauche immer eine gewisse Zeit um mich darauf einzuhören und eventuell rauszufinden was meinen Ohren nicht so zusagt. Wenn alles soweit gut dann kann man auch ein Gerät oder ein Kabel wechseln. Wenn aber vorne einer steht und was erzählt und behauptet dann lass ihn halt, interessiert mich nicht.
Bei mir zu Hause ist allerdings nach spätestens 2 Stunden Schluß mit umstecken, wenn ich mich bis dahin nicht entschieden habe lasse ich die Änderung auch mal 2-3 Tage. Ist ja sowieso alles Tagesform abhängig.
Wichtig für mich ist immer als Ergebnis, bei allen Änderungen muß die Musik danach auch weiterhin noch Spaß machen und mich abholen.
Wenn nicht dann halt wieder zurück. 
Man kann sich bei diesem Hobby tagelang wunderbar im Kreis drehen oder sich verrennen, mir alles schon passiert Keine Ahnung 

Gruß
Peter
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#3
Hallo Werner,

ich höre momentan an der Eros Ultra über den RME Adi, habe dabei die M7 Monos von Goldnote als Endstufen.
Ich lass das schon ein paar Tage so laufen. 
Anfänglich konnte ich schwören, da waren Abstriche gegenüber der PA-1175.
Die M7 klangen
- mit kleinerer Bühne, 
- mit weniger konturiertem Bass,
- etwas weniger Auflösung im Hochton,
- einfache Aufnahmen kamen nicht so gut rüber

Je besser die Aufnahme, desto mehr haben mich die M7 begestert.
Wenn ich aktuell höre, ich meine, da spielt eine PA-1175, derart direkt, schnell und involvierend.
Ich höre bei verschiedenen Quellen und Eingängen am Adi noch Unterschiede, 
tendenziell habe ich den USB-Eingang als den Bringer ausgemacht.

Mir kommt es so vor, als würde das Hirn gewisse Mankos kompensieren. 
Jedenfalls ist das schon eine Ansage, was die M7 abliefern.

Und Schdefan hatte die auch bei sich am Laufen, war gar nicht begeistert an der Eros.
Ich hatte ihm gesagt, dass die meine Eros im Griff haben.
Er hat aber sicher den Stromstecker falsch herum gesteckt gehabt. 
Das hatte ich auch anfänglich, dann aber gedreht,
und Hoppla Einhaken


Und ich lasse meine Amps, Kabel, ... mehr als nur kurz dran, ich gebe denen die Zeit, mich zu überzeugen.
Sehr oft werde ich dafür belohnt gehtdoch

Übrigens hat Herr Barske in der aktuellen LP international die Ultra an einem Fezz 300B Röhrenverstärker gehabt, der Fezz war im Test.
Ist auf englisch, sehr kurz gehalten, was die Ultra betrifft, er hat später auf einen LS gewechselt, an dem der Fezz zeigen konnte, was er drauf hat.

Prost Bier
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#4
(05.09.2023, 14:59)P_Koax schrieb: Man kann sich bei diesem Hobby tagelang wunderbar im Kreis drehen oder sich verrennen, mir alles schon passiert Keine Ahnung 

Gruß
Peter

Hehe,

wem erzählst du das - das mit im Kreis rennen und Rolle vorwärts, rückwärts und seitwärts hab ich unzählige Male durch.

Wink

(05.09.2023, 16:56)Achim schrieb: Übrigens hat Herr Barske in der aktuellen LP international die Ultra an einem Fezz 300B Röhrenverstärker gehabt, der Fezz war im Test.
Ist auf englisch, sehr kurz gehalten, was die Ultra betrifft, er hat später auf einen LS gewechselt, an dem der Fezz zeigen konnte, was er drauf hat.

Prost Bier

Nabend Achim,

da blicke ich jetzt nicht durch - was meinst du mit LP International und wo kann ich das lesen?

Bisher sind wir ja auch an der Ultra mit Röhren nicht so richtig zu Potte gekommen -

du hast doch die Megasachen von Wall Audio - magst du die nicht mal checken?

Ist natürlich Futter fürn Thivan Ultra Thread.

Smile
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#5
hey werner,
yup, mit den ohren kann man nunmal nicht emotionsfrei hören. selbst wenn man die motivationalen aspekte "abschalten" könnte, würde man mit ohren nicht so wie ein mess-mike hören können. einfach schon, weil die richtcharakteristika, das material, schall leitung und -reflexionen ect anders sind. da wird echte vergleichbarkeit ne ganz diffizile sache. dann kommt noch die wirkliche hörfähigkeit bei den höhen hinzu - und ich glaube eigentlich, daß das weit mehr leute betrifft als es offen zugegeben wird - oder auch tinitus, altersbedingtes absinken der -3dB eckfrequenz der ohren.. die messmikes sind davon frei ;-)
-----------------------
vg tg
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#6
(05.09.2023, 21:15)Kellerkind schrieb:
(05.09.2023, 16:56)Achim schrieb: Übrigens hat Herr Barske in der aktuellen LP international die Ultra an einem Fezz 300B Röhrenverstärker gehabt, der Fezz war im Test.
Ist auf englisch, sehr kurz gehalten, was die Ultra betrifft, er hat später auf einen LS gewechselt, an dem der Fezz zeigen konnte, was er drauf hat.

Prost Bier

Nabend Achim,

da blicke ich jetzt nicht durch - was meinst du mit LP International und wo kann ich das lesen?

Bisher sind wir ja auch an der Ultra mit Röhren nicht so richtig zu Potte gekommen -

du hast doch die Megasachen von Wall Audio - magst du die nicht mal checken?

Ist natürlich Futter fürn Thivan Ultra Thread.

Smile

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Die LP international ist eine weitere Version der LP, die bisher 3 mal dieses Jahr erschien, zuletzt aktuell.
Ich sende dir mal was per Mail zu.

Wall Audio Monos kommen dran, wenn es wieder kühler ist.
Aktuell mag ich Geräte, die kaum Wärme abgeben.


Prost Bier
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#7
Ah,

danke Achim, alles klar, das wußte ich nicht . Ich erinnere mich, von der Stereoplay und Audio gabs auch mal so ein Sondermagazin wo alle Jahr ein paar Mal rauskam.

Lang ists her.

Ich freu mich jedenfalls für die Ultra, daß sie nen tollen Test kriegte und gewürdigt wurde.

Das mit der Hitze ist natürlich ein Argument, soweit hab ich gar  nicht mitgedacht, stimmt, draußen ist ja  wieder gut warm-
im Keller kriegte ich das gar nicht mit- hab dort immer noch kühle 20 GradSmile

Kicher
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#8
Sodele,

ich komme hier noch mal auf mein Ausgangsposting zurück - Anpassung der Max 1 über RME oder BSS mit identischen Werten aber unterschiedlichen Höreindruck - wo ich aber bei Direktumschaltung versage.

Ich zieh das hier jetzt langzeitmäßig durch seit einigen Tagen und muß definitiv sagen, der Höreindruck ist einfach vom kompletten Timing anders, wenn ich statt dem BSS den RME nutze - ich hab schon mehr zu im max 1 Thread geschrieben.

Es gibt einfach Sachen, die kriegt man bei direkten Umschalten und A/B Vergleich nicht mit - das erinnert mich, an das, was ich vor rund 15 Jahren unter anderem mal vom Charly Warnke gelesen habe - der sich unter anderem auf das Buch Das temperierte Gehirn bezog, wenn ich mich recht erinnere.

Manches kompensiert das Hirn bei einer Direktumschaltung!

Ich erinnere mich noch, daß ich damals mit Besuchern ohne deren Wissen ganz gemeine Tests machte -

ich betrieb nen dicken Esoteric Player, der mit einem Ausgang direkt in den Versärker ging und mit dem anderen Ausgang über einen SPL Vitalizer (Programm EQ) mit massiv verbogenen Signal und dann an den amp -

über FB konnte ich nun am amp knackfrei während der Wiedergabe umschalten -

keiner bemerkte, wenn ich das heimlich hin und herswitchte bei laufender Musik.

Ich selber hörte da auch nicht viel raus, obwohl ich es wußte -

wehe aber - ich ließ erst ne Weile das andere laufen und dann da selbst Stück nochmal bearbeitet.

Das alles macht es nicht einfacher für sich rauszufinden, wo es sich zu investieren lohnt und wo nicht -

da sind wir noch lange nicht bei Erwartungshaltung und Suggestion - sondern schon im Anfangsstadium an den Grenzen der Wahrnehmung und wie das Hirn arbeitet.

Tucanus brachte eben noch im Canare Thread Verfassungszustand und Gemüt mit aufs Trapez - ich kenne Leute - darunter auch meine Frau - die haben ihre Momente, da ertragen die gar keine Musik, egal was - es schmerzt.

Ich selber giere ununterbrochen nach Mucke!

Es gab Zeiten, da ließ ich im Schlafzimmer auch immer noch die ganzen Nächte eine Anlage dudeln, damit ich im Unterbewußtsein weiter in Mucke bade und tanke.

Smile
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