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Nottingham Analogue Spacedeck
#1
Hallo
Seit 2004 besitze ich einen Nottingham Analogue Spacedeck, der seit dieser Zeit problemlos seine Runden dreht.

   

Vor etlichen Jahren kreuzte ein Rega RB700 Tonarm meinen Weg und so baute ich aus Buchenholzresten ein provisorisches Tonarmboard, welches ich bis heute auch nicht mehr geändert habe. Eigentlich sollte diese Geschichte durch eine neue mit Höhenverstellung versehende Aufnahme ersetzt werden. eilt aber nicht.  Big Grin Die Tonarmhöhe wird über U-Scheiben justiert (Rega halt), funktioniert problemlos und relativ lange ist schon ein Ortofon Quintet Blue montiert mit dem ich sehr zufrieden meine Platten höre.

   

Alle paar Jahre steht mal wieder ein Lagerölwechsel an

   

Das Lageröl gehörte damals mit zum Lieferumfang
und wenn alles wieder zusammen gebaut ist, überprüfe ich die Geschwindigkeit kurz mit der Stroboscheibe.

   

Der Antriebsriemen ist noch der Orginale und ca 2x im Jahr reinige ich die Nuten am Plattenteller und Motor mit einem weichen Lappen und etwas Fensterreiniger. Dabei wird auch gleichzeitig der Antriebsriemen gereinigt
und die Riemenspannung sollte nicht zu stramm sein
Da der Antiebsmotor ja sehr schwach ausgelegt ist und man den Plattenteller anschubsen muß, ist es wichig darauf zu achten 
das der Motor bei Stillstand nicht unnötig am Riemen zuppelt, sonst kann es eventuell einen Lagerschaden am Motor geben. 
Kein Betrieb, keine Netzspannung für den Motor.   

   

Hatte mir dann nochmal eine Project Speedbox DS zugelegt, welche die Bühnendarstellung und die Auflösung nochmal etwas steigerte und man den Riemen nicht umlegen muß.
Der Antriebsmotor hat ja 230 Volt und man hört recht deutlich wo die Netzphase anliegt. Ausprobieren durch Stecker drehen  Coolist angesagt.
Obwohl der Spacedeck eine Basis aus HDF mitbringt lohnt es sich trotzdem mit der Aufstellfläche zu experimentieren. 

Der Spacearm war ja in anderen Projekten im Einsatz und wurde jetzt mal zerlegt und bekommt dann neue Tonarmkabel

   

vielleicht mache ich dann später mal einen Vergleich zwischen Spacearm und RB700

Der Spacedeck ist robust, zuverlässig eher pragmatisch als perfekt
setzt viele Sachen um die man ändert ohne gleich eine Mimose zu sein
und damit Musik hören macht einfach Spaß, war ein guter Kauf damals Smile
Gruß
Peter

Cool

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#2
Ein  Dankeschön für den ausführlichen Beitrag mit Fotos!
Grüße Michael 
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#3
Hallo Peter, @P_Koax
ich bin ja auch des öfteren zu Gast bei einem guten Spezl, der einen Notti besitzt und grundsätzlich hochzufrieden damit 
ist.
   

Vor kurzem hat sein Spacedeck einen schönen gebrauchten Jelco Arm ( als sumiko mtt gelabelt) zusätzlich zum verbauten Original Nottingham 10 Zöller bekommen.

Ich bzw auch mein Kumpel meinen daß der Jelco mit seinem Dynavector 20x5 V2 deutlich besser spielt als mit dem SpaceAce Arm.
Inzwischen ist auf dem Nottingham Arm ein Grado Sonata verbaut was sehr gut harmoniert.

Hast du schon mal ein Tausch der Innenverkabelung des SpaceAce Arms in Erwägung gezogen?
Wir meinen der Arm bringt immer eine gewisse helle Klangnote ins Geschehen ein.
Das könnte evtl ja an dem von Nottingham verwendeten Silberkabel des Arms liegen.

Grüße Thomas
-  ich meinte zu hören -  
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#4
Hallo Thomas
Mein Spacedeck wurde damals mit dem 9 Zoll Spacearm ausgeliefert.
Die Orginal Innenverkablung war im Fuß des Tonarmes mit dem Anschlußkabel verlötet.
Hatte damals die Innenverkablung durch Silberkabel ersetzt, etwas länger gelassen und mir ein kleines Cinch Terminal gebaut,
somit war ich flexibel bei den Verbindungskabeln zum Phono Pre.
Jetzt möchte ich allerdings die Geschichte mal mit einer durchgehenden Verkablung probieren,
habe es allerdings nicht eilig damit.
Gruß
Peter

Cool

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#5
@P_Koax Hallo Peter,
Wie stehst Du zu Tellerauflagen ? Aus meiner Erfahrung heraus reagiert der Gussteller sehr deutlich auf unterschiedliche Auflagen.
Mein Kumpel ist zuletzt auf Acrylplatte plus Lederauflage gelandet.
Mit der Originalen Neopren Auflage hat der Teller recht bimmelig geklungen.

Grüße Thomas
-  ich meinte zu hören -  
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#6
Hallo Thomas
Was ihr alles so hört  Big Grin
Habe mich damit nicht wirklich befasst, empfinde den Teller mit den Gummiringen auch als ausreichend bedämpft.
Außerdem ist die Tonarm Höhenverstellung nach meiner Ansicht nach zu unpräzise (schlagt mich nicht  Smile)
um die oftmals unterschiedliche Dicke der Tellermatten genau auszugleichen.
Alles halt meine Meinung
Würde bei deinem Spezi mal zwischen dem Rackboden und der NA Base mit verschiedenen Absorberfüßen oder Unterlagen experimentieren, falls vorhanden.
Meine Spacedeck steht jetzt schon seit längerer Zeit auf 6 Bfly Master, passt bei mir.

   
Gruß
Peter

Cool

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#7
(04.08.2026, 18:48)Thomas74 schrieb: @P_Koax Hallo Peter,
Wie stehst Du zu Tellerauflagen ? Aus meiner Erfahrung heraus reagiert der Gussteller sehr deutlich auf unterschiedliche Auflagen.
Mein Kumpel ist zuletzt auf Acrylplatte plus Lederauflage gelandet.
Mit der Originalen Neopren Auflage hat der Teller recht bimmelig geklungen.

Grüße Thomas

Sorry, ich möchte jetzt nicht den schönen Thread crashen, aber bist du wirklich sicher, dass man Unterschiede hört?? Ich meine wenn dem so wäre, hätte der Hersteller, der doch an so vielen Details im Laufe der Jahre gefeilt hat, dieses bemerkt und ausgemerzt. Ob ein Teller "bimmelt" bedeutet ja nicht unbedingt, dass man es auch bei der Musikwiedergabe hört. Die Psyche spielt uns da oft etwas vor, was eigentlich nicht da ist. Ich habe z.B. bei meinem Plattenspieler die mitgelieferte Filzmatte direkt gegen eine andere des Herstellers (TEAC - Washi Paper) getauscht. Der Aluteller "bimmelte" dann nicht mehr, aber ich habe es nicht getestet, weil der Grund des Tausches war ein anderer, nämlich Filzmatten neigen zu elektrostatischer Aufladung.

Was mich immer wieder bei solchen Diskussionen überrascht, dass man sich auf, aus meiner Sicht, Kleinigkeiten konzentriert, weil die ja so große Klangauswirkungen haben. Dann muß man aber auch alles anfassen. VTA ist angeblich sehr wichtig, muss dann ja bei einer anderen Matte angeglichen werden. Was ist bei unterschiedlichen Schallplattenstärken? Wird da auch bei jeder der VTA neu eingestellt? Und wenn nein, warum nicht, wenn es doch klanglich so wichtig ist?

Ich finde Schallplatte auch toll und Plattenspieler und deren Technik immer noch faszinierend und es ist auch ein schönes Hobby, jedoch dieser ganze Optimierungskult und deren vermeintliche Auswirkungen, mit all den Widersprüchen, etc., davon habe ich mich schon lange verabschiedet. Man verliert sich zu oft in Modifikationen und Neukäufen und vergisst leicht das eigentlich Wesentliche, das Musikhören! Alles andere ist Anlagenhören m.M.n. und ich war und bin teils nicht anders und spreche aus Erfahrung.
Ich gönne natürlich jedem seinen individuellen Dreher und dem Spaß daran, also bitte nicht allzu ernst nehmen Smile
LG,

Horst
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#8
(05.08.2026, 08:11)Horbus schrieb: Sorry, ich möchte jetzt nicht den schönen Thread crashen, aber bist du wirklich sicher, dass man Unterschiede hört?? Ich meine wenn dem so wäre, hätte der Hersteller, der doch an so vielen Details im Laufe der Jahre gefeilt hat, dieses bemerkt und ausgemerzt.
VTA ist angeblich sehr wichtig, muss dann ja bei einer anderen Matte angeglichen werden.
Hallo Horst,
wir haben da mit einigen Matten experimentiert - darunter das originale Nottingham Neopren Dingens, Acrylauflagen, Ledermatten und die meines Erachtens sehr gute Kork Auflage von Lehmannaudio.
Die Tonarmhöhe hatte Michael nach jedem Wechsel der Matte jeweils akribisch angepasst.
Wir meinten zu hören und waren dabei auch sehr überrascht daß der schwere Gußteller des Nottingham nach unseren Ohren - komplett ohne Matte - sehr bimmelig hell klingt.

Nach unserer Meinung ist sich die Thematik Nottingham sehr wohl bewusst und bietet deswegen auch das HD Kit an.
   

Das HD Kit beihaltet eine Graphit-Auflage für Plattenteller mit Gummi-Bedämpfung für die Graphitauflage.

(05.08.2026, 08:11)Horbus schrieb: Was mich immer wieder bei solchen Diskussionen überrascht, dass man sich auf, aus meiner Sicht, Kleinigkeiten konzentriert, weil die ja so große Klangauswirkungen haben. Dann muß man aber auch alles anfassen. VTA ist angeblich sehr wichtig, muss dann ja bei einer anderen Matte angeglichen werden. Was ist bei unterschiedlichen Schallplattenstärken? Wird da auch bei jeder der VTA neu eingestellt? Und wenn nein, warum nicht, wenn es doch klanglich so wichtig ist?

Gut mir persönlich wären jetzt keine so großen Unterschiede zwischen der Dicke der Platten aufgefallen die eine Neujustierung der VTA notwendig gemacht hätte.
Beim Wechsel von einer dünnen Neoprenmatte zu einer Acrylauflage mit Ledermatte drauf war der Unterschied dann doch deutlich größer.

(05.08.2026, 08:11)Horbus schrieb: Ich finde Schallplatte auch toll und Plattenspieler und deren Technik immer noch faszinierend und es ist auch ein schönes Hobby, jedoch dieser ganze Optimierungskult

Gut ich bin da auch bei Dir - ich bin da auch eher pragmatisch unterwegs, ich habe zwei Thorens TD 2001 und einen Acoustic Solid MPX Midi - weder bei Thorens noch beim Solid wäre ich auf die Idee gekommen mit Tellerauflagen zu experimentieren.
Wie gesagt der Notti zeigte die Unterschiede aber sehr deutlich - inzwischen ist bei meinem Kumpel dort aber auch Ruhe eingekehrt, letztendlich blieb es bei dem Acryl/Ledermatte Mix.

Grüße Thomas
-  ich meinte zu hören -  
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#9
Hi Thomas,
wie gesagt bitte meine Einwände nicht zu ernst nehmen! Kann natürlich sein, dass bei einem Plattenspieler der Unterschied mit original Matte und ganz ohne hörbar ist. Gibt aber ja auch Hersteller, die gar keine Matte verwenden, speziell bei Acryl Plattentellern (z.B. Audiomeca oder Goldmund bei einigen Modellen). Ich kenne mich mit NA nicht aus (woraus besteht der Teller?), wenn ich genau nachdenke, womit kenne ich mich wirklich aus  Kicher !

Ich persönlich finde es äußerst schwierig solche Differenzen zu hören, zumal der Umbau einige Zeit in Anspruch nimmt und die Erwartungshaltung auch oft ihr Übriges dazu tut. Ich habe selbst früher etliche Vergleiche in allen möglichen Bereichen durchgeführt (Verstärker, Boxen, TA und TT, als ich noch brennender "HiFi" Enthusiast war und alle Leute bekehren wollte und natürlich "alles wusste"! Heute ist mir klar, dass alles damals sehr fragwürdig war und man die Ergebnisse oft eher als "Meinung" denn objektiver Ergebnisse bezeichnen muss. Von daher halte ich es mit Albert Einstein: "Alles ist relativ"!  Big Grin
LG,

Horst
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#10
(05.08.2026, 13:11)Horbus schrieb: Hi Thomas,
wie gesagt bitte meine Einwände nicht zu ernst nehmen! Kann natürlich sein, dass bei einem Plattenspieler der Unterschied mit original Matte und ganz ohne hörbar ist. Gibt aber ja auch Hersteller, die gar keine Matte verwenden, speziell bei Acryl Plattentellern (z.B. Audiomeca oder Goldmund bei einigen Modellen). Ich kenne mich mit NA nicht aus (woraus besteht der Teller?), wenn ich genau nachdenke, womit kenne ich mich wirklich aus  Kicher !

Zitat Testbericht aus der LP :
Der Teller – natürlich ebenfalls schwarz – ist ein massives Aluminiumteil, das eine speziell von Nottingham entwickelte Neoprenmatte trägt. Diese funktioniert klanglich übrigens hervorragend – ich könnte mir vorstellen, dass sie bei Laufwerken anderer Hersteller mit etwas „nervösen Tellern“ geradezu Wunder wirken kann. Das Tellerlager besteht aus einer Buchse aus Bronze mit einem Stahlspiegel, während der Dorn aus einem speziell gemischten Stahl besteht, der in Form gegossen und danach oberflächenveredelt wird.

(05.08.2026, 13:11)Horbus schrieb: Ich persönlich finde es äußerst schwierig solche Differenzen zu hören, zumal der Umbau einige Zeit in Anspruch nimmt und die Erwartungshaltung auch oft ihr Übriges dazu tut.
Gut man kann halt jetzt auch alles in Frage stellen und ich bin ja jetzt auch nicht gerade seit gestern im Hobby.
Ich habe meine Erfahrungen auch subjektiv gekennzeichnet ("ich meinte zu hören"). Jeder ist ja dann mündig genug um sich dann seine Schlüsse daraus zu ziehen.  Wenn Du eine Grundsatzdiskussion über Tellermatten usw. führen willst dann bitte einen separaten Thread starten.

Grüße Thomas
-  ich meinte zu hören -  
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