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Advanced Madness NOS TDA 1541 Dream DAC
#11
Wunderschöne Arbeit Jaer,
großes Kompliment!

Bei mir schlummert auch noch ein alter TDA 1541 in einem Philips CD 373.
Der klingt schon im Originalzustand unglaublich ansprechend ….
Bei mir leistet aktuell ein AKM 4490 große Dienste, bin eigentlich sehr zufrieden,
aber Lust hätte ich schon, allein schon aus Neugierde  Smile
Den MAD fand ich preislich ein wenig übertrieben …


Grüße

Bernhard
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#12
(24.01.2026, 14:17)jaer schrieb: Jooo... Ich habe schon viele DACs gehört. Aber das CDREAM5-Board (mit HADAM) gefällt mir bis jetzt am besten.

Ich komm mit den ganzen ΔΣ-Wandlern auf Dauer schwer klar. Ob nun mein neuer BurrBrown PCM1794 parallel, oder davor ESS oder AKM egal welcher  Keine Ahnung

Zuerst flasht einen die Auflösung, man hört einen Haufen "neuer" Details in seiner Musiksammlung. Das begeistert erstmal. Nach Wochen... Monaten... stellt man fest, daß einem das Musik hören oft nervt und man erleichtert ist nach dem Ausschalten. 

Früher hat das Hören digitaler Quellen mehr Spaß gemacht, auch wenn Details und Grobdynamik vielleicht eingeschränkt waren. R2R macht einen natürlichen Flow,  ΔΣ klingt dagegen stocksteif, als würden Auflösung und messerscharfe Transienten der heilige Gral sein. 

Ich bin oft in der Natur unterwegs und die Art wie sich Geräusche dort im freien Raum anhören ist für mich ein Gradmesser für Hifi. Ich höre da keine künstlich überschärften Mitten und Höhen mit einem surrealen Oberwellenspektrum, wie es  ΔΣ-Wandler erzeugen. 

Mit den Dingern ist es ähnlich wie mit 4K Video. Auch Musik wirkt mit dieser "höher, schneller, weiter" Technologie unnatürlich scharf. Mag sein, daß Musik, die derart produziert wird und eine Illusion erzeugen soll, über ΔΣ am besten klingt.
Aber gute alte Klassik- und Jazzaufnahmen schmerzen einfach nur in der Seele, nachdem der erste Rausch der blitzblanken klinischen "Sauberkeit" für unseren analytischen Verstand verflogen ist.

Für mich ist Natürlichkeit das Maß der Dinge und da kommen die alten DAC's wie TDA1541 oder TDA1543x 8 oder besser 16fach ohne Oversampling (über längere Zeit gehört) noch am dichtesten ran. 

Philips/Sony war damals in den 80'ern "gezwungen", den Leuten den Übergang von analog auf digital so schmackhaft wie möglich zu machen. Heute geht es nur noch um Messwerte im mehrstelligen Kommabereich... Cry

Gruß
Rainer
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#13
Hallo Rainer, 

ich meine dich gut zu verstehen ...
Mir geht es manchmal ähnlich: Nach Erklimmung eines neuen Gipfels, tritt irgendwann Ernüchterung ein und die Suche geht weiter ...
Ich glaube, das hört nie auf.
Was mir hilft, mich in die richtige Richtung zu bewegen ist, die Orientierung am Original.
Was ist das Original? In seiner Komplexität kann "das Original" sehr vielfältig sein, je nach Art und Ort der Aufnahme.
Bei einem Live-(Jazz)-Konzert ist die Dynamik der Musik so explosiv, dass man sich förmlich erschrickt. Manchmal schmerzen die Töne regelrecht im Ohr.
Wenn man dann vor der Anlage sitzt sich genau diese Aufnahme anhört, müsste sie eigentlich genauso "schmerzen" wie das Live-Erlebnis.
Manchmal hilft genau das, die eigene Anlage besser zu "ertragen", gerade weil wir diese "Schmerzen" vom Live-Erlebnis kennen.

Insofern sollte man m. E. die sog. Musikalität der Reproduktion differenziert betrachten.
Und gerade hier scheiden sich die Geister: die einen brauchen den "gezähmten, nicht nervenden musikalischen" Klang, die anderen "halten das Original aus".
Ich fühle mich im Moment (noch) nicht in der Lage, mich eine dieser beiden Gruppen zu entscheiden.
Auch glaube ich, das es mitunter auch von unserer augenblicklichen Verfassung abhängt (Tagesform). Immer wieder erlebe ich, dass die Anlage heute etwas anders klingt als gestern ...
So, rechts reicht's aber mit den Gefühlen!

Grüße

Bernhard
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#14
Servus Rainer -
Den Beitrag (s.o.) von Dir finde ich wunderbar. Danke! Sehr gut analysiert - genau so sehe ich es auch.
Warum werden inzwischen wieder deutlich mehr Vinyl-Platten als CDs verkauft? Weil analoger Klang einfach mehr "Seele" hat denke ich. Und wenn ein alter Chip dies schafft, dann pfeife ich auf technische Brillanz. Musik muss mich berühren. Mit dem 1541 gelingt das deutlich besser, meine ich. Ok, vielleicht liegt es ja auch an meinem Alter (Mitt-siebziger), dass ich "Oldschool"-Sound attraktiver finde, aber mir muss es eben gefallen. Was nützt mir die neuste Technik, wenn sie mich kalt lässt.
Gruß
Erwin  Smile
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#15
Moinsen zusammen ...

Ein HiFi Freund von mir hatte sich dieser Tage einen Mad DAC bestellt. Allerdings ist die Warteliste ziemlich lang, so muss er sich jetzt schon mit einer Lieferzeit von 3 Monaten abfinden. Also werde ich mir den DAC im Spätsommer auch einmal in seiner Kette anhören können und bin da auch ziemlich neugierig drauf.
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#16
(23.01.2026, 19:05)jaer schrieb: Passt jetzt halt hier in diesen Thread, obwohl es wenig mit dem AD1865 zu tun hat (- außer R2R):

Hier noch ein paar Bildchen meiner Bastelarbeit zum TDA1541 (s.o.), dem/der Stradivari unter den DAC-Chips.

Das Gehäuse ist sicher Geschmacksache. Ein wenig Waldorf, ein bisschen Steampunk - ich mag das so. Passt bei mir gut so ins Rack. Eine Abfallleiste und etwas Blech - fertig (nur 25 x 35 cm). Kosten - nahe Null.
Auf den SAA7220 habe ich ganz verzichtet, ich höre sowieso nur NOS. Kein USB, auch der HDMI flog raus, ich brauchte den Platz für die SV (und ja, das Netzkabel innen ist auf Masse geschirmt )



Hallo zusammen

Super !  Was genau macht das 2. Board ? SPDiF auf I2S ?

Gruß
Stephan
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#17
Hallo Erwin,

die Cdream-Platine scheint auch bei anderen beliebt zu sein: 

→ Hier 

erfreut sich ein weiterer daran.

Der Verfasser des Blogs über den TDA1541 ( → Entkopplung Shiftregister ) ist trotz seiner konstruktiven Kritik am Board auch nicht in allem auf dem neuesten Stand:

"Keramik vs. Folien: Folienkondensatoren sind konstruktionsbedingt Wickelkörper, die wie eine Spule wirken (hoher ESL), wodurch die Energie im kritischen Moment zu spät am Pin ankommt (Phasenversatz), während SMD-Keramiken ohne Wickelung Ladung instantan bereitstellen und somit die für das Schieberegister kritischen, extrem kurzen Lade- und Entladezeiten erst ermöglichen."

Moderne Folienkondensatoren zur Entkopplung werden schon seit Jahrzehnten nicht mehr als Wickelkörper produziert, sondern als "Stapel" (stacked), wodurch sich das oben beschriebene Problem mit der bösen Serieninduktivität gar nicht mehr stellt.

Interessanter wäre es für uns gewesen, wenn er anstelle von Quellenangaben zur technischen Untermauerung auch mal was zum Klang der Platine geschrieben hätte (falls er sie überhaupt "gehört" hat... Kicher)

Eine schöne Arbeit hast du da jedenfalls vollbracht. Smile

Gruß
Rainer
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#18
Hallo - und erstmal Danke !
Die Seite von CNC-Umbau kannte ich. Der Gute hat einen riesen Aufwand mit dem Gehäusebau betrieben (Ist ja vom Fach, hauptsächlich Metaller). Sogar das Netzteil bekam ein "Luxus-Appartement". Ob das notwendig ist, finde ich nicht. Bei meinem eigentlich seht kompakten Aufbau stört gar nichts. Ohne Signal ist das Gerät völlig still. Der Austausch der Cs, schreibt er selber, brachte eigentlich auch keine Verbesserung. Ich habe daher auch nichts verändert.
Zur Frage von SOLID_CORE: Ja, die zweite Platine dient nur dem Input - Koax, Toslink, HDMI, evtl. USB.
Mein Bastelwerk läuft jetzt schon ein viertel Jahr ohne Probleme, und klingt eigentlich immer besser.
Gruß Erwin :-)
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