(Gestern, 19:34)fkjazz schrieb: Einige Eindrücke:
Es ist erstaunlich was für ein gewaltiger Tiefbass von den Monos rausgedrückt wird, so eine Bassgewalt habe ich über die Kensington noch nie gehört. Dabei werden die Mitten nicht zugekleistert und Details bleiben erhalten.
Anfangs waren die Geigen bei Streichquartett Aufnahmen partiell etwas scharf, das hat sich gelegt.
Das Impulsverhalten ist beeindruckend , die Monos spielen sehr nach vorne, die Musik springt einen fast an, sind sehr schnell.
Die Breitenstaffelung ist in der Positionierung der Instrumente präzise, geht aber kaum über die LS Außenkanten hinaus, die Tiefenstaffelung ist eher flach.
Bei zeitgenössischer Avantgarde, die oft sehr auf Dynamik und Impulse ausgelegt ist können die Monos punkten, das bringen sie gewaltig rüber.
Aber das ganze ist für mich zT auch anstrengend, zu intensiv, insbesondere der Bass drückt manchmal unangenehm.
Nach einigen Stunden Hören habe ich auf den Emitter zurückgestöpselt:
Er ist zurückhaltender, der Bass geht genauso tief aber ist mehr in der Balance zum Rest, alles klingt für mich natürlicher. Streicher haben mehr "Schmelz", die Musik kommt entspannter rüber, viel Langzeit tauglicher.
Irgendwie hatte ich das Gefühl wieder zuhause zu sein.
Dennoch werde ich noch einige Male hören, ich will nicht zu schnell urteilen.
Guten Morgen Friedrich,
und danke der infos, ich konnte gestern nicht mehr schreiben, hatte ab Mittags den Eugen Gurskij im Hause und war abends so platt und happy, daß ich nur noch genießen wollte -
auch erhielt ich noch eine Proxium V 2 Endstufe für meine Unison Max 1 und eine Proxium Pre Vorstufe, die ich erstmal an der Thivan verbandelte.
Das gibt für mich alles einen Schuh, was du berichtest, man merkt da eben, daß du Musiker warst/bist.
Die Emittergeneration, die du da zeigst - war aus meiner Sicht - das Beste, was man damals einer Kensington antun konnte - ich selber besaß die Boxen mehrmals -
und außer mit Emitter 2 HD Akku waren die für mich auf Dauer ungenießbar - der schnellste 25er Koax, den man für Geld kaufen konnte, aber extrem trocken im Bass und eingeschränkt von der Raumabbildung - ich sagte immer- warhrscheins wegen der kleineren Membranfläche, ich kam damals ja von den 38er Tannoys angeschwommen.So fühlte ich mich von der Kensington immer wieder "angeplärrt" bei Rockmusik und ursprünglich an Emitter 1 (damals noch 63 Volt Versionen)
Der Emitter 2 HD - der nicht nur in den Foren und Magazinen, sondern sogar vom Mitentwickler Charly Warnke immer wieder vorgeworfen bekam - daß er eher dick und fett spielt, oder zu viel Brust in Stimmen legt - paßte zur Kensington wie "Arsch auf Friedrich"
Friedrich Schäfer hörte das damals hier vor Ort und war so begeistert von der Kombi, daß er sich selbst eine Kensington fürs Werk samt ST 200 Supertweeter am selben Tag bestellte und jahrelang damit entwickelte - dein 2 HD war später dann das nonplusultra für eine Kensington - ich hörte das auch mehrmals im Werk vor Ort, in den verschiedenen Generationen - ich meine sogar die ersten Exlusives wurden auch noch an der Kensington abgestimmt, dann war lange Zeit die Audiodata Avance an der Reihe.
Die Little Bigs sind selbst auch absolut direkt und pfeilschnell, gestern erklärte mir Eugen noch so einiges zu dem Thema - dazu kommt die irrwitzige Bandbreite - Eugen meinte: Werner, das werden nicht alle Menschen mögen, da die Endstufen genau aufzeigen was auf der Aufnahme drauf ist - und er das immer mit Messungen dokumentiert -
die beliebten kleinen Phasendrehungen gibts da halt nicht. Genauso krass ist die Kensington aber auch drauf - ein Arbeitsinstrument. Ich nutzte an der Kensington anfangs sogar zum Emitter 1 einen SPL Vitalizer 2 T, um mit dem Stereo Expander die Bühnenbreite zu vergrößern - erst mit dem 2er Emmi (de Dicke) funzte das dannohne Effekte.
So erlebte ich hier im Hause an verschiedenen Lautsprechern mit den Little Bigs schon arg differierende Eindrücke - an der Atlantis Lab 38 kam da mein Emitter und auch was sonst so rumsteht gar nicht mit.
An der alten Thivan Eros Anni präferierte ich hingegen ganz klar meinen Emitter bis zum letzten Tag und das ist auch an der Eros 9 X nicht anders, an der Thivan S 6 paßt die Direktheit der Littlebig sogar besonders gut, da kenne ich gar nix vergleichbares und hab sogar sofort meine geliebten Apollons weggegeben.
An der Kensington kann ich persönlich mir die Proxium V 2 viel besser vorstellen, als die Littlebig.
Die ist einfach lässiger, großräumiger und "zivilisierter" - ähnlich wie der große Emitter 2 in der letzten Exclusive Version, die ich mal kaufte - war glaube ich 2012-
aber mit deutlich mehr Speed und Leben- so wie die Proxium V 2 stelle ich mir die aktuellen großen Emitter 2 Exclusive auch vor.
Ich erlebte das gestern mit Eugen gerade wieder an der Unison Max 1 mit der Proxium - die ich ja auch länger mit Littlebig laufen hatte -
und derzeit wieder mit Emitter 1 Exclsuive 2020 -
die Max 1 ist ähnlich wie die Kensington - extrem schnell und offen und sehr trocken im Bass -
mit der Proxium spülte die uns gestern aus dem Karton raus schier weg,
Eugen hörte ja zuerst die Max mit dem Emitter, danach mit seiner Proxium V 2 und konnte selbst kaum glauben, wie da nochmal Bühne aufging und der Druck körperlich in die Organe schlug.
Auch an der Max 1präferiere ich da eine Proxium und sehe ich für mein Metal Geschrabbel (meistens eher dünn gemixt) auch den Emitter vorne.
Die Proxium paßte bisher bei jedem Lautsprecher fantastisch - die Littlebigs erlebte ich wie gesagt sehr differenziert und hängt es wirklich vom Lautsprecher ab, im Idealfall ziehen die sogar mit ner Proxium mit.
Noch was - ich betonte es mehrmals - wegen der geringen Baugröße - ist da kein Platz für Netzfilter drin - der Emitter hingegen verfügt über Aktivfilter in den Netzteilen, eine Proxium läuft intern komplett gefiltert -
Stromkabel können bei belasteten Netz einen erheblichen Unterschied in der Performance ausmachen. Haben zig Leute im Littlebig Thread erlebt.
Falls du verschiedene Kabel da hast, probiere mal noch andere aus. Muß keinen Unterschied machen - kann aber auch drastisch ausfallen - alles selbst erlebt.
Noch interessanter wäre es, wenn du die Dinger mal an der Wharfedale Linton testest, ich könnte mir vorstellen, da bläst die Littlebig alles weg -
und mich persönlich würde es an der La Scala interessieren - da vermute ich, geht ihr die Luft bei höheren Pegeln aus in der Bassdynamik-
wie es bei mir an den 38er Thivans war (bis gehobener Zimmerlautstärke alles supergut, etwas drüber - wirds dynamisch flacher im Bass und wechseln Emitter und Proxium auf die Überholspur).
Das Einzige, was mich an deinem Bericht erstaunt- ist, daß die Kensington eher mit übertriebenen Bass auf die Littlebig reagiert - das ist eigentlich die absolute Domäne und Stärke des Emitter an der Kensington, daß er da fett zulangt, wo andere nur noch andeuten.
Für irgendwas müssen 1,3 Millionen Mikrofarad Siebkapazität und 3 Zentner Gewicht ja gut sein
Jetzt rein aus Ferndiagnose - kann da nur für meine Rocksachen sprechen - würde ich an der Kensi bestimmt nen Emitter oder Proxium klar ner Littlebig präferieren, wie gesagt, ich lebte insgesamt 2 Jahre mit Kensingtons von 2 Generationen - und die waren meiner Max 1 nicht unähnlich!
Also falls Bock und Kraft vorhanden, ich kann gar nicht genug input von dir kriegen und lernen.
Die Forennrundreise der Littlebig ist ja eine Erkdundungsreise, welche Lautsprecher damit besonders gut klarkommen. Selbst Eugen betonte mir ggü. letztes Jahr schon immer wieder daß die Littlebigs nicht mit allem laufen und insbesondere seine Eletrostatenkunden sehr dankbar auf Proxium wechselten.
Aber es ist wohl ein erheblicher Anteil von Lautsprecher, der echt klasse mit abgeht. Und da braucht man dann nicht mehr Geld ausgeben, nicht mehr schleppen und ganz wenig Platz.(beispiel meine Thivan S 6, meine Klipsch RB 81MK 2, oder damals die Atlantis Lab 38 (bei der war es krass genial) )
Ich wünsche dir weiter viel Spaß und würde als nächsten Tester gerne den Generg begrüßen, wenn du fertig bist.
Er kennt die Littlebigs schon von hier (allerdings nur mit der alten Gegenkopplung, die laut Eugen einen Tick heller abgestimmt sind) -
und muß die einfach mal daheim an der Thivan Eros 9 Urversion checken (bei seinen Lautstärken sehe ich da überhaupt kein Hinderniß) -
damit er mal für sich rauskriegt, ob er Boxen tunt oder amp wechselt.
Ihm macht halt auch zu schaffen, daß bei einem Forenkollegen sein geliebter Valvet Nachbau das Nachsehen hatte und er muß das nun mal an der Eros checken.
Gerd ist ja eigentlich der erste hier im Forum , der nach mir überhaupt mal Makroaudio erlebte. Ihm kann ich gerne auch mal ne Proxium mitgeben, wenn er sie mir aus dem Rack rausheben hilft.
Ich hätte ihm ja letztens meine Littlebigs mitgegeben - aber die neue Version wo jetzt umgeht ist da aussagekräftiger, wenn er es dann wider Erwarten direkter mögen sollte, kann er die 2025er Littlebig von mir auch mal abholen. Die
Ur Eros 9 ist die einzige 9er Version, die ich selbst halt nicht kenne, nur aus Erzählungen vom Vertrieb, Händler und Forenkollegen - und die soll halt auch etwas gutmütiger sein, als die Anni, die ich bis gestern beherrbergte (fast 8 Jahre damit der Standlautsprecher , den ich am zweitlängsten im Leben behielt - und hab ja auch nur den optisch kaum unterscheidbaren Nachfolger vom Nachfolger gekauft die 9X)
Ich wünsche weiter viel Spaß !