Heute nachmittag sind die "Kleinen" bei mir angekommen.
Ich lasse sie heute erst mal akklimatisieren , morgen geht es dann ans Hören.
Da ich keinen Vorverstärker besitze muss als solcher der RME ADI-2 dienen.
Digitale Quelle wird dann der Cocktailaudio X50 sein.
Vinyl muß leider außen vor bleiben.
Kontrahent ist zunächst mein Emitter HD, Lautsprecher die Tannoy Kensington.
Ich melde mich wieder wenn ich einen Eindruck habe. Bin gespannt.
Musik wird Jazz und Klassik in großer und kleiner Besetzung sein und Klavier solo .
So der etwas unelegante Aufbau ist gemacht und das erste Streichquartett läuft.
Es ist sofort klar, mein Goliath wird es gegen die zwei Davids nicht leicht haben.
(Vor 10 Stunden)generg schrieb: Ja, wenn sie auch zu zweit sind...... !
Das wird spannend!
Damals war David sogar alleine
„Information is not knowledge. Knowledge is not wisdom. Wisdom is not truth. Truth is not beauty. Beauty is not love. Love is not music. Music is the best.” (Frank Zappa)
Einige Eindrücke:
Es ist erstaunlich was für ein gewaltiger Tiefbass von den Monos rausgedrückt wird, so eine Bassgewalt habe ich über die Kensington noch nie gehört. Dabei werden die Mitten nicht zugekleistert und Details bleiben erhalten.
Anfangs waren die Geigen bei Streichquartett Aufnahmen partiell etwas scharf, das hat sich gelegt.
Das Impulsverhalten ist beeindruckend , die Monos spielen sehr nach vorne, die Musik springt einen fast an, sind sehr schnell.
Die Breitenstaffelung ist in der Positionierung der Instrumente präzise, geht aber kaum über die LS Außenkanten hinaus, die Tiefenstaffelung ist eher flach.
Bei zeitgenössischer Avantgarde, die oft sehr auf Dynamik und Impulse ausgelegt ist können die Monos punkten, das bringen sie gewaltig rüber.
Aber das ganze ist für mich zT auch anstrengend, zu intensiv, insbesondere der Bass drückt manchmal unangenehm.
Nach einigen Stunden Hören habe ich auf den Emitter zurückgestöpselt:
Er ist zurückhaltender, der Bass geht genauso tief aber ist mehr in der Balance zum Rest, alles klingt für mich natürlicher. Streicher haben mehr "Schmelz", die Musik kommt entspannter rüber, viel Langzeit tauglicher.
Irgendwie hatte ich das Gefühl wieder zuhause zu sein.
Dennoch werde ich noch einige Male hören, ich will nicht zu schnell urteilen.