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Valvet E amps
#21
Hallo Rainer,

vielleicht habe ich es überlesen, aber sind die Platinen welche, die man ohne oder mit Bestückung aus Fernost beziehen kann?

Ansonsten würde ich halt versuchen, die Schaltung auf einer Punktrasterplatte in Direktverdrahtung zu erstellen (momentan ein Zeitproblem, für Prototypen oder Einzelaufbauten aber sonst ganz gut machbar).
Sieht allerdings nie professionell aus, eher gebastelt. 

Diese Al-Gehäuseteile fand ich übrigens damals, beim Bau einer Röhrenvorstufe für einen Bekannten, recht gut zu bearbeiten. Offenbar eine Legierung mit guter Zerspanbarkeit, welche Hifi 2000 verwendet. 
So wie du hatte auch ich einfach freihändig die Löcher gebohrt (zahlreiche RCA-Buchsen u.v.m.), die natürlich alle schön sauber auf Linie liegen mußten. Klappte tadellos.
16mm in 8er Material blieb mir zum Glück erspart - hatte extra eine dünnere Frontplatte gewählt  Kicher
Gruß Eberhard
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#22
(27.01.2026, 14:43)E-8 schrieb: vielleicht habe ich es überlesen, aber sind die Platinen welche, die man ohne oder mit Bestückung aus Fernost beziehen kann?

Ansonsten würde ich halt versuchen, die Schaltung auf einer Punktrasterplatte in Direktverdrahtung zu erstellen (momentan ein Zeitproblem, für Prototypen oder Einzelaufbauten aber sonst ganz gut machbar).

Wegen der Platinen frag doch mal Gerd. Ich könnte auch noch ein Paar entbehren, wenn du versprichst, sie auch aufzubauen. Wink

Aus Fernost sind die nicht. Sie sind fast identisch mit den originalen. Es ist nur zusätzlich eine Wahl zwischen Festwiderständen und Trimmer für die Ruhestromregelung. Herr Cornils von Valvet hat irgendwann die Trimmer wegen ihrer schlechten Langzeitstabilität weg gelassen. Ausserdem sind die Platinen "moderner" in der Art, daß alle Lötaugen durchkontaktiert sind und Lack drauf ist, damit sich das Lötzinn nicht ungebremst über die Bahnen verteilt.

Für das Gehäuse hatte ich gerademal 67€ incl. Versand bezahlt. (war leider miserabel verpackt und reines Glück, daß nichts beschädigt war). Empfehlen kann ich diesen Händler daher nicht:

https://de.aliexpress.com/item/1005009685599598.html

So schmal ging es aber auch nur, weil die 80W Trafos nur 85mm im Durchmesser sind.
Für einen Class A Verstärker dieser Leistungsklasse ist er mit 50-55Watt Verbrauch auch relativ sparsam.

Gruß
Rainer
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#23
Ach ja Class A......

Nach allem, was ich nach Jahren mit Pass First Watt weiß,  meist ist es kein reines Class A single ended.

Auch bei Valvet wird wohl die constant current source mit einem Teil des Signals des hauptsächlich stromverstärkenden Transistors moduliert und trägt so doch einen prozentualen Anteil zur Wattzahl, die den LS erreicht, bei.

Bei 8 Ohm Last scheint die Constant current source so 1/10 des Stroms des Hauptransistors zu ergänzen, bei 4 Ohm liegt der Anteil der CCS fast bei 30% dazu.

Wenn meine Überlegungen stimmen, hat der Valvet dann bei ca. 0,4A Ruhestrom class A p-p bei 8 Ohm mit 5,6 Watt. Bei Klipsch und Konsorten ist das gute Zimmerlautstärke. 
Bei 4 Ohm Last liegt der reine class A Anteil etwa bei 10W.

Wird der Verstärker über diese Werte hinaus angesteuert geht er in den class AB Betrieb über.

Also der Valvet ist kein reiner Single Ended, sondern wie auch fast alle Aleph und First Watt amps ein Single Ended der ein wenig push-pull zumischt und dann doch in AB übergeht.

Hat jemand mehr Durchblick?

Smile Cool Wink
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#24
(27.01.2026, 10:07)Rainer schrieb: Ja, die 16mm ø hab ich mit Handbohrmaschine und Stufenbohrer (Made in China) durch die 8mm dicke Frontplatte Stück für Stück durch "gekämpft". Man muß gleichzeitig darauf achten ungefähr 90° zu halten und nicht seitlich aus der Mitte zu driften. Das war früher in der Firma mit Ständerbohrmaschine und Spannvorrichtungen viel einfacher.

@TF1 rollt bestimmt mit Augen... Rolleyes Kicher
Komm halt aus der DDR.  Wink

So einen Stufenbohrer von Aldi hab ich auch in meiner Sammlung. Auf Arbeit ist natürlich bequemer.

     
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#25
(27.01.2026, 20:52)generg schrieb: Hat jemand mehr Durchblick?

Dafür braucht "jemand" den Schaltplan.  Big Grin

Ich würde nicht von A/B reden. 

Auf deiner Spice Simulation... wenn Q4 bei der positiven Halbwelle stärker durchsteuert, steigt durch den höheren Strom die Spannung über R9 an. Die Spannung über Q7 fällt damit gleichzeitig ab und es fliesst weniger Strom durch R14, womit die Basis von Q5 negativer wird und Q5 und Q6 stärker sperren. 

Die Mittelpunktspannung "Out" verlagert sich durch den erhöhten Widerstand von Q6 noch etwas weiter Richtung VCC+. Es entsteht einfach nur etwas mehr Hub. 

Die Wechselspannung über R9 moduliert Q6 entgegengesetzt mit und die Amplitude wird verstärkt. 
Q6 greift Q4 nur aktiv unter die Arme für mehr Ausgangsspannung.

So denk ich mir das, weiß aber nicht, ob ich richtig liege...

Gute Nacht ihr Lieben

schläfrig
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#26
Hallo an alle Class A Fans,

hier ist das Endstufen-Konzept. Eingang geht an Q3. @E-8

[Bild: Screenshot-2026-01-28-114150-1.jpg]

Gruß
Rainer
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#27
Ha, ha Rainer, daß bei meiner Rúckfrage ja niemand den Schaltplan hatte, ist mir entgangen....

Sehr aufmerksam, daß Du homöopathisch nachlieferst!

Ich fürchte so schnell werden wir hier niemand haben, der interpretiert.
Hauptsache es klingt!

Smile
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#28
Hallo Gerd, Rainer, 

schon einmal vielen Dank für eure Bemühungen, Licht in´s Dunkel zu bringen  Smile

Ich habe mir zwischendurch auch die Schaltung angeschaut und versucht, sie halbwegs zu durchblicken. 
Sie ist vielleicht doch nicht so kompliziert, wie es mir beim ersten Drüberschauen erschien. 

Keineswegs sind aber alle Feinheiten verstanden  Rolleyes  verlegen

Neben der via Q7 eingestellten Stromsenke aus Q5/Q6 (die den Ruhestrom festlegt) ist z.B. noch eine Konstantstromquelle Q1/2  vorhanden, die ein paar mA in Q3 füttert - vermutlich, um die Strecke C-E von Q4 überhaupt zu öffnen Gleichzeitig wird der Eingangs-OP, welcher (soweit ich das verstehe) die gesamte Spannungsverstärkung liefern muß, ausgangsseitig mit 100n belastet. 
War es nicht so, daß OP kapazitive Belastungen nicht so arg mögen...  Keine Ahnung

Über R9 entsteht wohl ein gewisses Modulationssignal für Q7, dessen Betrieb ich als Basisschaltung verstehe. 

Alles etwas gemutmaßt. 
@Rainer : Werde mir Deine Erläuterungen weiter oben noch in Ruhe zusammen mit dem abgemalten Schaltbild durchlesen.

Nachtrag: gerade erledigt, klingt für mich alles stimmig!
Gruß Eberhard
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#29
(27.01.2026, 22:36)Rainer schrieb:
(27.01.2026, 20:52)generg schrieb: Hat jemand mehr Durchblick?

Dafür braucht "jemand" den Schaltplan.  Big Grin

Ich würde nicht von A/B reden. 

Auf deiner Spice Simulation... wenn Q4 bei der positiven Halbwelle stärker durchsteuert, steigt durch den höheren Strom die Spannung über R9 an. Die Spannung über Q7 fällt damit gleichzeitig ab und es fliesst weniger Strom durch R14, womit die Basis von Q5 negativer wird und Q5 und Q6 stärker sperren. 

Die Mittelpunktspannung "Out" verlagert sich durch den erhöhten Widerstand von Q6 noch etwas weiter Richtung VCC+. Es entsteht einfach nur etwas mehr Hub. 

Die Wechselspannung über R9 moduliert Q6 entgegengesetzt mit und die Amplitude wird verstärkt. 
Q6 greift Q4 nur aktiv unter die Arme für mehr Ausgangsspannung.

So denk ich mir das, weiß aber nicht, ob ich richtig liege...

Gute Nacht ihr Lieben

schläfrig

So sehe ich es auch, Eberhard!

Smile
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#30
(28.01.2026, 18:36)E-8 schrieb: Neben der via Q7 eingestellten Stromsenke aus Q5/Q6 (die den Ruhestrom festlegt) ist z.B. noch eine Konstantstromquelle Q1/2  vorhanden, die ein paar mA in Q3 füttert - vermutlich, um die Strecke C-E von Q4 überhaupt zu öffnen 

Danke Eberhard!  Smile

Aus Respekt vor Herrn Cornils Entwicklung wollte ich nicht den ganzen Plan zeigen.

Q4 bleibt ohne eingesteckten OPA geschlossen. 
Bei der Erst-Inbetriebnahme kokelte mir R11 und Q7 beim hochdrehen von R8 plötzlich ab, während an Q4 nichts passierte.

Ei, wie des gestunke hat!  Krank

Alles überprüft   Keine Ahnung

In die zweite Platine den Opa reingesteckt und alles funktionierte erwartungsgemäß.

Gruß
Rainer
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