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Hallo Eberhard,
die obere Halbbrücke wird ganz normal wie im Datenblatt gezeigt angesteuert. Hinter den 0,47 Ohm Lastwiderständen läuft das Signal einmal zum + Ausgang und gleichzeitig wird es auf die invertierenden Eingänge der unteren Halbbrücke über 33kOhm eingespeist. Die nichtinvertierenden + Eingänge liegen dort über 33kOhm und den Eingangs-C auf Masse und die Ausgänge gehen zum - Pol.
Das ist im Grunde die gleiche Invertierungsmethode, die häufig zum Erzeugen eines symmetrischen XLR Signals aus einem unsymmetrischen RCA Signal benutzt wird. Dort natürlich ohne Gain. Die Nachteile einer solchen Schaltung sind offensichtlich. Alle Verzerrungen, Rauschen der oberen Chips gelangen in die Inverterstufe. Der invertierte Teil fügt zusätzlich noch eine geringe Phasenverschiebung zum oberen dazu, was bei den schnellen OPV's zum Glück nicht so dramatisch ist. Nicht gerade elegant das Ganze..
Wenn ich von der Arbeit zurück bin, passe ich mal den Schaltplan so an, wie ich die Schaltung beim ersten Versuch, XLR direkt einzuspeisen aufgebaut habe und stell das mal gegenüber.
Gruß
Rainer
"Eines der schwierigsten Dinge der Welt ist, irgend etwas ganz einfach zu betrachten." Krishnamurti
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Genau!
Ob eine vollsymmetrische Sigalverarbeitung bei all ihren Vorteilen am Ende besser klingt wissen wir nicht.
Vielleicht würde der Entwickler ja über meine Versuche, die Schaltung zu "verbessern" schmunzeln und denken: "na mach mal, das hab ich schon hinter mir"
Und vielleicht löscht der Invertierende Teil sogar die Verzerrungen des nichtinvertierenden teilweise aus, sodass diese erstmal merkwürdig anmutende Methode am Schuß die beste ist.
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Ne ne, ist mir auch erst vorhin in den Sinn gekommen.
Ähnlich löschen sich ja auch die Gleichtaktstörungen auf einem XLR Signal aus.
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Hallo Eberhard und Gerd,
hier ist der Plan für die symmetrische Ansteuerung. Das Bild wird in einem neuen Tab geöffnet deutlicher.
Die Änderungen sind marginal. Der untere Teil wird halt von Minus XLR angesteuert und die Verbindung zur oberen Hälfte fällt weg. Das ist alles.
Ob es so funktioniert, hatte ich leider nie erfahren können wegen dem unbemerkten Kurzschluß an der 3-poligen Federleiste.
Gruß
Rainer
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Das Prinzip des Originaldesigns ist ähnlich der Schaltung, welche zumindest die Chinesen in der Regel für die Erzeugung eines symmetrischen Signals aus RCA heraus verwenden. Der Unterschied ist kein Gain und das bereits "oben" invertiert wird:
Umgekehrt ist es viel einfacher:
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