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Klassische Musik
#4
Morjen morjen Manni,

ich bin als Teenie in  die Klassik Begeisterung reingerutscht durch - nicht lachen - Filmosundtracks!

Als Sachen wie Star Wars und Superman anliefen und der John Williams (bin bis heute ein Riesenfan!!!!) durchstartete, war mir die Musik fast wichtiger, als die eigentlichen Filme und sammelte ich Soundtracks und sog mich mit Wissen voll -

und war dann total überrascht, daß John Williams das gar nicht "erfunden" hat - sondern im Prinzip schon von Gustav Holst genauso zelebriert wurde.

Keine Frage, daß die Planeten ganz schnell zu meiner Lieblingsmucke gehörten und ich mir da zig Einspielungen besorgte- besonders schön habe ich heute die von Karajan und später von dem Jazzer Andre Previn in Erinnerung.

Hier einige Gedanken - aber ihr kennt das eh wahrscheins alle - zu den Planeten:

Die Planeten ist eine Orchestersuite, die aus sieben Sätzen besteht, die jeweils einen Planeten unseres Sonnensystems und die römische Gottheit, nach der er benannt ist, charakterisieren. Holst wurde von der Astrologie inspiriert, die den Planeten verschiedene Einflüsse auf die menschliche Persönlichkeit zuschreibt. Die Musik ist sehr abwechslungsreich und nutzt die volle Klangpalette des Orchesters, um die verschiedenen Stimmungen und Atmosphären zu erzeugen.

Der erste Satz, Mars, der Kriegsbringer, ist ein kraftvolles und bedrohliches Stück, das den Krieg und die Zerstörung darstellt. Die Musik ist in einem ungewöhnlichen 5/4-Takt geschrieben, der einen marschierenden und unerbittlichen Rhythmus erzeugt. Die Streicher spielen mit dem Bogenende (col legno), um einen perkussiven Effekt zu erzielen, und die Bläser und Schlaginstrumente spielen dissonante Akkorde und Fanfaren. Die Musik steigert sich zu einem dramatischen Höhepunkt, bevor sie abrupt endet.

Der zweite Satz, Venus, die Friedensbringerin, ist ein Kontrast zu Mars. Die Musik ist sanft und lyrisch und drückt die Liebe und die Harmonie aus. Die Streicher spielen mit dem Bogen (arco) und die Holzbläser spielen schöne Melodien. Die Musik hat einen schwebenden Charakter und verwendet viele Dur-Akkorde und Modulationen. Die Musik endet mit einem ruhigen und friedlichen Ausklang.

Der dritte Satz, Merkur, der geflügelte Bote, ist ein schnelles und lebhaftes Stück, das die Beweglichkeit und die Kommunikation darstellt. Die Musik ist in einem 6/8-Takt geschrieben, der einen tänzerischen und fließenden Rhythmus erzeugt. Die Melodien werden von verschiedenen Instrumenten übernommen und imitieren sich gegenseitig. Die Musik ist sehr chromatisch und wechselt häufig die Tonart. Die Musik endet mit einem scherzhaften und verspielten Schluss.

Der vierte Satz, Jupiter, der Bringer der Fröhlichkeit, ist ein fröhliches und optimistisches Stück, das die Freude und die Großzügigkeit darstellt. Die Musik ist in einem 3/4-Takt geschrieben, der einen walzerartigen und schwungvollen Rhythmus erzeugt. Die Melodien sind eingängig und majestätisch und werden von verschiedenen Instrumentengruppen gespielt. Die Musik hat einen Höhepunkt in der Mitte, wo eine berühmte und erhabene Melodie erklingt, die später als Hymne “I vow to thee, my country” verwendet wurde. Die Musik endet mit einem triumphalen und jubelnden Schluss.

Der fünfte Satz, Saturn, der Bringer des Alters, ist ein langsames und düsteres Stück, das das Alter und die Weisheit darstellt. Die Musik ist in einem 4/4-Takt geschrieben, der einen schweren und schleppenden Rhythmus erzeugt. Die Streicher spielen tiefe und dunkle Töne, während die Harfe und das Glockenspiel hohe und helle Töne spielen. Die Musik baut sich zu einem erschütternden und bedrückenden Höhepunkt auf, bevor sie sich zu einem friedlichen und resignierten Ende beruhigt.

Der sechste Satz, Uranus, der Magier, ist ein geheimnisvolles und überraschendes Stück, das die Magie und die Veränderung darstellt. Die Musik ist in einem 3/4-Takt geschrieben, der einen unregelmäßigen und unvorhersehbaren Rhythmus erzeugt. Die Musik beginnt mit einem lauten und schrillen Schlag, der die Ankunft des Magiers ankündigt. Die Musik wechselt zwischen leisen und lauten Passagen, die verschiedene Zaubertricks und Illusionen darstellen. Die Musik endet mit einem plötzlichen und schrecklichen Schlag, der den Magier verschwinden lässt.

Der siebte und letzte Satz, Neptun, der Mystiker, ist ein leises und nebliges Stück, das das Mysterium und die Unendlichkeit darstellt. Die Musik ist in einem 5/4-Takt geschrieben, der einen schwebenden und unbestimmten Rhythmus erzeugt. Die Streicher spielen sehr leise und mit Dämpfern, während die Flöten und die Celesta hohe und ätherische Töne spielen. Die Musik wird von einem sechsstimmigen Frauenchor begleitet, der ohne Text singt. Die Musik wird immer leiser und entfernter, bis sie schließlich in der Stille verschwindet.

Die Planeten ist ein Meisterwerk der Orchestermusik, das die verschiedenen Aspekte des menschlichen Charakters und Schicksals in einer faszinierenden und eindrucksvollen Weise darstellt. Die Musik hat viele andere Komponisten, vor allem John Williams, beeinflusst, der Elemente aus Holsts Musik für seine berühmten Soundtracks zu Star Wars und anderen Filmen übernommen hat.

Zum Glück hatte ich ab der neunten Klasse einen tollen Musiklehrer, in dessen pentatonischen Orchester ich mitspielen durfte -
der kam eigentlich vom Rundfunk und erzählte und erklärte mir unglaublich viel über Klassik - beispielsweise was die Musiker gerade wie beschreiben mit ihren Tönen und das nahm für mich alles Formen an. Ich schwankte dann in meiner Abschlußarbeit in Musik auch lange- welches Referatsthema ich nehmen soll - eins aus der Klassik oder eins aus meiner damals anderen frischen Liebe 1982 - dem Metal - und im letzten Moment machte dann Hallowed be thy name von Iron Maiden das Rennen, da ich wußte, das würde meinen Musiklehrer umhauen, da die ganze Dramatikpalette rüberkommt - wie es auch bei vielen Klassiksachen ist - nur eben komprimiert auf 7 oder 8 Minuten. Das brachte mir dann auch eine 1 mit 3 Sterne, was mich total freute, da mein Musiklehrer mit Rock bis dato gar nix am Hut hatte.

An Klassik begeistert mich immer wie Wucht, Kraft und Explosionsfähigkeit und der mögliche Klangfarbenreichtum eines Orchesters - das ermöglicht eine enorme Dramaturgie, wie man sie nur schwerlich anders erzeugen kann.

Was mich auch immer wieder beeindruckt ist, der  Unterschied, wenn die gleichen Stücke von verschiedenen Dirigenten und Orchestern recordet werden -

da gibts Sachen, die sind zwar in der High End Welt beliebt, zünden aber bei mir persönlich weniger - wie der Erich Kunzel, wenn er mit den Cincinatti Pops loshaut.  Ich liebe so alte Sachen - noch mit Rauschen - vom Karajan meist sehr. Der hat irgendwie mehr feines Schwingen in die Orchester gebracht, ist aber heute weniger beliebt, wenn ich mich so mit Bekannten unterhalte.

Und nein, ich kenne mich da nicht sonderlich aus  - ich hörs halt gerne und schwelge - und staune.

Viele Filme brauche ich gar nicht sehen, daß höre ich den Soundtrack und bin mittendrin im Geschehen.

Ganz besonders bei Superman und Star Wars aus den 70ern.  Ich weiß gar nicht wie viele CD Ausführungen ich da rumliegen habe.

Smile
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