05.11.2023, 12:46
Werner Ogiers nimmt das komplexere Modell, welches versucht die mechanische Resonanz einzubeziehen. Dieses Modell fußt darauf, dass man ja bei einem Tonabnehmer ohne ihn an eine Phonostufe anzuschließen bzw. diese einzuschalten leise Töne hört, wenn die Nadel in dieser Situation durch die Rille gleitet. Diese leisen Töne werden mit dem Begriff mechanische Resonanz subsummiert.
Das Problem dabei ist, dass diese verstärkt auftreten, wenn die Nadelnachgiebigkeit nicht zur effektiven Masse passt. Sie wird also von außen beeinflusst und deshalb würde ich diese in dem benutzten Modell eher ausschließen. Aber mal der Reihe nach.
Bertold nennt das Phänomen übrigens Nadelschall und verweist darauf, dass der unmittelbar erzeugte Schall von Tonabnehmer zu Tonabnehmer unterschiedlich ausfalle. Er würde geschwächt durch
Das Problem dabei ist, dass diese verstärkt auftreten, wenn die Nadelnachgiebigkeit nicht zur effektiven Masse passt. Sie wird also von außen beeinflusst und deshalb würde ich diese in dem benutzten Modell eher ausschließen. Aber mal der Reihe nach.
Bertold nennt das Phänomen übrigens Nadelschall und verweist darauf, dass der unmittelbar erzeugte Schall von Tonabnehmer zu Tonabnehmer unterschiedlich ausfalle. Er würde geschwächt durch
- Vermindern der auf die Nadelspitze bezogenen Masse
- der Verringerung der seitlichen Nadelträgerflächen, da diese für da Abstrahlen des Schalls vorzugsweise in Betracht kämen
- Schallisolierung zwischen Nadel und Nadelträger, dessen Gehäuse, Headshell und Tonarm, weil diese die relevanten Resonanzkörper darstellten
Gleichzeitig aber würde auch nur ein Teilbereich des Frequenzbandes als Resonanz aufgenommen, womit die mathematische Herleitung dann ähnlich aussehen müsste, wie beim Rillenrauschen und in das Gesamtsignal nur max. mit der Summe der Einzelspannungen * Wurzel aus der Zahl der Einzelspannungen eingehen könnte. Damit würden wir uns beim wirklich mess- und hörbaren Effekt eher einer großen NULL nähern.
Auch ein Größenvergleich zeigt in eine ähnliche Richtung, wenn man sich mal ansieht, welche Auslenkung an der Nadelspitze wir für Nadellschall sprechen und welche Spannung über so eine kleinste Auslenkung überhaupt über den Generator induziert werden würde. Die Auslenkungen können nur sehr viel kleiner als die Rillenbreite (also 40µm) ausfallen und zudem sehr sehr viel kleiner als die Verrundung einer sphärischen Nadel (15µm) ausfallen müssen. Die daraus resultierende Ausgangsspannung fiele damit sehr sehr sehr sehr sehr viel kleiner als 1% der nominellen Ausgangspannung des Tonabnehmers aus. Im Frequenzgang würden wir von Etwas sprechen, was sich sehr viel kleiner als 0,05 dB auswirken würde - also so ungefähr das Magengrummeln von Honigameisen in Ostafrika aber abgehört mit einem Trichterhörgerät in London