06.08.2023, 09:55
Hallo Horst,
Das ist heute sogar noch schlimmer geworden; die Händler berufen sich auf angeblich vorhandenes Wissen und Expertise, agieren aber nur noch wie der schlechteste Media Markt Kistenschieber. Vor Allem dann, wenn sie sich dem High End verschrieben haben. In einem aaanderen Forum durfte ich vor Kurzem einen Vergleichsbericht von einem Händler lesen, der Aussagen zum Klang von Übertragern machte, obwohl offensichtlich war und ist, dass er durchgehend klassische Missmatches zusammengestöpselt hat. Er verkauft aber das hochpreisige Zeug anscheinend fast wie geschnitten Brot, weil er das ganze Zeug seiner Klientel in Workshops andreht und die psychologischen Effekte des Herdentriebs nutzen kann.
Der Cotter/ Version MK1 kann intern ja auf1:7 (type PP, 16,8 dB), 1:9 (type S, 19dB) oder 1:20 (type P, 26dB) verkabelt/ umgelötet werden. Leider verrät er von außen aber auch nicht, auf welche der Einstellungen er gerade verkabelt ist. Weniger offen und farblos klingt aber eher nach einem Missmatch - siehe Faustregel oben.
Eine ELAC MC-21 besitze ich übrigens auch noch. Ja, dieser PrePre ist sehr gut und flexibel einsetzbar.
![[Bild: IMG-1139-Benutzerdefiniert.jpg]](https://i.ibb.co/5570kmT/IMG-1139-Benutzerdefiniert.jpg)
![[Bild: IMG-1136-Benutzerdefiniert.jpg]](https://i.ibb.co/9WFg8DY/IMG-1136-Benutzerdefiniert.jpg)
Vielleicht aber hätte ich am Anfang noch klarstellen sollen, dass - zumindest für mich - das Gewese um angeblichen Klang nicht zählt. Meist werden da, wie Du schon geschrieben hast, einfach nur Äpfel mit Birnen verglichen. Das ist immer dann der Fall, wenn das ganze klangtechnisch bewertet wird und die Probanden die Technik/ Physik und die Psychoakustik nicht auseinanderbekommen. Will man sinnvoll vergleichen, ist ein Abschluss des Tonabnehmers für einen linearen Frequenzgang ebenso Grundvoraussetzung wie das Verständnis, wie sich eine technische Veränderung klanglich überhaupt äußern kann, über welche Größenordnung wir hier überhaupt reden und ob das Erwartete dann auch überhaupt hörbar sein kann.
Ein SUT ist erstmal immer nur ein Problemlöser und eine andere technische Lösung für das Verstärken der kleinen Ausgangsspannung eines MC Tonabnehmers.
Immer dann, wenn die Ausgangsspannung des MC Tonabnehmers und auch der Spulenwiderstand/ die Impedanz des Generators ebenfalls sehr klein sind, kommt man bei Verstärkerschaltungen in den Bereich, in dem das Eigenrauschen der Schaltung eine ähnliche Größe erreichen kann, wie das Ausgangssignal des MC Tonabnehmers.
Dann wäre das Störsignal genauso bzw. annähernd gleich groß wie das Nutzsignal und das wäre schlecht.
Ein SUT rauscht aber weniger bis gar nicht (eine Frage des Blickwinkels, denn je nach SUT Qualität kann ein Rauschen im Bereich des Widerstandsrauschens schon auftreten). Gleichzeitig hat man eine galvanische Trennung und damit weniger Brumm. Beides erhöht den Störabstand - also den Abstand von Nutz- zu Störsignalen und damit dann letztendlich auch die Qualität.
Aber wie schon gesagt gilt das in voller Bandbreite eben nur für MC Tonabnehmer mit sehr geringer Ausgangsspannung und ebenfalls sehr kleinem Spulenwiderstand, so dass man alle aaandernorts lesbaren Hörberichte zu Übertragern, welche vollmundig Unterschiede im Bereich von Welten oder Galaxien zwischen Übertragern oder Übertragern und PrePres versprechen lächelnd als Effekt von Missmatches oder Wunschdenken abhaken. Wird in den Vergleichen nur auf Bass- und Hochton-Performance abgezielt, dann wurde das Grundprinzip des korrekten Abschlusses auch nicht verstanden. Die Tonalität ist nämlich (ausschließlich) eine Frage des Abschlusses sowie der (resultierenden) Resonanzfrequenz und die Qualität bestimmt sich über Räumlichkeit und Plastizität.
P.S.: Ich habe genug Übertrager im Bestand, um das jede Spielart schon durchprobiert zu haben
(06.08.2023, 08:29)Horbus schrieb: Viele Händler damals und heute sicherlich auch, scherten sich nicht um die technischen Grundlagen und agierten nach dem "Try and Error" Prinzip.
Das ist heute sogar noch schlimmer geworden; die Händler berufen sich auf angeblich vorhandenes Wissen und Expertise, agieren aber nur noch wie der schlechteste Media Markt Kistenschieber. Vor Allem dann, wenn sie sich dem High End verschrieben haben. In einem aaanderen Forum durfte ich vor Kurzem einen Vergleichsbericht von einem Händler lesen, der Aussagen zum Klang von Übertragern machte, obwohl offensichtlich war und ist, dass er durchgehend klassische Missmatches zusammengestöpselt hat. Er verkauft aber das hochpreisige Zeug anscheinend fast wie geschnitten Brot, weil er das ganze Zeug seiner Klientel in Workshops andreht und die psychologischen Effekte des Herdentriebs nutzen kann.
(06.08.2023, 08:29)Horbus schrieb: Woran ich mich noch erinnern kann, spielte der Cotter, im Vergleich zu dem dann von meinem Bruder erworbenen Nachtigall Vor-Vorverstärker mit Akku Netzteil (kostete damals dann als Gebrauchtgerät vom Händler auch so 2400 DM) weniger offen, bzw. blieb etwas farblos.
Der Cotter/ Version MK1 kann intern ja auf1:7 (type PP, 16,8 dB), 1:9 (type S, 19dB) oder 1:20 (type P, 26dB) verkabelt/ umgelötet werden. Leider verrät er von außen aber auch nicht, auf welche der Einstellungen er gerade verkabelt ist. Weniger offen und farblos klingt aber eher nach einem Missmatch - siehe Faustregel oben.
(06.08.2023, 08:29)Horbus schrieb: ... ELAC MC 21 MK II Class A. Diese machte sogar der Nachtigall meines Bruders das Leben schwer und ich behaupte mal hier spielten nur persönliche Geschmäcker eine Rolle!
Eine ELAC MC-21 besitze ich übrigens auch noch. Ja, dieser PrePre ist sehr gut und flexibel einsetzbar.
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Vielleicht aber hätte ich am Anfang noch klarstellen sollen, dass - zumindest für mich - das Gewese um angeblichen Klang nicht zählt. Meist werden da, wie Du schon geschrieben hast, einfach nur Äpfel mit Birnen verglichen. Das ist immer dann der Fall, wenn das ganze klangtechnisch bewertet wird und die Probanden die Technik/ Physik und die Psychoakustik nicht auseinanderbekommen. Will man sinnvoll vergleichen, ist ein Abschluss des Tonabnehmers für einen linearen Frequenzgang ebenso Grundvoraussetzung wie das Verständnis, wie sich eine technische Veränderung klanglich überhaupt äußern kann, über welche Größenordnung wir hier überhaupt reden und ob das Erwartete dann auch überhaupt hörbar sein kann.
Ein SUT ist erstmal immer nur ein Problemlöser und eine andere technische Lösung für das Verstärken der kleinen Ausgangsspannung eines MC Tonabnehmers.
Immer dann, wenn die Ausgangsspannung des MC Tonabnehmers und auch der Spulenwiderstand/ die Impedanz des Generators ebenfalls sehr klein sind, kommt man bei Verstärkerschaltungen in den Bereich, in dem das Eigenrauschen der Schaltung eine ähnliche Größe erreichen kann, wie das Ausgangssignal des MC Tonabnehmers.
Dann wäre das Störsignal genauso bzw. annähernd gleich groß wie das Nutzsignal und das wäre schlecht.
Ein SUT rauscht aber weniger bis gar nicht (eine Frage des Blickwinkels, denn je nach SUT Qualität kann ein Rauschen im Bereich des Widerstandsrauschens schon auftreten). Gleichzeitig hat man eine galvanische Trennung und damit weniger Brumm. Beides erhöht den Störabstand - also den Abstand von Nutz- zu Störsignalen und damit dann letztendlich auch die Qualität.
Aber wie schon gesagt gilt das in voller Bandbreite eben nur für MC Tonabnehmer mit sehr geringer Ausgangsspannung und ebenfalls sehr kleinem Spulenwiderstand, so dass man alle aaandernorts lesbaren Hörberichte zu Übertragern, welche vollmundig Unterschiede im Bereich von Welten oder Galaxien zwischen Übertragern oder Übertragern und PrePres versprechen lächelnd als Effekt von Missmatches oder Wunschdenken abhaken. Wird in den Vergleichen nur auf Bass- und Hochton-Performance abgezielt, dann wurde das Grundprinzip des korrekten Abschlusses auch nicht verstanden. Die Tonalität ist nämlich (ausschließlich) eine Frage des Abschlusses sowie der (resultierenden) Resonanzfrequenz und die Qualität bestimmt sich über Räumlichkeit und Plastizität.
P.S.: Ich habe genug Übertrager im Bestand, um das jede Spielart schon durchprobiert zu haben