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Lector CDP 7 mit PSU7 Netzteil
#14
(19.10.2026, 20:18)De Schdefan schrieb: Hallo Werner, 

Ja Deine Beiträge hab ich im openend Forum nachgelesen, ich merk von der höheren Spannungszahl akustisch nix. Du hattest ja das kleine Netzteil dran, hier spielt das große. Deine Begeisterung hielt ja ein paar Jahre,schad, dass Du ihn verkauft hast. Mit der emotionalen Wucht, die der Lector verströmt, kann der CEC nicht mithalten, obgleich das beileibe kein schlechtes Gerät ist. Der Lector berührt mich emotional genauso wie der kleine Arno.

Morjen morjen,

die Begeisterung hielt eigentlich an, sonst würde ich nicht noch heute so toll von dem Ding schreiben.

Bereuen tue ich lediglich die ganze Zeit, die ich in tube rolling investierte, wo ich mir haufenweise Voodoofehler mit teurem Zeuch reinholte,
weil mich andere user damit vollschwätztenSmile

Hatte da exotische Franzosen, Russen und steinalte Militärröhren, welche mit und ohne Goldsockel und weiß der Geier -

Das hörte sich alles erstmal supertoll an (meistens, bei manchen Sachen nagten die Höhen in der ersten Woche  im Ohr wie ein Biber auf Tollwut) - aber mit der Zeit kam Voodoo -
nach Tagen, manchmal WOCHEN! - und neue Röhren mußten ja Tag und Nacht einspielen, was wieder den Laufwerken nicht gut tat,
usw.
Voodoo war - Kanalungleichheiten, die kamen und gingen, Knackser wie vom Plattenspieler, Aussetzer des kompletten Signals - ich suchte da in der ganzen Kette, hatte ja nicht die Röhren in Verdacht.

Die seriellen Röhren, die drin sind, gibts auch mit Goldpins - hatte ich auch, wurde mir auf Dauer zu weich, allerdings noch angenehmer im Ohr mit dem "Giftschrank" wie du immer so schön schreibst. Waren übrigens die einzigen, die beim Umschalten nach nem Monat tatsächlich lauter gehört etwas weicher klangen und erkennbar waren. 

Noch was, ich hatte hier Möglichkeiten, die andere Lector user nicht hatten - nämlich neue Röhren einbrennen 200 Stunden und dann direkt per umschalten am Emitter mit gleichzeitig gestarteten doppelten CDs und einem zweiten Lector zu vergleichen. Wenn sich Röhren mal bewährten, die anfangs anders geklungen haben, waren nach 200 Betriebsstunden keine Unterschiede mehr ausmachbar beim Umschalten - außer auf dem Bankkonto.

Einer meiner Lectoren steht heute noch bei meinem Freund Robert, er nutzt wohl aber meistens seinen großen Opera Droplet 5.0 (der schon einige Laufwerke hinter sich hat, weil die Dinger zu heiß werden) oder seinen großen Esoteric X01SE.

Als ich den Lector hatte arbeitete ich sehr viel mit selbst gebrannten CD s - einige mochte er nicht -
mehr oder minder bei jedem Player damals so gewesen.

Mehr Sorgen machte mir die Spindel, etliche Kauf CD s ließen sich nicht einlegen - bei keinem meiner 3 Geräte - weil die Löcher in der Mitte der CD s  zu eng waren für den Lector und ich mußte die dann jedesmal mit der Feile aufbohren, das war ärgerlich und vermieste es mir ein wenig.
Mit rabiater Gewalt reindrücken wollte ich diese Scheiben nicht.

Der Look mit dem Acryl war damals die perfekte Entsprechung zu meinen 2er Emittern.

Die 3 Volt am analogen  Ausgang haben nichts mit dem Netzteil zu tun - sie sind halt nicht kompatibel zu Studiotechnik, die ich verwendete - diese ist mit 0 db auf 0,77 Volt ausgelegt - und wenn du einen EQ mit 3 Volt anfährst hat er schon einen Grundpegel vor Bearbeitung - ich müßte es jetzt ausrechnen - schätze mal um plus 12 db wenn nicht mehr. Da kannste dann nicht mehr allzuviel machen, ohne in die Übersteuerung zu kommen, ganz extrem bei SPL Vitalizern, die waren schon am Eingang auf Anschlag und warnten selbst bei 1:1 schon mit der Übersteuerungslampe.

Das andere Netzteil checkte ich natürlich auch - war mir zu laut vom Arbeitsgeräusch und brummte deutlich - der Klang wurde etwas "heller".
Da war bestimmt ein Trenntrafo mit drin, obwohl Lector hatte eine Zeit lang generell Probleme mit dem deutschen Stromnetz und reagierte auf homöopathische DC Anteile, ganz schlimm bei der Vor und Endstufe . Auf Grund meines Feedback und das zahlreicher anderer Anwender und Max Krieger daselbst - wurden dann aber irgendwann andere Trafos verbaut.

MIt Hifi Geraffel machen die 3 Volt allerhöchstens an alten Luxman amps Probleme - das Hifi Zeuch kann das ab. Lector baute das auch nicht ohne Grund so. Begründung war, daß man lange Kabel verwenden können soll ohne den Sound zu verderben, weil viele Hifi User wohl mit längeren Strecken unterwegs sind - so damals der Eintrag auf der Webseite.

Ich wollte meinen Lector umbauen lassen(zumindest einen) auf XLR und Digi out, bekam aber trotz mehrfacher Mails an den Hersteller keine Antwort, außer die, man sei im Streß und käme irgendwann auf mich zu, darauf warte ich bis heuteSmile

Ansonsten hast du es prima beschrieben vom Sound - für mich als Metalhörer war der Lector ein Befreiungsschlag, der ganze Giftschrank machte plötzlich Musik und schmeckte wie süßer Honig im Ohr - ich sprach immer vom ZAUBERER . Meine ganzen High End Hochpreisplayer flogen raus, kamen  mir nur noch unmusikalisch und eckig vor.

Mit streaming machte ich andere Erfahrungen wie du, streaming hat hier den Lector aufs Ruhegleis gestellt, bis ich halt verkaufte.

Ich nehme aber nach wie vor keine externen Streamer, auch wenn ich einen der so gehypten aktuellen Eversolos hier rumliegen hab - hören will ich mit so was auf keinen Fall - no go. Liegt sein nem Jahr in der Kiste.

Ich hab das Glück, daß meine Terra Lap Tops, die ich mir vom Computerladen entsprechend ausrüsten und einstellen ließ weil ich da keine Ahnung von hab - perfekt als Datenlieferant werkeln und overall mit Amazon unlimited alle CD Player in den Schatten stellen, weil das Ausgangsmaterial oft besser ist als die WAC CD.

Muß allerdings zugeben, andere Streaming Anbieter, wie Tidal, klingen hier für mich unerträglich dumpf, verhangen und lahm und bassbauchig.

Inzwischen hat ich wieder ein CD Laufwerk von SMSL - auch ein guter Datenlieferant aber reines Laufwerk.
Ach so, den Lector konnte ich eh ab 2018 nicht mehr verwenden, da ich meine  Raumkorrektur über den RME Adi laufen ließ und Lector damals kein Digital out anboten -
außerdem führte das die Röhren ad absurdum, da sie in dem Falle ja nicht mehr im Signal wären.

Wink
Meine Katze ist schon 11 Jahre alt und arbeitet noch analog als Verbrenner auf Milchbasis! Big Grin
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