Vor 9 Stunden
(08.10.2026, 19:20)E-8 schrieb: Vor vielen Jahren war ich auch noch eher ein Anhänger der (vermeintlich) "reinen Lehre", daß die Kette bloß nichts hinzudichten sollte.
Im Lauf der Zeit wurde mir dann klar, daß mir z.B. eine physiologische Entzerrung nach Fletcher/Munson subjektiv sehr viel mehr zusagt, als eine strikt lineare Wiedergabe, zumal ich meist bei sehr moderaten Pegeln höre.
Mein Fazit aus allem heute: einfach tun, was einem subjektiv den größten Genuß vermittelt
P.S.: Werners Anmerkung zum Klirr der Röhrenverstärker stimme ich zu. Die in Echtzeit zum Signal erzeugten Oberwellen führen wahrscheinlich zu einer subjektiv empfundenen "Luftigkeit" des Klangbildes.
Hallo Eberhard,
du sprichst mir aus dem Herzen. Auch ich habe ziemlich lang gebraucht, um zu all diesen Erkenntnissen zu kommen. Du kannst dir wahrscheinlich gut vorstellen, welche Befreiung für mich der SPL Stereo Vitalizer MK2-T darstellt, der auf der psychologischen Seite mit den Fletcher/Munson-Hörkurven und auf der akustischen mit zwei Sovtek Röhren arbeitet.
Was der Vitalizer an Transparenz, Räumlichkeit und Erlebnistiefe bringt grenzt für mich an Zauberei. Das lässt sich durch einfaches Drücken des kleinen Knöpfchens nachvollziehen, mit dem das Prozessornetzwerk ein- bzw. ausgeschaltet wird. Der Vorher- Nachher-Effekt ist beeindruckend.
Ohne den Vitalizer möchte ich nicht mehr hören. Aber als Voraussetzung dafür mußte ich mich erst von der Vorstellung lösen, dass es die EINE zu reproduzierende musikalische Wahrheit von Musikkonserven gibt. Solange ich das Gefühl habe, dass es natürlich klingt, der Fuß mitwippt und auch nach Stunden nichts nervt ist für mich alles in Ordnung. So einfach ist das. War aber ein langer Weg bis dahin.
LG Tom
P.S.: auf welchem Weg arbeitest du mit den Fletcher/Munson-Hörkurven?
„Information is not knowledge. Knowledge is not wisdom. Wisdom is not truth. Truth is not beauty. Beauty is not love. Love is not music. Music is the best.” (Frank Zappa)


