Vor 11 Stunden
(Gestern, 19:29)Eraserhead schrieb:(Gestern, 15:37)E-8 schrieb: Anfang der 80er ....
Credo war, genau das hören zu können, was die Künstler aufgeführt und wie es der Tonmeister (nach ihren Wünschen?) abgemischt hat.
Aber es war doch damals schon klar, dass das überhaupt nicht möglich ist. Der Tonmeister nutzt eigene Elektronik und Lautsprecher. Wie soll der wissen, was ich daheim stehen habe und die Musik dementsprechend produzieren. Ich denke manche Produzenten wundern sich, wenn sie ihre Musik auf anderen Anlagen hören.
Für mich war immer klar, dass es mir gefallen muss, egal was die Presse oder Foren sagen. Aber das ist das Problem, manche Musik gefällt, manche nicht. Ich bräuchte eigentlich mehrere Anlagen....
Klar war das für die Experten schon immer, speziell den Profis im Aufnahme- und Studiobereich. Aber diese Diskussion tauchte damals so gut wie nie in HiFi Foren oder den einschlägigen HiFi Medien auf und die meisten haben sich mit Aufnahmetechnik, wenn überhaupt, nur am Rande interessiert (vielleicht bei speziellen audiophilen Verfahren, wie "Halfspeed" oder "Direktschnitt"). Selbst heute interessiert die Mehrheit der Hörer die Aufnahmetechnik oder Art und Weise wie eine Aufnahme zustande kommt, nicht die Bohne. Viele glauben immer noch, dass Alben live im Studio eingespielt werden. Dieses Wissen um den ganzen "Produktionskram" ist ja auch für die HiFi und "High End" Industrie kontraproduktiv und Absatzmindernd. Wie soll man denn dem Kunden den hochgelobten "natürlichen" Klang der Anlage erklären, wenn bei der Aufnahme etliche elektronische Helferlein zum Einsatz kamen und die Interpreten noch nicht mal gleichzeitig am Aufnahmeort anwesend waren??
LG,
Horst
Horst


