17.05.2026, 19:14
(24.01.2026, 14:17)jaer schrieb: Jooo... Ich habe schon viele DACs gehört. Aber das CDREAM5-Board (mit HADAM) gefällt mir bis jetzt am besten.
Ich komm mit den ganzen ΔΣ-Wandlern auf Dauer schwer klar. Ob nun mein neuer BurrBrown PCM1794 parallel, oder davor ESS oder AKM egal welcher

Zuerst flasht einen die Auflösung, man hört einen Haufen "neuer" Details in seiner Musiksammlung. Das begeistert erstmal. Nach Wochen... Monaten... stellt man fest, daß einem das Musik hören oft nervt und man erleichtert ist nach dem Ausschalten.
Früher hat das Hören digitaler Quellen mehr Spaß gemacht, auch wenn Details und Grobdynamik vielleicht eingeschränkt waren. R2R macht einen natürlichen Flow, ΔΣ klingt dagegen stocksteif, als würden Auflösung und messerscharfe Transienten der heilige Gral sein.
Ich bin oft in der Natur unterwegs und die Art wie sich Geräusche dort im freien Raum anhören ist für mich ein Gradmesser für Hifi. Ich höre da keine künstlich überschärften Mitten und Höhen mit einem surrealen Oberwellenspektrum, wie es ΔΣ-Wandler erzeugen.
Mit den Dingern ist es ähnlich wie mit 4K Video. Auch Musik wirkt mit dieser "höher, schneller, weiter" Technologie unnatürlich scharf. Mag sein, daß Musik, die derart produziert wird und eine Illusion erzeugen soll, über ΔΣ am besten klingt.
Aber gute alte Klassik- und Jazzaufnahmen schmerzen einfach nur in der Seele, nachdem der erste Rausch der blitzblanken klinischen "Sauberkeit" für unseren analytischen Verstand verflogen ist.
Für mich ist Natürlichkeit das Maß der Dinge und da kommen die alten DAC's wie TDA1541 oder TDA1543x 8 oder besser 16fach ohne Oversampling (über längere Zeit gehört) noch am dichtesten ran.
Philips/Sony war damals in den 80'ern "gezwungen", den Leuten den Übergang von analog auf digital so schmackhaft wie möglich zu machen. Heute geht es nur noch um Messwerte im mehrstelligen Kommabereich...

Gruß
Rainer

