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SMSL PL 200 T CD Player - edles und preiswertes CD Laufwerk ?
#50
Vielen Dank für das konstante Interesse. Hier ein paar weitere Beobachtungen zum SMSL PL200T.

Externes Netzteil

Angesichts des sehr ansprechenden klanglichen Verhaltens sowie der ganz hervorragenden Messwerte (s. oben), welche ja mit dem eingebauten Schaltnetzteil gemessen wurden, fragte ich mich natürlich, was ein externes Netzteil zusätzlich bringen/verbessern sollte.  Aber Probieren geht über Studieren, also frisch ans Werk.

Ich hatte zuhause ohnehin ein paar überschüssige Dell-Computernetzteile mit USB-C Anschluss, also fragte ich mich, wie ich diese nutzbringend einsetzen könnte. Alleine dafür wollte ich mir allerdings nicht den USB-C Eingang des 200T blockieren (daran hängt mein Computer, damit ich für dessen Output den DDC des 200T nutzen kann).  Zudem sind das bekanntlich Schaltnetzteile, weswegen ich erst gar nicht versucht habe, wie es wohl klingen mag, wenn man ein solches an den USB-C Eingang als Stromversorgung des 200T anschließt.

Stattdessen beschaffte ich mir bei amazon eine Art von passiver Gleichstrom"säuberungs"einheit, die immerhin € 80 kostete, dafür aber zehn Superkondensatoren und weitere keramische Kondensatoren enthält. Beworben wird dieses Teil mit dem Claim: "Erreicht eine Welligkeitsunterdrückungsrate von über 80–90% mit Superkondensatoren und Festkörperkondensatoren für klare Audioqualität." Dieses Teil verfügt u.a. über je einen USB-C Eingang und -Ausgang, aber auch über weitere spiegelbildliche Ein-und Ausgänge, u.a. 2.5mm Hohlstecker, passend zum DC-Eingang des 200T.

Also schloss ich mein kräftigstes Computernetzteil (90W) an dieses passive Gerät an und ging von dort in den 2.5mm DC-Eingang des 200T. Im Grunde habe ich mir damit ein "Netzteil" gebastelt, das alle wichtigen Eigenschaften eines altmodischen linearen Netzteils aufweist, obwohl am Anfang ein Schaltnetzteil steht. Ob dieses 90W Dell-Netzteil von sich aus überhaupt besonders noisy ist, bezweifle ich mal. Aber was immer an ripples o.ä. noch übrig sein sollte, wird durch dieses Zusatzgerät rausgefiltert. 

Das Teil verträgt zwischen 5V und 24V, kann bis zu 10A ab und hat eine Gesamtkapazität von 0,6 Farad (nicht micro oder milli).  Stromlieferfähligkeit ist also zu jedem Zeitpunkt im Überfluss gegeben, und die Superkondensatoren sind extrem schnell. Jegliche verbleibenden "Unsauberkeiten" dürften eliminiert werden.  Jemand verglich das mit einem großen See, an dessen Ufer ein kleiner Bach einmündet, aber bis zum gegenüberliegenden Ufer haben sich sämtliche kleinen Wellen schon längst völlig totgelaufen.

Und was soll ich sagen? Zu meiner größten Überraschung hat sich alleine dadurch der Sound deutlich hörbar verbessert. Es liegen keine Welten dazwischen, aber dass ein neues "Netzteil" bei einem ansonsten sehr gut beleumundeten CD Transport überhaupt einen Unterschied macht, hat mich schon überrascht.

Im wesentlichen ist der Klang merklich "abgerundeter", fülliger und etwas bassiger/tiefer geworden, ohne dass die Midrange überdeckt würde. Die Höhen und die "Räumlichkeit" sind dabei mindestens so gut wie zuvor.  Ich werde nicht mehr lange hin- und herstöpseln; das Ergebnis ist eindeutig. Zuerst hatte ich mit gar nichts gerechnet, doch plötzlich hörte sich die aktuelle CD besser an. Der positive Effekt erstreckt sich auch auf die Sounds aus dem Computer, die über USB-C reinkommen und im DDC aufpoliert werden. Das ganze geht über I2S an den DAC (diese I2S-Verbindung alleine klingt schon deutlich exakter als die Toslink-Verbindung, die mir als Option zur Verfügung steht).

Wenn es zuvor schon Spaß gemacht hat, diesem CD-Transport mit eingebautem DDC zu lauschen, ist es jetzt noch besser geworden.  Was geht über einen volleren, aber weiterhin strammen Bass und mehr Tiefgang?  Mir gefällt's sehr gut!  Der Wellenglätter bleibt; das interne Netzteil wird bis auf weiteres in Ruhestand geschickt.

Hoffe, das war interessant. Später mehr.
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RE: SMSL PL 200 T CD Player - edles und preiswertes CD Laufwerk ? - von Sugano - 10.05.2026, 12:00

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