Vor 3 Stunden
Hallo,
ich hatte die letzten Tage das Vergnügen die littleBig zuhause testen zu dürfen.
Ehrlich gesagt bin ich mit einer gewissen Skepsis rangegangen. Der sehr hohe Dämpfungsfaktor hat bei mir direkt das typische Kopfkino ausgelöst: analytisch, eher kühl, vielleicht sogar etwas steril. Dazu die Erwartung, dass der Bass zwar kontrolliert, aber eher schlank und wenig emotional ausfällt -> um es kurz zu machen, das Gegenteil war der Fall!
Kurz zu meiner Anlage:
Für das „Nebenbei-Hören“ (bzw. wenn die Familie streamt) läuft ein Primare I15 Prisma.
Wenn ich bewusst Musik höre, gehe ich rein analog über Thorens TD1600 + Primare R15 + Simply Italy + Spieker & Martin M#1.
Da ich keine Vorstufe habe, habe ich für den Test auf digital umgebaut:
Tidal/Roon + Allo USBridge (mit Allo Shanti Netzteil) + RME ADI 2 XLR (mit Mr. Nixie Netzteil) + littleBig + M#1.
Also zwei völlig unterschiedliche Herangehensweisen mit anderen Quellen. Somit ist ein richtiges Fazit in der kurzen Zeit schwierig.
Angespielt habe ich u.a.:
Albert King - Live Wire / Blues Power
Buddy Guy - damn right, Ive got he Blues
Lightnin' Hopkins - Lightnin' Strikes
Johnny Cash - with the Royal Philharmonic Orchestra
War - greatest Hits
Roger Waters - Amused to the Death
Dire Straights - on every Street
Thievery Corporation - sounds from the Thievery Hifi
Yello - Touch
Bob Marley - Natty Dread
Freundeskreis - Quadratur des Kreises
Julia & Angus Stone - Down the Way
Louis Armstrong - Satchmo plays King Oliver
Jusef Lateef - Eastern Sounds
Ben Webster - Soulville
Die littleBig spielen richtig musikalisch, unglaublich frei und lösen die Musik sehr schön von den Lautsprechern. Die Bühne steht stabil im Raum, die Ortbarkeit ist hervorragend und vor allem verschwindet die Elektronik. So habe ich das bei mir noch nicht gehört...die Kombi hat bislang ungeahnte Qualitäten aus meinen Lautsprechern geholt.
Besonders beeindruckt hat mich der Bass. Er trägt die Musik auf eine sehr selbstverständliche Art, ohne aufzudicken. Das hat richtig Körper und Grip.
Mitten und Höhen sind detailreich und voller Information, ohne ins Kalte oder Analytische zu kippen. Alles wirkt aus einem Guss.
Die littleBig führen den Charakter des ADI 2 konsequent weiter, und die Kombi ist dabei sogar gnädiger, als ich es bei mittelmäßig aufgenommenem Material erwartet hätte.
Dabei muss ich sagen, dass der Adi mir normalerweise etwas zu technisch und kühl rüberkommt.
Nach dem Rückbau auf den Simply Italy war ich im ersten Moment tatsächlich etwas ernüchtert. Der spielt kompakter, weniger offen und kommt bei Dynamik und Druck natürlich nicht ansatzweise an die Mono’s ran. Aber nach ein paar Songs war der bekannte Röhren-Charme wieder da.
Unterm Strich haben mich die Mono’s wirklich abgeholt. Ich werde sie definitiv im Auge behalten!
Was mir fehlt, wäre eine passende Vorstufe mit analogem Eingang. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass eine Röhrenvorstufe hier das perfekte Match wäre, etwas Schmelz kombiniert mit dem Schmiss der littleBig.
Grüße Sebastian
ich hatte die letzten Tage das Vergnügen die littleBig zuhause testen zu dürfen.
Ehrlich gesagt bin ich mit einer gewissen Skepsis rangegangen. Der sehr hohe Dämpfungsfaktor hat bei mir direkt das typische Kopfkino ausgelöst: analytisch, eher kühl, vielleicht sogar etwas steril. Dazu die Erwartung, dass der Bass zwar kontrolliert, aber eher schlank und wenig emotional ausfällt -> um es kurz zu machen, das Gegenteil war der Fall!
Kurz zu meiner Anlage:
Für das „Nebenbei-Hören“ (bzw. wenn die Familie streamt) läuft ein Primare I15 Prisma.
Wenn ich bewusst Musik höre, gehe ich rein analog über Thorens TD1600 + Primare R15 + Simply Italy + Spieker & Martin M#1.
Da ich keine Vorstufe habe, habe ich für den Test auf digital umgebaut:
Tidal/Roon + Allo USBridge (mit Allo Shanti Netzteil) + RME ADI 2 XLR (mit Mr. Nixie Netzteil) + littleBig + M#1.
Also zwei völlig unterschiedliche Herangehensweisen mit anderen Quellen. Somit ist ein richtiges Fazit in der kurzen Zeit schwierig.
Angespielt habe ich u.a.:
Albert King - Live Wire / Blues Power
Buddy Guy - damn right, Ive got he Blues
Lightnin' Hopkins - Lightnin' Strikes
Johnny Cash - with the Royal Philharmonic Orchestra
War - greatest Hits
Roger Waters - Amused to the Death
Dire Straights - on every Street
Thievery Corporation - sounds from the Thievery Hifi
Yello - Touch
Bob Marley - Natty Dread
Freundeskreis - Quadratur des Kreises
Julia & Angus Stone - Down the Way
Louis Armstrong - Satchmo plays King Oliver
Jusef Lateef - Eastern Sounds
Ben Webster - Soulville
Die littleBig spielen richtig musikalisch, unglaublich frei und lösen die Musik sehr schön von den Lautsprechern. Die Bühne steht stabil im Raum, die Ortbarkeit ist hervorragend und vor allem verschwindet die Elektronik. So habe ich das bei mir noch nicht gehört...die Kombi hat bislang ungeahnte Qualitäten aus meinen Lautsprechern geholt.
Besonders beeindruckt hat mich der Bass. Er trägt die Musik auf eine sehr selbstverständliche Art, ohne aufzudicken. Das hat richtig Körper und Grip.
Mitten und Höhen sind detailreich und voller Information, ohne ins Kalte oder Analytische zu kippen. Alles wirkt aus einem Guss.
Die littleBig führen den Charakter des ADI 2 konsequent weiter, und die Kombi ist dabei sogar gnädiger, als ich es bei mittelmäßig aufgenommenem Material erwartet hätte.
Dabei muss ich sagen, dass der Adi mir normalerweise etwas zu technisch und kühl rüberkommt.
Nach dem Rückbau auf den Simply Italy war ich im ersten Moment tatsächlich etwas ernüchtert. Der spielt kompakter, weniger offen und kommt bei Dynamik und Druck natürlich nicht ansatzweise an die Mono’s ran. Aber nach ein paar Songs war der bekannte Röhren-Charme wieder da.
Unterm Strich haben mich die Mono’s wirklich abgeholt. Ich werde sie definitiv im Auge behalten!
Was mir fehlt, wäre eine passende Vorstufe mit analogem Eingang. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass eine Röhrenvorstufe hier das perfekte Match wäre, etwas Schmelz kombiniert mit dem Schmiss der littleBig.
Grüße Sebastian


