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Line Magnetic LM508IA mein Traumverstärker
#46
Jetzt habe ich einige Zeit nichts mehr geschrieben. Auch wenn ich nach wie vor der Überzeugung bin, dass der LM-508IA ein absoluter Traum- und Endgame-Verstärker ist, gab es langfristig ein paar Dinge, die letztlich dazu führten, dass ich ihn – leicht wehmütig – abgegeben habe. Konstruktionsbedingt hatte er an meinen Odeon immer ein leichtes Grundbrummen, und er war sehr empfindlich, was die Netzqualität betraf. Zudem brauchte er stets 40 bis 50 Minuten, bis er so richtig gut spielte, und ich hatte oft die latente Sorge im Hinterkopf: Wenn etwas anders klang – lag es an der Aufnahme oder hatte vielleicht eine der Röhren einen Defekt?

Letzten Endes wahrscheinlich alles Kleinigkeiten, die man beim Kauf eines solchen Röhren-Boliden einpreisen muss. Aber ich bin da wohl doch nicht der Typ für, auch wenn ich es gerne gewesen wäre. So folge ich nun dem Ruf des Werners und erwarte freudig eine „Horde Dinosaurier“.

Wie gesagt, etwas wehmütig bin ich schon. Zu seinen besten Stunden klang er unglaublich gut, und gerade die letzten Tage zeigte er noch einmal, was er kann. Aber für mich persönlich überwogen auf Dauer die kleinen Nachteile.

Da der LM-508IA nun schon verpackt und reisefertig ist und ich ein Provisorium für die Zwischenzeit brauchte, habe ich mir ein Paar Fosi V3 Monos geholt. Natürlich kein Vergleich mit ihren 750 g zu den 42 kg, aber ich bin wirklich positiv überrascht, was die Kleinen zaubern können. Jeff Buckleys „Hallelujah“ gefällt mir mit ihnen richtig, richtig gut – da können sie sogar mehr Emotionen wecken als der große LM-508IA, was mich ehrlich überrascht hat. Wenn es allerdings zur Sache geht und komplexer wird, etwa bei Epica, merkt man ihnen schon an, dass sie überfordert sind: Es klingt überladen, und die Bühne bricht etwas zusammen.

Aber für das Geld – und wenn epischer Metal nicht ständig auf der Speisekarte steht – sind sie durchaus eine Empfehlung wert.
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RE: Line Magnetic LM508IA mein Traumverstärker - von cRm - 10.03.2026, 21:10

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