18.02.2026, 22:19
So heute war Besuch bei Werner!
Es ist schon ein Privileg,
wie er (und Beate) seit Jahren so vielen HiFi-Freunden die Tür öffnet, um sie seine neuen Komponenten hören zu lassen.
Ich habe das jetzt schon viele Male genossen, heute passend bei Kreppel und Kaffee.
Der Sound, der mir beim Öffnen der Druckkammer entgegenkam, war entspannt und angenehm, die Eros 9X gefallen mir optisch noch besser als die Eros 9, etwas dunkler rötlicher und von makellosem Glanz.
Erst gab es eine kleine Hörrunde Yellow at Berlin, eindrucksvoll und sofort auffallend und kaum glaublich, ohne alles Equalizing war der Bass sehr konturiert und sauber auf den Punkt, das konnte die Anniversary nicht.
Dann war Werner so freundlich mich meine Messungen, vor weiterem Hören machen zu lassen.
Zunächst die Impedanz der Eros 9X
und im Vergleich die der Eros 9
Man sieht, daß beide 9 und 9X etwa auf dieselbe Portfrequenz 38Hz abgestimmt sind.
Dann fällt auf, daß die tiefere Resonanzspitze bei der 9 deutlich niedriger ist als bei der 9X.
Das wird allgemein so interpretiert, daß das Gehäuse zu tief getuned ist (underdamped) und der Beitrag der Portöffnung bei der tuning Frequenz fb (bei der Senke, die 38Hz) zu gering ist.
Da die tiefere Resonanzspitze bei der 9x höher ist, dürfte der Beitrag der Portöffnung bei den 38Hz größer sein.
In der Theorie sollten beide Spitzen für einen linearen Frequenzgang bis zur Tuning Frequenz fb gleich hoch sein, meist wird aber eine etwas tiefere untere Spitze bevorzugt, vieleicht um den Bass nicht zu rumpelig werden zu lassen, bei einer bestimmten Frequenz.
Insgesamt kommt die 9X von der Portabstimmung dem Ideal näher.
Dann sieht man neben den beiden Bassspitzen noch die stumpfere Spitze im Mittelbereich.
Diese stumpfe Spitze liegt bei der 9X so um die 2k6Hz und bei der alten Anni so bei 2k6Hz.
Das zeigt deutlich, daß der Übergang TT zu HT bei der 9x tiefer gelegt wurde.
Interessant auch die kleinen Störungen um Impedanzverlauf.
Bei der 9X die größere Störung in der abfallenden Flanke der oberen Resonanz (Gehäuse) ist ein Artifakt im Messprozess und wäre bei Wiederholung verschwunden. Habe ich mit meinem Messprogramm ab und zu, auf die Wiederholung haben wir aus Zeitgründen verzichtet.
Aber die kleinen Zacken bei ca. 150Hz und 320Hz sind alte Bekannte von der Ureros und der Eros 9 Anni und verraten, daß wohl auch in der 9X wieder ein Fane mit dem Stahlblechkorb werkelt, was man ja auch auf den Fotos der Innereien sieht.

So zum FQgang am Hörplatz
In der Gesamttendenz leicht abfallend, was oft als angenehm empfunden wird und den Eindruck von Räumlichkeit bestärkt und Langzeit Hörbarkeit ergibt.
Ganz unten wieder die Raumresonanz mit dem Peak knapp unterhalb 40Hz, ähnlich wie bei der Eros 9, aber der Bass war, warum auch immer, dennoch deutlich präziser, die 9 hatte da schon mehr Dröhnen im Raum.
Diesmal liegt die Thivan typische Präsenzsenke etwas höher bei 6k5Hz, bei der Eros 9 waren es ca. 4kHz, das bringt sicher Klangunterschiede.
Werner hatte nach Gehör equalized und wie immer lag er sehr richtig.......!
Wobei Werner betont, daß er die 9X eben auch ohne dieses equalizing sehr gut findet.
Kommen wir zu den Nahfeldmessungen, sehr provisorisch, da beide Treiber immer an waren.
Dennoch .....
Hier der TT der 9X
und hier der TT nah der Eros Anni
Es ist schön zu sehen, daß die Drossel die Werner sichtbar gemacht hat, den TT wesentlich früher abfallen lässt.
Vermutlich mit 6dB.
Ob die "Blasen" und Wiederanstieg im FQgang nach dem abfallenden Teil Meßungeschicklichkeit durch "Einblasen" des HT in die Messung war? Wahrscheinlich.
Beim Nahfeldmessen des HT sind wir nicht genügend in den Trichtermund, um den TT mehr auszublenden, von daher fällt der HT vermutlich zu wenig steil ab.
Der HT Abfall der Anniversary war deutlicher, was sie sich auch leisten kann, da der TT ja bis 3kHz liefert.
Wir haben dann (endlich) nur gehört....
Werner war sehr geduldig mit mir!
Wieder zwei Titel von Yellow mal mit dem Makroaudio Pre und mit dem Adi abwechselnd.
Von Werners Festplatte.
Es war sehr schwer zu sagen, was mir besser gefallen hat, der Makroaudio war entspannter und "natürlicher" im Klatschen und Publikumsgejohle, gab aber der Stimme der Sängerin in den hohen Tönen und Zischlauten so etwas wie eine Modulationsverstärkung, eine Art Tremoloverstärkung im allerobersten Bereich, die gleichzeitig überraschend, weil völlig ungewohnt, wie auch ablenkend war.
Der Adi gab das ganze eine Spur dynamischer, heller, aber ohne diesen Obertoneffekt wieder, was die Gesamtheit der Stimme mehr in Ruhe ließ.
Für mich war der Adi in diesen beiden Stücken eine Spur willkommener.
Nun muß man ja auch sagen, daß bei Werner der ADI, wenn ich es recht verstanden habe, ja immer im Signal weg ist, wenn er seine digitalen Quellen in analoge Signale umwandelt.
So daß der Makroaudio quasi ergänzend eingeschleift wird.
Hm, Hm, schwierige Frage....aber ich würde fast sagen, Werner Du brauchst den Makroaudio in der Kette mit dem ADI nicht.
Alles in allem wieder soooooooo interessant und Danke Werner!
Es ist schon ein Privileg,
wie er (und Beate) seit Jahren so vielen HiFi-Freunden die Tür öffnet, um sie seine neuen Komponenten hören zu lassen.
Ich habe das jetzt schon viele Male genossen, heute passend bei Kreppel und Kaffee.
Der Sound, der mir beim Öffnen der Druckkammer entgegenkam, war entspannt und angenehm, die Eros 9X gefallen mir optisch noch besser als die Eros 9, etwas dunkler rötlicher und von makellosem Glanz.
Erst gab es eine kleine Hörrunde Yellow at Berlin, eindrucksvoll und sofort auffallend und kaum glaublich, ohne alles Equalizing war der Bass sehr konturiert und sauber auf den Punkt, das konnte die Anniversary nicht.
Dann war Werner so freundlich mich meine Messungen, vor weiterem Hören machen zu lassen.
Zunächst die Impedanz der Eros 9X
und im Vergleich die der Eros 9
Man sieht, daß beide 9 und 9X etwa auf dieselbe Portfrequenz 38Hz abgestimmt sind.
Dann fällt auf, daß die tiefere Resonanzspitze bei der 9 deutlich niedriger ist als bei der 9X.
Das wird allgemein so interpretiert, daß das Gehäuse zu tief getuned ist (underdamped) und der Beitrag der Portöffnung bei der tuning Frequenz fb (bei der Senke, die 38Hz) zu gering ist.
Da die tiefere Resonanzspitze bei der 9x höher ist, dürfte der Beitrag der Portöffnung bei den 38Hz größer sein.
In der Theorie sollten beide Spitzen für einen linearen Frequenzgang bis zur Tuning Frequenz fb gleich hoch sein, meist wird aber eine etwas tiefere untere Spitze bevorzugt, vieleicht um den Bass nicht zu rumpelig werden zu lassen, bei einer bestimmten Frequenz.
Insgesamt kommt die 9X von der Portabstimmung dem Ideal näher.
Dann sieht man neben den beiden Bassspitzen noch die stumpfere Spitze im Mittelbereich.
Diese stumpfe Spitze liegt bei der 9X so um die 2k6Hz und bei der alten Anni so bei 2k6Hz.
Das zeigt deutlich, daß der Übergang TT zu HT bei der 9x tiefer gelegt wurde.
Interessant auch die kleinen Störungen um Impedanzverlauf.
Bei der 9X die größere Störung in der abfallenden Flanke der oberen Resonanz (Gehäuse) ist ein Artifakt im Messprozess und wäre bei Wiederholung verschwunden. Habe ich mit meinem Messprogramm ab und zu, auf die Wiederholung haben wir aus Zeitgründen verzichtet.
Aber die kleinen Zacken bei ca. 150Hz und 320Hz sind alte Bekannte von der Ureros und der Eros 9 Anni und verraten, daß wohl auch in der 9X wieder ein Fane mit dem Stahlblechkorb werkelt, was man ja auch auf den Fotos der Innereien sieht.

So zum FQgang am Hörplatz
In der Gesamttendenz leicht abfallend, was oft als angenehm empfunden wird und den Eindruck von Räumlichkeit bestärkt und Langzeit Hörbarkeit ergibt.
Ganz unten wieder die Raumresonanz mit dem Peak knapp unterhalb 40Hz, ähnlich wie bei der Eros 9, aber der Bass war, warum auch immer, dennoch deutlich präziser, die 9 hatte da schon mehr Dröhnen im Raum.
Diesmal liegt die Thivan typische Präsenzsenke etwas höher bei 6k5Hz, bei der Eros 9 waren es ca. 4kHz, das bringt sicher Klangunterschiede.
Werner hatte nach Gehör equalized und wie immer lag er sehr richtig.......!
Wobei Werner betont, daß er die 9X eben auch ohne dieses equalizing sehr gut findet.
Kommen wir zu den Nahfeldmessungen, sehr provisorisch, da beide Treiber immer an waren.
Dennoch .....
Hier der TT der 9X
und hier der TT nah der Eros Anni
Es ist schön zu sehen, daß die Drossel die Werner sichtbar gemacht hat, den TT wesentlich früher abfallen lässt.
Vermutlich mit 6dB.
Ob die "Blasen" und Wiederanstieg im FQgang nach dem abfallenden Teil Meßungeschicklichkeit durch "Einblasen" des HT in die Messung war? Wahrscheinlich.
Beim Nahfeldmessen des HT sind wir nicht genügend in den Trichtermund, um den TT mehr auszublenden, von daher fällt der HT vermutlich zu wenig steil ab.
Der HT Abfall der Anniversary war deutlicher, was sie sich auch leisten kann, da der TT ja bis 3kHz liefert.
Wir haben dann (endlich) nur gehört....
Werner war sehr geduldig mit mir!Wieder zwei Titel von Yellow mal mit dem Makroaudio Pre und mit dem Adi abwechselnd.
Von Werners Festplatte.
Es war sehr schwer zu sagen, was mir besser gefallen hat, der Makroaudio war entspannter und "natürlicher" im Klatschen und Publikumsgejohle, gab aber der Stimme der Sängerin in den hohen Tönen und Zischlauten so etwas wie eine Modulationsverstärkung, eine Art Tremoloverstärkung im allerobersten Bereich, die gleichzeitig überraschend, weil völlig ungewohnt, wie auch ablenkend war.
Der Adi gab das ganze eine Spur dynamischer, heller, aber ohne diesen Obertoneffekt wieder, was die Gesamtheit der Stimme mehr in Ruhe ließ.
Für mich war der Adi in diesen beiden Stücken eine Spur willkommener.
Nun muß man ja auch sagen, daß bei Werner der ADI, wenn ich es recht verstanden habe, ja immer im Signal weg ist, wenn er seine digitalen Quellen in analoge Signale umwandelt.
So daß der Makroaudio quasi ergänzend eingeschleift wird.
Hm, Hm, schwierige Frage....aber ich würde fast sagen, Werner Du brauchst den Makroaudio in der Kette mit dem ADI nicht.
Alles in allem wieder soooooooo interessant und Danke Werner!


