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Thivan Eros 9 X - Die Neuauflage zum 10 Jährigen
#49
(08.02.2026, 19:20)SiTangens schrieb: Bei der Eros9 Anniversary sieht die Welt etwas anders aus. Gut finde ich das aber auch nicht.

Man sieht auch hier krass viele Resonanzen im Impedanzverlauf.

Guten Morgen Freunde und Tsi Tangens(wie heißt du  eigentlich?  )


ihr sprecht da für mich ganz wichtige Dinge an - 
ich fühle mich da schwer getriggertSmile

wegen den "Verletzungen" aus der Vergangenheit, als ich ca. 1991 totaler Tannoy Fan war -
und das wurde durch einen Vollprofi-
den Jörg Hermsen-
der damals nicht nur stellvertretender technischer Leiter bei Teac und Tascam in Wiesbaden-Erbenheim war,
sondern zusätzlich Mitbetreiber und Inhaber der Allendorf Musikstudios, die unter anderem für das ZDF arbeiteten,
obendrein war Jörg begnadeter Musiker (Bass und Songwriting)-
und totaler High Ender -

 "für mich" leider machte er Ende der 90er so steil Karriere -
daß er in die USA umzog und irgendwann wohl sogar die Live Shows von Größen wie Stones und Turner betreute.

Daß er etliche Profis und Stars kannte, wurde mir schon vorher bewußt,
als er in den späten 90ern für Mark IV in Straubing als Manager arbeitete
und mich immer zur Frankfurter Musikmesse eingeladen hat, 
wo meine Frau und ich dann Zugang erhielten zu etlichen großen Musikern.

Na da konnte ich doch sicher sein, als ich 2000 das Internet und deutsche Hifi Forum betrat, 
daß ich da wenn ich von meiner Tannoy Westminster erzähle einiges positives Interesse wecke.

Das  Gegenteil war der Fall,
ich wurde damals völlig in der Luft zerrissen:
a) wie man so eine hohle Fehlkonstruktion ohne Mitten ertragen kann
b) ich wäre sowieso nicht ernst zu nehmen, wer Rock und Metal hört ist eh taub und braucht
dazu keine hochwertige Anlage, ist eh alles nur Geschrabbel in widerlicher Qualität
c) ich hätte nicht alle Tassen im Schrank, daß ich mir so häßliche große Dinger hinstelle

usw.

Selbst der spätere Chefredakteur - ich glaube von der Audio - Malte - im Forum hieß er wohl noch anders -
erklärte mir in Seelenruhe, daß man damit nicht ernsthaft Musik hören kann.

Das änderte sich erst über die Jahre, als mich endlich mal Leute besuchten und sich das anhörten und dann selbst begeistert berichteten, der erste war wohl der Richard aus dem Münchner Raum aus dem HF - der selbst die teilaktiven Flagschiffe Titan - ich glaube MK 6 (letzte Schapers Box) - besaß - und dann hier vom Hocker fiel und sich auch gleich nen ASR Emitter  2 zulegte, weil ihm der hier so gut gefiel.

Teilweise kamen auch Entwickler angerückt, mit einem großen Bauch voller Vorurteile, damit sie mal ablachen konnten und mich bloß stellen, damit ich endlich Ruhe gebe mit meiner Begeisterung.

So kam beispielsweise der Charly Warnke, der früher für Andi (Revolution) arbeitete und davor bei ASR Audio und berichtete dann selbst in seinem Forum, wie geil er das fand und das er das nach erlebten miesen Messevorführungen nie auch nur im Ansatz so erwartet hätte.

Irgendwann telefonierte ich dann mit Friedrich Schäfer von ASR Audio - und der Mann teilte mir sogar mit, daß es ihm gar nicht recht ist, wenn ich da so viel schreibe und er nicht unbedingt mit dem Produkt in Verbindung gebracht werden will, denn er erlebte es in Japan an Accuphase und hatte Ohrenschmerzen.

Ich lud ihn ein, 3 Stunden später stand er in der Tür - wir sind bis heute befreundet - und er warf seine Brille auf nach ein paar Songs und sprang auf und rief verdutzt: Mann klingt das gut! Er selbst entwickelte hernach bestimmt 10 Jahre an Tannoy, Tannoy machten sogar eine High End Messe in München mit seinem amp -
und kaufte mir gleich am ersten Tag noch meine Tannoy D 900 ausm Wohnzimmer ab.

Ich könnte ein Buch zu dem Thema und meinen Erlebnissen schreiben - ich hatte hier hunderte von Gästen, viele übernachteten bei mir oder in der Bahnhofspension -
weil sie von weit weg anrollten- da waren Bill Moloney aus Neu Seeland mit seiner Lebenspartnerin aus Californien, Dr. Alain Dupuis aus Frankreich (mehrfach), FK jazz hier aus dem Forum (aus Berlin) Siedy Abee und Bert Frans  und Josh Smit aus Holland , David (Amerigo in den Foren) aus der Schweiz, Paolo Dal Col aus Frankreich usw.

Mit am meisten beeindruckte mich dann, daß einer aus Brachtal nach dem Hörerlebnis alles stehen und liegen ließ und Tannoyhändler wurde - als Nebenjob zur Bank den Hifiladen MAOD aufmachte (gibts inzwischen nicht mehr).

Und ganz vom Hocker haute mich, als ein ganz junges Kerlchen und Jurastudent aus Norwegen mit seinem Freund hier anrollte -
das war der Jens Magnus Ostmo und der Marius Sunderby - Jens machte gleich einen Tannoyvertrieb und Emittervertrieb für ganz Norwegen auf -
deren Laden Stereophil gibts wohl noch heute.

Man sieht - Theorie und Erleben in der Praxis driften da weit auseinander -
und das wunderte und überraschte mich auch- ich dachte immer - ja wenn das dir ein Profi nahebrachte, der die ganzen Superstars kennt und für deren Beschallungsprodukte verantwortlich ist, dann muß das doch auch technisch die Waffe sein.

Nein , es ist nicht alles so einfach, wie ich es gerne hätte!

Die Westminster war die erste Box, wo ich mich beim Hören umstellen mußte, da sie durch ihre gehäuseresonanzen einen Raum im Raum abbilden konnte - eine derarte Holografie hab ich vorher von keiner JBL, Quadral, Heco, WHD usw. erlebt - auch die Tatsache, da´ß der38er Bass bis 1200 hertz voll mitlief war für mich neu  und ließ die Brust von Opernsängern viel realistischer vom Burstkorb her klingen - kurzum, das erste Mal im Leben spielte Musik völlig losgelöst von der Box und wurde auch extrem laut nie lästig.

Meßtechnisch war es eine Katastrophe - mindestens so schlimm, wie die kleine Kiste Thivan Eros 9.

Ich machte mir dann viele Gedanken, wie das sein kann und unterhielt mich mit vielen befreundeten Musikern - teilweise kam das Argument, daß ich ja auch als Gitarrenverstärler nur Boxen gut finde, die offen geschnitten sind und vibrieren wie Sau - und im P.A. Bereich in der Regel Hörner usw.

Manche andere sagten, man brauche gewisse Gehäseuschwingungen, um den Ton eines Naturinstrumentes zu imitieren, was ich aber nicht glauben wollte, denn die Vibration ist ja als Ton auf dem record mit drauf und zusätzliches "Rumpeln" kann nur kontraproduktiv sein.

Im Alter erkannte ich was ganz anderes -

nämlich, daß das menschliche Ohr und die Warhnehmung des Gehirns das Problem ist.

Und dann begriff ich auch, warum ich persönlich als Musiker mit einer B u W, einer Fischer, einer Manger, einer Geihtain, einer großen Wharfedale usw. nicht lange entspannt hören kann und ich immer das Gefühl kriege, ich höre eine tolle Retorte - aber keine lebende Musik. Das sind saubere Frequenzen, aber der Fuß wippt nicht, klingt für mich steril.

Im Prinzip ist das dasselbe Maleur, warum viele Leute ums Verrecken mit allen digitalen medien nichts anfangen können und ihre Schallplatten weiter nutzen.

Das konnte ich Mitte der 90er bis um 2005 auch nicht verstehen und predigte denen immer die Nachteile von Platte, - was genauso ein Humbug und am Menschen vorbei argumentiert war,wie die Schimpfeskapaden über die Westminster.

Heute gebe ich unumwunden zu, daß es etliche records gibt, die ich digital nie mehr auch nur ansatzweise so schön und musikalisch erlebte wie über die gute alte Schallplatte -

es sei beispielsweise die Turbo Lover von Judas Priest benannt, die klang selbst mit 30.000 Euro CD Player Kombis für mich immer wie aus ner Kloschüssel - und was war das auf Schallplatte in den 80ern ein Meisterwerk.
Das AHA Erlebnis kam dann, als ich bei Tonmeister Hermsen auf der Couch saß und der sein 180 Gramm Vynil derVoodoo Longue von den Stones auf nem Budget Project Dreher gegen die CD auf dem teuersten Teac Dreher laufen ließ und wir einfach umschalten konnten an Tannoy Studiomonitoren DMT 10 (die MK 1 mit den Druckkammerteilen und nicht den Pepperpots der MK2)

meine Frau und ich mußten Abbitte leisten - die CD klang einfach nur steril und technisch und die Musik erreichte mich nicht. Ganz anders auf der Platte.

warum? Das menschliche Ohr liebt das unterschwellige Rumpeln, die minimalen zeitlichen Ungenauigkeiten und anscheinend hat der Schnitt auch was mit zu tun, der Bass ist ja systembedingt, ich meine unter 100 hz in mono usw.

Schlechtere Technik - mehr Erlebnistiefe - da war ich bedient.

OK, bei neuen Aufnahmen heute wendet sich das Blatt schnell, da es meist kein Master für analog mehr gibt und die Schallplatte da keine Vorteile mehr bietet- dafür aber gescheite (lesbare)Booklets und Atmosphäre.

Das letzte Mastering, wo ich erlebte, wo die Analogversion die CD schier wegblies war die Death magnetic von Metallica, als ich die bei Ludwig mit der CD verglichen hab. Seitdem ertrag ich die CD nicht mehr, wobei ich schon die Version habe - wo nicht dauernd im Clipping hängt.

Oder schauen wir mal unter den Verstärkern. Technisch ist Class D (Purifi) doch sicher derzeit das genialste - die Leute hören aber immer noch meistens lieber mit Röhre, teilweise Transistor und nehmen dafür nicht selten erhebliche Stromrechnungen in Kauf, ich erinnere mich, mein bester Freund hat wohl schon von seiner Röhrensammlung bis 700 Watt Verbrauch berichtet.

Das machen die Leute ja nicht weil sie dumm sind, sondern, weil sie mit ihren Sachen besser hören können in Form von Erlebnistiefe und das authentischer in der Aufführung empfinden.
Der Mensch ist nunmal kein Messmikrofon und das vergessen viele Emntwickler und die verkaufen an Leute, die technisch das perfekte wünschen und dann ihre 20-50 Referenzrecords damit hören, wo das punkten kann und lebenslang maulen daß 99 von 100 Aufnahmen Kacke sind.

Geht bei mir gar nicht zu machen, ich höre den ganzen Tag und oft lauter - und ich höre laufend neues Zeuch und will da nicht genervt werden und vor allen Dingen, die Musik darf bei mir nicht aus der Kiste tönen - die muß im Raum stehen.

Normal wäre ich ein Kunde für diese MBL Geschichten, wo diese rieisigen holografischen Blasen machen, das kostete vor 20 Jahren schon 100 K plus - leider gibts da nicht die dynamische Attacke - gerade bei drums - die mich an Livehaftigkeit glauben läßt, so mache ich immer noch mit Steinzeithörnern herum (meistens jedenfalls).

Für mich sind gewissen Gehäseuschwingungen durchaus erwünscht, da sie mich besser eintauchen lassen, was bei mir aber gar nicht geht, ist wenn Fremdgeräusche ins Spiel kommen, bei Platte ist das Knistern, bei Röhren ist das Spratzeln und Rauschen und bei Boxen sind das Flattergeräusche von Bassrohren, Anschlaggeräusche und oder Bewegungsgeräusche von Treibern (oft durch Klebertropfen an den Sicken), rattern von Terminals oder in Bassattacken mitklappern von Brettern der Lautsprecher -
alles das erlebte ich schon und versaute mir die Laune.

Es müssen die "richtigen Vibrations" sein.

Was ich auch nicht abkann, sind enge Sweetspots und Höchststrafe ist für mich, wenn Leute in Filmen quatschen und es über Gebühr zischt in den S Lauten(bei mindestens 90 % aller Boxen, die ich kennenlernte!!!!! egal mit welcher Technik!  )  Das ist meine persönliche totale Achillesferse, da mach ich sofort aus, weil ist für mich Körperverletzung.

Smile
Meine Katze ist schon 10 Jahre alt und arbeitet noch analog als Verbrenner auf Milchbasis! Big Grin
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RE: Thivan Eros 9 X - Die Neuauflage zum 10 Jährigen - von Kellerkind - 09.02.2026, 08:17

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