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Tannoy - die Super - Koaxe aus Schottland
#74
Teil 2:

Hier hab ich noch ein Bild einer offenen Box gefunden - da kannst du sehen, wie der Treiber von hinten stabilisiert werden sollte - aber, wie gesagt, war ohne Berührung, wie wir in der eingebrachten Knetmasse sahenSmile

Daher dickeres Knetgummi genommen aus sogenannten Affenkit und hinten siehst du, daß Florat aufs Holz für den Treiber dämpfende Einfassungen reinklebte, so daß der Magnet und das Chassis großflächig und pber Kreuz stabilisiert wurden!

Da siehst du auch die Einschraubungen, die Florat damals erstmal richtig einklebte, denn die kamen uns an einer Box alle mit dem Treiber entgegen - jetzt saßen die.
Leider schlug das Holz deutliche Blasen, so daß der am Treiber angebrachte Dichtungsring viel zu dünn war und wir dickere verwendeten, damit das luftdicht schließt.

[Bild: bsqzhxjb.jpg]

Was wir halt nicht beheben konnten, das war die unschöne Tatsache, daß die Magneten nicht mittig montiert waren, inweieweit sich das klanglich auswirkt konnten wir nicht hinterhören. Wie du unschwer siehst, sind diese nicht mittig eingeschraubt, so einen Pfusch erlebten wir damals noch nie.

[Bild: 95hcbpe4.jpg]

Hier erwischte der Florat eine Box, da konntest du die Bretter quasi raushebeln, selbst die Außengehäsuewände waren instabil verklebt - 

so was erlebte ich kurz später auch an einer futschneuen Klipsch Cornwall 3 - wo ich sofort sagte, die eine Box klingt anders, als die andere.

[Bild: e6mkucfw.jpg]

Das eigentliche Tuning begann erst viel später und auf anderen Schritten -
unter anderem baute Cay-Uwe von Sonnus Natura ein echtes Weichengrab mit High End Teilen -
das haben wir dann aber verworfen, da es nix brachte mit zusätzlichen bauteilen die mechanischen Schwächen der Tannoy auszumerzen -
unter anderem versuchten wir auch eine interne Bassfalle für die stehende Welle in der Box -
im Serienzustand wird diese belassen -

und versucht mit einem 12 db Sperrkreis auf der Serienweiche abzugreifen -
ich meine das war um die 200 hz.

Florat knöpfte sich die Glenair dann richtig vor, beruhigte die Treiber mechanisch komplett  -
und führte die ganze Weiche ad absurdum.

Er entwickelte Jahre zuvor ein patentiertes SCT System für Membranen, um diese mit einen von ihm erfundenen Gemisch zu beruhigen, so daß es keine Eigenresonanzen mehr gibt.
Das Patent hat damals der Dipl.Ing. Cay-Uwe Kulzer von Sonus Natura für ihn verfaßt - Florat verstarb leider vor einem Jahr, aber der Cay-Uwe kann sich da sicher noch genau erinnern wie das geht und was das war. Was mit Florats Firma Seta Audio nach dessen Ableben wurde, ist mir leider nicht bekannt, das war echt ein toller Mensch, mit dem ich viele schöne Stunden erlebte.

Als Florat mit der Glenair fertig war, brauchte die - wie meine heutige Thivan Eros 9 Anni - nur noch einen Kondensator vor dem Hochtöner -
und der Bass konnte voll durchlaufen - und blendete sich selber aus - ohne aufzubrechen -

das war sensationell!

Hier der Treiber, wie er usrprünglich aussah:

[Bild: zwyidrte.jpg]


Und hier, nachdem Florat alle Schwächen und Fehler eliminierte und alles optimierte, was nur igend ging:

[Bild: 7t8p25h3.jpg]

[Bild: gqitzspv.jpg]

[Bild: pzg68dqh.jpg]

Florat entdeckte bei seinen monatelangen Arbeiten auch noch andere Schwächen , wie mitsingende/pfeifende Luftspalten unter dem Magneten verursacht durch undichte Plastikstellen an den Verschraubungen -deswegen auch die schwarzen Stellen auf dem Korb unter dem magneten, wo er dran arbeitete.

Das war hinterher ein perfekter Lautsprecher, der voll ausgereizt war . Da mir das aber zu lange dauerte und sehr ermüdend war - immer wieder hören und dann wieder warten und Schritt für Schritt und ich damals derart genervt war, und mich der Werner Enge eh besuchte zum Workshop wechselte ich damals auf Klipsch.

Denen blieb ich lange treu! Genauso lange, wie der Glenair - 6 Jahre!

Soweit ein Kurzreport, der dir die nötigsten Anhaltspunkte gibt. 

Leider ist die Glenair kurz nach dem Report im Open End Forum  und meiner Kommunikation mit dem Hersteller (Sales Manager) eingestellt worden und wurde nicht mehr weiter gebaut. Es gab dann lange Zeit keinen "bezahlbaren 15 incher" mehr von Tannoy. Dieser Lautsprecher hatte richtig Potential! Problem war, die ersten Chargen wurden in China gebaut, da war man mit den Gehäusen unzufrieden, ich erlebte selbst an meiner ersten China Glenair, daß das Holz überall Blasen schlug, so daß ich mich von trennte, da ich mit so was nicht leben wollte - und die späteren Gehäuse wurden in Polen gebaut - da war das Holz super, aber anscheinend der Kleber nicht.

Das konnten die in Schottland ja auch nicht ahnen.

PS: Ich sah gerade, hier ist noch ein Bild im Beitrag, von dem Zimmer in Schottland, wo Paul Mills die Glenair drin entwickelte - 22 qm Raum:

https://betreutes-hoeren.de/Forum/showth...49#pid3049
Meine Katze ist schon 10 Jahre alt und arbeitet noch analog als Verbrenner auf Milchbasis! Big Grin
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RE: Tannoy - die Super - Koaxe aus Schottland - von Athlon64 - 23.08.2023, 17:23
RE: Tannoy - die Super - Koaxe aus Schottland - von Onkel Werner - 06.10.2024, 13:38
RE: Tannoy - die Super - Koaxe aus Schottland - von Kellerkind - 24.01.2026, 08:56

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