Vor 3 Stunden
[quote pid="22884" dateline="1769178792"]
Jau mein Lieber,
ich kann dich gut verstehen und das alles nachvollziehen-
von Sonus Faber hörte ich nur ausgiebig die Cremona - das reichte mir - war nicht meine Baustelle -
Verarbeitung und Optik megasuper - aber der Sound - mir zu steril und auf "Hifi"getrimmt.
15 Zöller machen einfach die Luft untenrum, selbst dann, wenn sie nicht sonderlich tief gehen und bei 40 hz beschnitten werden -
das hört sich echter an, wie ein 10 oder 12 Zöller, der auf 20 hz geht............
Du darfst von der Glenair nicht den Sound einer Monitor Gold 15 erwarten - ist ne andere Handschrift -
wurde noch von Paul Mills erdacht, der später Fyne Audio gründete.
Die Golds sind eher warm im Bass , die Glenair ist rotzfrech und livehaftig.
Daß die beim Friedrich trotz dicken Emitter so blökte und färbte - kann ich mir heute im Nachhinein erklären, denn das fingen meine (ich hatte insgesamt 5 oder 6) auch früher oder später an - und wir kriegten dann ja raus, wo die Färbung herkommt - einmal mitschwingende und resonierende Teile vom Treiber - und viel schlimmer und störender -
wenn die Verkelbung der Hözer sich innen löste und die ganzen Boxengehäuse sich aufschaukelten. Im Open End dokumentierten wir das mit Florat auf Bildern.
Das braucht man nur kleben und alles ist gut, und was die Treiberkörbe anbelangt, mit etwas Affenkit oder sonstigen Resonanzdämpfern beklebt, singen die nicht mehr mit.
Entwickelt hat Paul Mills die Glenair in einem 22 qm Raum bei Tannoy in Schottland, hab da auch noch irgendwo ein Bild von ihm.
Ob dein Class D amp paßt kann ich dir nicht sagen - die Last geht doch deutlich unter 2 Ohm - besonders mit Supertweeter in Verbindung.
Class D ist nicht gleich Class D - der amp muß nicht nur Leistung haben, sondern die auch dauerhaft ankarren können und nicht nur mal kurz - Schwachstelle bei Class D sind oft die Netzteile. Ich selber beschäftigte mich die letzten Jahre intensiv mi Class D und wirklich zu Potte kam ich nur mit Purifi Modulen !
Hypex würde ich auf keinen Fall empfehlen - das wird hart an der Glenair, dann eher die älteren Ice Module, die gehen mehr in Richtung Röhre und haben wir damals erfolgreich bei Florat ausprobiert, als wir die Glenair reparierten und tunten.
Ob die Glenair auch auf 18 qm zum Laufen zu bringen ist, kann ich dir nicht sagen, ich habs nie probiert
Im Midfield gut mit Hören geht, das hörte ich bei Robert auf 2,5 Meter - an McIntosh und Emitter und Dussun, das lief.
Paul Mills empfahl aber immer mehr als 3 Meter Hörentfernung.
Ich sach mal so - du bist scharf drauf das zu probieren, machs einfach - ist ja nicht viel Geldaufwand, die Boxen sind recht beliebt und im Zweifelsfall wohl schnell wieder verkauft. Ich erinnere mich früher gabs die gebraucht oft um 2.500 Euro im Audiomarkt - mehr wie 3.000 würde ich auf keinen Fall für ne 2011er ausgeben -
dann lieber ne neue Vestlyd 15 kaufen (sieht aus wie die alten Studiomonitore von Tannoy)-
die läuft 1 A mit Class D (hatte da unter anderem nen kleinen Apollon für um 2 K dran)
die kann noch deutlich mehr Pegel und Bass als die Glenair,
die macht genauso ne fette Bühne auf
die hat kein Ferrofluid, sondern Druckkammertreiber - wie in den teuersten Tannoys!
und kostet neu nur um 2 K - brauchst halt nen Ständer dazu, der von Vestlyd selbst taugt nicht so viel, weil zu beweglich und bimmelig.
30 Tage Rückgaberecht bei Hifi Klubben (exclusiver Vertrieb für das Produkt)
Hier im Forum testete ich die Dinger -
gibt es einen bebilderten Thread dazu - auch mit Messungen.
Meine Berichte und Bilder gehen hier los:
Vestlyd V15C Tannoy Knock Off für kleine Asche ?
MItterlweile gibt es hier etliche Leute mit Vestlyd 12 und 15 - alle happy hoch drei.
Ich schrieb dort als Zusammenfassung- Zitat mich selbst:
Sollte ich bisher mit der Performance vergleichen, die meine Tannoy DMT 15 MK 2 lieferten - oder meine Glenair -
würde ich die Vestlyd vorne sehen - diese blitzartige Kraftentfaltung kenne ich nur von Tannoy Pepperpots, wie der Yorkminster.
Ich konnte sie leider dennoch nicht behalten, in meinem kleinen Kellerraum hatte sie zu viel Tiefbass,
selbes Schicksal teilte damals die Yorkminster,
hab dort eine stehende Welle bei 37 hz - die wurde mit 30db plus angeregt - paßte nicht.
Für zart besaitete Leute zum leise hören mit 50-60 db ist das nix - wenn du gerne 85 db fährst, paßt das optimal. Gilt ja auch für die Glenair!

[/quote]
Hallo Werner,
vielen Dank für deine ausführliche Antwort und die ehrlichen Worte!
Bezüglich des Verstärkers und der Impedanzproblematik: Mein Aavik I-280 ist da sehr souverän. Er treibt auch kritische Lautsprecher wie eine B&W 802 D3 mühelos an, die ebenfalls starke Impedanzabfälle hat. Der Aavik packt die B&W "wie eine Feder" an – ich denke, er wird auch die Glenair gut im Griff haben.
Ich werde mir die von dir empfohlenen Vestlyd-Lautsprecher auf jeden Fall ansehen. Grundsätzlich ist die Welt natürlich voller fantastischer Lautsprechersysteme. Aber mein primäres Ziel war es, mich ganz persönlich mit einer solchen Legende wie der Glenair anzufreunden und ihre spezielle Magie zu erleben.
Nochmals vielen Dank für die wertvollen Hinweise, besonders zu den Gehäuseschwächen und dem Ferrofluid – das hilft mir bei der Kaufentscheidung für das Paar von 2011 enorm weiter!
Beste Grüße,
Alex
P.S. Werner, wenn es keine Umstände macht: Könntest du hier noch einmal die Fotos von den Gehäuse-Nachbesserungen (die Stellen, wo die Verklebung fehlte) hochladen? Das wäre für mich extrem hilfreich!
Jau mein Lieber,
ich kann dich gut verstehen und das alles nachvollziehen-
von Sonus Faber hörte ich nur ausgiebig die Cremona - das reichte mir - war nicht meine Baustelle -
Verarbeitung und Optik megasuper - aber der Sound - mir zu steril und auf "Hifi"getrimmt.
15 Zöller machen einfach die Luft untenrum, selbst dann, wenn sie nicht sonderlich tief gehen und bei 40 hz beschnitten werden -
das hört sich echter an, wie ein 10 oder 12 Zöller, der auf 20 hz geht............
Du darfst von der Glenair nicht den Sound einer Monitor Gold 15 erwarten - ist ne andere Handschrift -
wurde noch von Paul Mills erdacht, der später Fyne Audio gründete.
Die Golds sind eher warm im Bass , die Glenair ist rotzfrech und livehaftig.
Daß die beim Friedrich trotz dicken Emitter so blökte und färbte - kann ich mir heute im Nachhinein erklären, denn das fingen meine (ich hatte insgesamt 5 oder 6) auch früher oder später an - und wir kriegten dann ja raus, wo die Färbung herkommt - einmal mitschwingende und resonierende Teile vom Treiber - und viel schlimmer und störender -
wenn die Verkelbung der Hözer sich innen löste und die ganzen Boxengehäuse sich aufschaukelten. Im Open End dokumentierten wir das mit Florat auf Bildern.
Das braucht man nur kleben und alles ist gut, und was die Treiberkörbe anbelangt, mit etwas Affenkit oder sonstigen Resonanzdämpfern beklebt, singen die nicht mehr mit.
Entwickelt hat Paul Mills die Glenair in einem 22 qm Raum bei Tannoy in Schottland, hab da auch noch irgendwo ein Bild von ihm.
Ob dein Class D amp paßt kann ich dir nicht sagen - die Last geht doch deutlich unter 2 Ohm - besonders mit Supertweeter in Verbindung.
Class D ist nicht gleich Class D - der amp muß nicht nur Leistung haben, sondern die auch dauerhaft ankarren können und nicht nur mal kurz - Schwachstelle bei Class D sind oft die Netzteile. Ich selber beschäftigte mich die letzten Jahre intensiv mi Class D und wirklich zu Potte kam ich nur mit Purifi Modulen !
Hypex würde ich auf keinen Fall empfehlen - das wird hart an der Glenair, dann eher die älteren Ice Module, die gehen mehr in Richtung Röhre und haben wir damals erfolgreich bei Florat ausprobiert, als wir die Glenair reparierten und tunten.
Ob die Glenair auch auf 18 qm zum Laufen zu bringen ist, kann ich dir nicht sagen, ich habs nie probiert

Im Midfield gut mit Hören geht, das hörte ich bei Robert auf 2,5 Meter - an McIntosh und Emitter und Dussun, das lief.
Paul Mills empfahl aber immer mehr als 3 Meter Hörentfernung.
Ich sach mal so - du bist scharf drauf das zu probieren, machs einfach - ist ja nicht viel Geldaufwand, die Boxen sind recht beliebt und im Zweifelsfall wohl schnell wieder verkauft. Ich erinnere mich früher gabs die gebraucht oft um 2.500 Euro im Audiomarkt - mehr wie 3.000 würde ich auf keinen Fall für ne 2011er ausgeben -
dann lieber ne neue Vestlyd 15 kaufen (sieht aus wie die alten Studiomonitore von Tannoy)-
die läuft 1 A mit Class D (hatte da unter anderem nen kleinen Apollon für um 2 K dran)
die kann noch deutlich mehr Pegel und Bass als die Glenair,
die macht genauso ne fette Bühne auf
die hat kein Ferrofluid, sondern Druckkammertreiber - wie in den teuersten Tannoys!
und kostet neu nur um 2 K - brauchst halt nen Ständer dazu, der von Vestlyd selbst taugt nicht so viel, weil zu beweglich und bimmelig.
30 Tage Rückgaberecht bei Hifi Klubben (exclusiver Vertrieb für das Produkt)
Hier im Forum testete ich die Dinger -
gibt es einen bebilderten Thread dazu - auch mit Messungen.
Meine Berichte und Bilder gehen hier los:
Vestlyd V15C Tannoy Knock Off für kleine Asche ?
MItterlweile gibt es hier etliche Leute mit Vestlyd 12 und 15 - alle happy hoch drei.
Ich schrieb dort als Zusammenfassung- Zitat mich selbst:
Sollte ich bisher mit der Performance vergleichen, die meine Tannoy DMT 15 MK 2 lieferten - oder meine Glenair -
würde ich die Vestlyd vorne sehen - diese blitzartige Kraftentfaltung kenne ich nur von Tannoy Pepperpots, wie der Yorkminster.
Ich konnte sie leider dennoch nicht behalten, in meinem kleinen Kellerraum hatte sie zu viel Tiefbass,
selbes Schicksal teilte damals die Yorkminster,
hab dort eine stehende Welle bei 37 hz - die wurde mit 30db plus angeregt - paßte nicht.
Für zart besaitete Leute zum leise hören mit 50-60 db ist das nix - wenn du gerne 85 db fährst, paßt das optimal. Gilt ja auch für die Glenair!

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Hallo Werner,
vielen Dank für deine ausführliche Antwort und die ehrlichen Worte!
Bezüglich des Verstärkers und der Impedanzproblematik: Mein Aavik I-280 ist da sehr souverän. Er treibt auch kritische Lautsprecher wie eine B&W 802 D3 mühelos an, die ebenfalls starke Impedanzabfälle hat. Der Aavik packt die B&W "wie eine Feder" an – ich denke, er wird auch die Glenair gut im Griff haben.
Ich werde mir die von dir empfohlenen Vestlyd-Lautsprecher auf jeden Fall ansehen. Grundsätzlich ist die Welt natürlich voller fantastischer Lautsprechersysteme. Aber mein primäres Ziel war es, mich ganz persönlich mit einer solchen Legende wie der Glenair anzufreunden und ihre spezielle Magie zu erleben.
Nochmals vielen Dank für die wertvollen Hinweise, besonders zu den Gehäuseschwächen und dem Ferrofluid – das hilft mir bei der Kaufentscheidung für das Paar von 2011 enorm weiter!
Beste Grüße,
Alex
P.S. Werner, wenn es keine Umstände macht: Könntest du hier noch einmal die Fotos von den Gehäuse-Nachbesserungen (die Stellen, wo die Verklebung fehlte) hochladen? Das wäre für mich extrem hilfreich!

