Vor 9 Stunden
(Vor 11 Stunden)fkjazz schrieb: Ich bin vor Jahren auch Dank Werner auf Tannoy gestoßen und habe einige Modelle davon angeschafft. Ich hatte die Glenair und habe noch heute 2x die Kensington. Letztere ist nach wie vor mein Hauptlautsprecher auch wenn ich noch andere Fabrikate nutze (z.B Klipsch).
Hallo Friedrich, Hallo Werner!
vielen Dank für deine Aufmerksamkeit und die wertvollen Informationen!
Was die Bassmenge betrifft: Ich bin mir sicher, dass sie laut Datenblatt (und wahrscheinlich auch in der Realität) bei beiden Modellen ähnlich ist. Aber im Nahfeld und bei geringer Lautstärke geht es mir nicht nur um die bloße Quantität, sondern um das Gefühl eines Fundaments sowie um die Größe der Instrumente und der Bühne.
Ein Beispiel: Meine ehemaligen Tannoy Monitor Gold 15" (in einem Custom-Gehäuse mit seitlichen Schlitz-Bassreflexöffnungen) boten ein hervorragendes Gefühl von Fundament, obwohl der Bass selbst gefühlt nicht tief genug reichte (laut Erbauer ca. 45 Hz). Die Instrumente waren dort eben nicht "zwergenhaft" oder nur mittelgroß.
Bei meinen aktuellen Sonus Faber Olympica II ist zwar quantitativ genug Bass vorhanden, aber es fehlt völlig dieses Gefühl von physischem Fundament, und die Abbildungsgröße der Instrumente ist eher klein. Das ist meine Beobachtung in meinen spezifischen Bedingungen: kleiner Raum und Nahfeld. In einem großen Raum wäre das sicher anders.
Genau deshalb interessiert mich die Erfahrung derer, die 15-Zöller im Nahfeld in Räumen unter 18–20 qm gehört haben. Ich bin mir sicher, dass die Kensington ein Lautsprecher der Extraklasse ist, aber für den speziellen "Scale" und das Fundament der 15er bin ich bereit, Abstriche bei der Ausgewogenheit und Raffinesse zu machen.
(Vor 10 Stunden)Kellerkind schrieb: Morjen Alex,
Werner, ich habe deine Ausführungen zu den 15-Zöllern sehr aufmerksam gelesen. Meine Tannoy Monitor Gold 15" sind übrigens schon lange verkauft, an ihrer Stelle spielen jetzt Sonus Faber Olympica 2.
Der Hauptgrund, warum ich mich jetzt doch wieder mit der Glenair 15 beschäftige, bist du! Ich habe deine alten Beiträge zu den extremen Anforderungen an die Verstärkung der Glenair immer im Kopf gehabt und mich deswegen nie getraut, sie zu kaufen.
Aber jetzt hat sich die Situation geändert: Ich habe mir den Aavik I-280 zugelegt. Das ist ein moderner Class-D Verstärker, der absolut stabil und problemlos mit Lautsprechern arbeitet, deren Impedanz bis auf 2 Ohm absinkt. Er leistet satte 2 x 300 W an 8 Ohm und 2 x 600 W an 4 Ohm — er hält jede Box mit eiserner Faust im Griff. Trotz der Class-D Technik bietet er einen extrem sauberen, musikalischen und angenehmen "analogen" Sound.
Was den technischen Zustand angeht: Ich bin selbst Techniker und es ist für mich kein Problem, Wartungsarbeiten fast jeder Komplexität selbst durchzuführen. Solange die Treiber mechanisch nicht beschädigt sind, machen mir der Austausch der Ferrofluid-Flüssigkeit oder die Aufarbeitung der Gehäuse keine Angst. Das ist für mich kein Hindernis beim Gebrauchtkauf.
Genau wie du es beschreibst, suche ich den Maßstab und das Fundament, das nur 15-Zöller bieten können. Die 10-Zoll Kensington schließe ich wegen des befürchteten Größenunterschieds fast aus. Meine einzige Sorge bei der Glenair 15 ist, dass sie mein Zimmer mit Bass überfluten könnte. Aber ich hoffe, dass sie bei niedriger Lautstärke, dank der riesigen Membranfläche, trotzdem genug Druck und das Gefühl von „Fundament“ erzeugen, das ich von den alten Monitor Golds kenne, ohne zu dröhnen.
Ich stehe also vor der Wahl: Kopf oder Bauch? Der Aavik hat mir neue Hoffnung gegeben, aber die Unsicherheit bleibt. Ich bin gespannt auf deine Meinung zu dieser Kombination!

