25.10.2024, 14:00
Dazu passt, was ich erlebt habe:
Einer meiner/unserer verblindeten Vergleiche war einmal so krass, dass ich ihn nie vergessen werde. Abgespielt hat sich dieser Test an einem Sonntag in meinem Geschäft mit geladenen Gästen (es waren auch zwei Vertriebsleute dabei).
Dabei wollten wir - auf meinen ständigen Hinweis hin, dass es zwischen gut gemachten Verstärkern (also bei denen mit tadellosen Messdaten) keinen hörbaren Klangunterschied gibt, egal was sie kosten - diverse Vergleiche machen. Dazu habe ich gesagt, dass Jeder für diesen Vergleich auch gerne etwas aus seinem Besitz mitnehmen kann.
Als Gerät, das über jeden Zweifel erhaben ist und mit dem immer verglichen werden sollte, habe ich den damals teuersten Accuphase Stereo-Vollverstärker genommen. Wenn mich nicht alles täuscht, war das ein E-406 und an diesen habe ich ein Paar B&W 800D angeschlossen (Paarpreis 22.000 Euro)
Alles was sich bei diesen Tests abgespielt hat, war für mich erwartungsgemäß, also viel Raterei bei den Vergleichen mit üblichen A/B-Verstärkern bis weit hinab zu Verstärkern in der 300 Euro Preisklasse, wie beispielsweise welchen von NAD oder Cambridge. Der Accuphase hat absolut nicht punkten können, nicht einmal bei höheren Lautstärken.
Wirklich ziemlich eindeutige Unterschiede gab es nur, wenn wir mit Röhrenverstärken verglichen haben. Dazu gab es auch hohe Trefferquoten sowie messtechnisch dazu passende Unterschiede.
Und dann kam's!
Jemand zog aus einem Plastiksackerl einen kleinen Schaltverstärker mit Batteriebetrieb. Angeblich bei Amazon um ca. 50 Euro gekauft. Alle haben gelacht und selbst ich habe gefragt, ob das überhaupt Sinn macht. Aber dann habe ich mich dazu hinreissen lassen, weil das vielleicht lustig ist, im Gegensatz zu dem was wir vorher erlebt haben.
Schon beim Pegel einstellen (selbstverständlich und wie immer mit Tongenerator und Voltmeter gemessen, denn alles Andere ist viel zu ungenau) habe ich bemerkt, dass es eine ziemliche Pegeldifferenz links/rechts gibt, verursacht durch das Potentiometer des billigen Verstärkers. Da es keinen Balancesteller gab, konnte ich nur mitteln.
Dann ging es zum ersten Versuch. Und der scheiterte gleich einmal, weil der kleine Batterieverstärker an den B&Ws schon bei geringer Lautstärke deutlich hörbar zu verzerren begann.
Ich bin dann auf die Idee gekommen, stattdessen die größten Standboxen von Vienna Acoustics zu nehmen (die "Mahler" mit seitlich eingebauten 12 Zoll Bässen) - und siehe da, damit hatte der kleine Verstärker bis zu etwa üblicher Zimmerlautstärke kein Problem.
Danach ging es zu den verblindeten Vergleichen. Jeder verwendete dazu seine mitgebrachte Musik. Und ob man es mir jetzt glaubt oder nicht, keiner der Probanden (etwa 10 Personen haben es probiert) konnte dabei eine glaubhaft hohe Trefferquote erzielen. Die Meisten davon haben schon nach wenigen Umschaltungen aufgegeben. Ich stand auch immer nur kopfschüttelnd da. Wie kann das sein?
Dann habe ich das getan was ich sonst fast nie gemacht habe, nämlich einen Testdurchgang als Proband. Und dabei habe ich 20 Treffer von 20 Proben erzielt. Alle haben sich nur gewundert, noch dazu, wo ich der Älteste in dieser Runde war.
Wieso mir das gelungen ist? Ganz einfach deshalb, weil ich mich nur auf die Mittenlokalisation konzentriert habe und schon nach 2-3 Umschaltungen wusste, was A und was B ist.
Die Mitte ist dabei gefühlt nur um ganz wenige Zentimeter hin- und her gewandert. Keinem ist das aufgefallen, aber ich hatte den Vorteil, dass ich vorher den Pegelunterschied gemessen habe. Ich habe dieses Manko sogar erwähnt und mehrere Leute haben mir beim Pegel Messen zugesehen, aber sie haben dabei anscheinend nur an die Gesamtlautstärke gedacht (wenn überhaupt) und nicht an sonstige Folgen davon.
Fest steht aber, dass selbst der "Witz-Verstärker" klanglich nicht vom Accuphase zu unterscheiden war. Schon irre!
Einer meiner/unserer verblindeten Vergleiche war einmal so krass, dass ich ihn nie vergessen werde. Abgespielt hat sich dieser Test an einem Sonntag in meinem Geschäft mit geladenen Gästen (es waren auch zwei Vertriebsleute dabei).
Dabei wollten wir - auf meinen ständigen Hinweis hin, dass es zwischen gut gemachten Verstärkern (also bei denen mit tadellosen Messdaten) keinen hörbaren Klangunterschied gibt, egal was sie kosten - diverse Vergleiche machen. Dazu habe ich gesagt, dass Jeder für diesen Vergleich auch gerne etwas aus seinem Besitz mitnehmen kann.
Als Gerät, das über jeden Zweifel erhaben ist und mit dem immer verglichen werden sollte, habe ich den damals teuersten Accuphase Stereo-Vollverstärker genommen. Wenn mich nicht alles täuscht, war das ein E-406 und an diesen habe ich ein Paar B&W 800D angeschlossen (Paarpreis 22.000 Euro)
Alles was sich bei diesen Tests abgespielt hat, war für mich erwartungsgemäß, also viel Raterei bei den Vergleichen mit üblichen A/B-Verstärkern bis weit hinab zu Verstärkern in der 300 Euro Preisklasse, wie beispielsweise welchen von NAD oder Cambridge. Der Accuphase hat absolut nicht punkten können, nicht einmal bei höheren Lautstärken.
Wirklich ziemlich eindeutige Unterschiede gab es nur, wenn wir mit Röhrenverstärken verglichen haben. Dazu gab es auch hohe Trefferquoten sowie messtechnisch dazu passende Unterschiede.
Und dann kam's!
Jemand zog aus einem Plastiksackerl einen kleinen Schaltverstärker mit Batteriebetrieb. Angeblich bei Amazon um ca. 50 Euro gekauft. Alle haben gelacht und selbst ich habe gefragt, ob das überhaupt Sinn macht. Aber dann habe ich mich dazu hinreissen lassen, weil das vielleicht lustig ist, im Gegensatz zu dem was wir vorher erlebt haben.
Schon beim Pegel einstellen (selbstverständlich und wie immer mit Tongenerator und Voltmeter gemessen, denn alles Andere ist viel zu ungenau) habe ich bemerkt, dass es eine ziemliche Pegeldifferenz links/rechts gibt, verursacht durch das Potentiometer des billigen Verstärkers. Da es keinen Balancesteller gab, konnte ich nur mitteln.
Dann ging es zum ersten Versuch. Und der scheiterte gleich einmal, weil der kleine Batterieverstärker an den B&Ws schon bei geringer Lautstärke deutlich hörbar zu verzerren begann.
Ich bin dann auf die Idee gekommen, stattdessen die größten Standboxen von Vienna Acoustics zu nehmen (die "Mahler" mit seitlich eingebauten 12 Zoll Bässen) - und siehe da, damit hatte der kleine Verstärker bis zu etwa üblicher Zimmerlautstärke kein Problem.
Danach ging es zu den verblindeten Vergleichen. Jeder verwendete dazu seine mitgebrachte Musik. Und ob man es mir jetzt glaubt oder nicht, keiner der Probanden (etwa 10 Personen haben es probiert) konnte dabei eine glaubhaft hohe Trefferquote erzielen. Die Meisten davon haben schon nach wenigen Umschaltungen aufgegeben. Ich stand auch immer nur kopfschüttelnd da. Wie kann das sein?
Dann habe ich das getan was ich sonst fast nie gemacht habe, nämlich einen Testdurchgang als Proband. Und dabei habe ich 20 Treffer von 20 Proben erzielt. Alle haben sich nur gewundert, noch dazu, wo ich der Älteste in dieser Runde war.
Wieso mir das gelungen ist? Ganz einfach deshalb, weil ich mich nur auf die Mittenlokalisation konzentriert habe und schon nach 2-3 Umschaltungen wusste, was A und was B ist.
Die Mitte ist dabei gefühlt nur um ganz wenige Zentimeter hin- und her gewandert. Keinem ist das aufgefallen, aber ich hatte den Vorteil, dass ich vorher den Pegelunterschied gemessen habe. Ich habe dieses Manko sogar erwähnt und mehrere Leute haben mir beim Pegel Messen zugesehen, aber sie haben dabei anscheinend nur an die Gesamtlautstärke gedacht (wenn überhaupt) und nicht an sonstige Folgen davon.
Fest steht aber, dass selbst der "Witz-Verstärker" klanglich nicht vom Accuphase zu unterscheiden war. Schon irre!