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Acoustic Research A03 HP - ein Vintage Tip
#1
Grüße euch,
um mal das Sommerloch etwas zu füllen wollte ich über diesen Vollverstärker paar kurze Worte verlieren. Entdeckt habe ich diesen in einem Image-Hifi Kurztest aus dem Jahre 1995. Der Tester war hin und weg über diesen Verstärker, der sogar bis 1 Ohm runter eine gute Stabilität aufweisen soll. Wohlgemerkt die HP Version - es gibt nämlich eine andere Version ohne HP Beschriftung auf dem Gerät. Hervorzuheben wäre auch der strikte Dual-Mono Aufbau, denn beide Kanäle haben jeweils einen eigenen Trafo. Die Wattzahl mit 35 Watt pro Kanal ist zwar nicht hoch aber für die meisten Anwendungen mehr als genügend.
Ich besitze seit einigen Monaten diesen Verstärker und bin vollends zufrieden. Da es ein Gebrauchtgerät ist, hat sich einmal das Klangbild nach links verschoben, was mir direkt auffiel da ich die CD gut kenne. Stecker raus und rein und wieder eingeschaltet - war das Phänomen weg und seit dem nie wieder vorgekommen. Hat halt einige Jahre auf dem Buckel.

Ich zitiere mal sinngemäß das Schlußplädoyer des Testers: " dieser Verstärker ist nicht der Hecht, nein er ist der weisse Hai im Karpfenteich. Ein besserer Verstärker ist für diesen Preis weit und breit nicht zu finden "

Bei ebay habe ich zumindest 2 dieser Modelle finden können. Meinen habe ich von der Offerte mit der grünen Farbe. Nochmals: es muss die HP Version sein.
Gruß
Mustafa
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#2
Ich meine mich erinnern zu können, dass dieser Verstärker damals hoch gelobt wurde!
LG,

Horst
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#3
Zu der Zeit also 1995 kannte ich nur Marken wie Denon, Yamaha & Co. Über den Tellerrand konnte ich erst schauen nachdem ich anfing, regelmäßig Image-Hifi zu lesen. Bei den Japanern bekam man halt mehr Ausstattung während sich die Entwickler von kleineren Manufakturen auf das Wesentliche fokussierten. Übrigens soll der Phono Eingang des AR 03 laut Image-Hifi auch nicht von schlechtern Eltern sein. Mangels Plattenspieler kann ich derzeit dazu nichts schreiben.
Gruß
Mustafa
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#4
Hallo Mustafa,

ein schönes Gerät ist das vom Design her! Aussen, wie auch technisch...

Die Schaltung ist ein Traum an Einfachheit. Sowas sieht man selten bei kommerziellen Geräten! Smile

Kann mir vorstellen, das der Amp - trotz notwendig hoher Gegenkopplung - sehr schnell und detailreich ist. 
Ein so kurzer Signal- u. Rückkopplungspfad dürfte das für "Natürlichkeit" so wichtige Obertonspektrum kaum beschneiden.

"Weniger ist mehr" war hier eindeutig das primäre Entwicklungsziel.

   

Gruß
Rainer
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#5
Ich hatte so einen in der Zweitanlage. Leider ist er nach einigen Jahren abgeraucht. 
Ähnlich wie ein kleiner Nakamichi Amp zuvor auch…

Seitdem habe ich einen Cambridge, der war gebraucht auch nicht teuer, hat viel mehr Ausstattung (FB, digitale Eingänge) und fühlt sich 2 Klassen hochwertiger an.

Klanglich schenken die sich alle nicht viel, ein vintage Cyrus oder Nait wäre nochmal eine andere Nummer.
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#6
@Rainer,
danke für die Infos. Es gibt Hifi Hersteller, die sich darauf fokussieren, das beste bei überschaubarem Aufwand für den Kunden rauszuholen. Leider kalkulieren diese ziemlich knapp und stecken wenig Geld ins Marketing was letzlich zum Existenzkampf bis hin zum Scheitern in diesem Segment führen kann.

@mannitheear,
ich besaß auch schonmal einen Naim und sogar 2 Cyrus Verstärker. Der alte Naim Nait5 funktioniert formidabel mit irgendeiner Vintage B&W Kompaktbox aber war bei einer PMC Kompaktbox schier überfordert. Ein Cyrus 1 war auch nicht das Gelbe vom Ei - wahrscheinlich waren die Kondensatoren ausgetrocknet und der spielte nicht mehr wie am ersten Tag. Schlußendlich kann man nicht immer von den Daten her auf die Synergie zwischen Box und Amp zurückschliessen. Wie Werner es formulierte - Probieren geht über Studieren und auf dem Platz spielt die Musik. Dass Dir gleich 2 Verstärker abgeraucht sind deutet für mich auf das Werner-Pech-Syndrom hin. Mir jedenfalls sind noch nie Amps bei den Dutzenden die ich mein Eigen nennen durfte, abgeraucht.
Gruß
Mustafa
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#7
@tripath-test: Ja mit dem Pech à la Werner hast du wohl recht ;-)
Was den Nait und den Cyrus betrifft habe ich beide Geräte zwar des öfteren gehört aber leider nie selber besessen. Die haben halt (berechtigten) Legendenstatus.
Der A03 HP hat aber auch einen durchaus guten Ruf, deswegen hatte ich den ja in sehr gutem Zustand gekauft und einige Jahre benutzt. Diese Geräte sind nun halt auch schon ziemlich alt.

OT: Was übrigens Elkos betrifft liest man ja immer, daß man bei älteren Geräten immer zuerst die Elkos tauschen müsse. Das mag für viele Geräte zutreffen, aber nicht für alle! Ich hatte ja meine 30 Jahre alten StSt Opus Monos beim Hersteller revidieren lassen, da wurden die Elko Pakete nicht getauscht, weil sie immer noch 90% der ursprünglichen Kapazität hatten! Stefan Strohmetz erzählte mir, daß er vor nicht allzu langer Zeit das erste offiziell verkaufte Opus Pärchen zur Überholung hatte, die waren 40 Jahre alt. Bei einem Monoblock war zwar der Trafo defekt, die Elkos hatten aber auch bei diesen Geräten noch 85% Kapazität. 
Die Opus Monos haben eine auf einer Platine aufgebaute Bank aus kleinen Elkos anstatt der oft üblichen Einzelwerte in der Größe von Coladosen. Damit sind die nicht nur schneller bei Impulsspitzen sondern die Elkos halten offenbar auch länger. Obwohl die Opus keineswegs zimperlich sind, der 500 VA Trafo lädt die Elko-Bank ziemlich rabiat, es gab damals bei den alten Geräten auch keine Einschaltstrombegrenzung.

LG Manfred
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