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Pro-Ject Flatten It
#11
Tach zusammen. Die Flatten It ist da…

   
…und macht ihre Sache wirklich gut.  Cool

Die nach Möglichkeit vorher gewaschene verwellte Platte wird in eine Papierhülle gesteckt und mittels eines Dorns zentriert in die Wanne des Büglers eingelegt…

   
… der Deckel geschlossen und der Schalter auf Heating gestellt um den Bügelprozess zu starten. 

Die erste LP war die JOURNEY TO THE CENTRE OF THE EARTH von Rick Wakeman. Die 140g-Pressung war durchgehend verwellt, mit einem maximalen Schlag von etwa 4mm. Nach zwei Stunden Bügelprozess, bei dem die Temperatur elektronisch im Bereich zwischen 56 und 58 Grad C gehalten wird, und der etwa halbstündigen Abkühlzeit läuft diese Platte vollkommen glatt. Klasse!

Die zweite LP, TIME OUT vom Dave Brubeck-Quartett, hatte zwar nur eine kleine, aber dafür umso fiesere spitze 3mm hohe und deutlich hörbare Welle am Anfang des ersten Stücks, bei der der Tonabnehmer von der Seite betrachtet kurz vorm Abheben war (was das AKGP8ES auch tat, das AT33PTGII hat es gerade so ohne Hüpfer geschafft). Nach dem Bügeln ist von dieser Welle nur noch ein ganz kleines unhörbares Zittern des Tonabnehmers übrig. Super!

Pro-Ject empfiehlt, den Bügelprozess in Härtefällen zu verlängern oder zu wiederholen. Das werde ich bei der TIME OUT wohl später noch mal machen, aus reiner Neugier, ob sich das leichte Restzittern anoch rausbügeln lässt. 

Bei der dritten Bügelaktion mit dem Grabbelkistenfund LONDON CALLING von The Clash ist ein solcher zweiter Durchgang notwendig. Schade, dass man hier keine Filmchen einstellen kann, denn beide LPs sind eigentlich ein hoffnungsloser Fall, völlig unabspielbar, was aber auf einem Foto nicht ausreichend erkennbar ist. Nach zwei Stunden Bügeln wäre LP 1 jetzt durchaus spielbar, läuft aber für meine Ansprüche noch nicht glatt genug. Die zweite Runde ist gerade im Gange und ich bin gespannt auf‘s Ergebnis. 

Ich bin aber jetzt schon sehr zufrieden und denke, dass sich diese Anschaffung für mich auf jeden Fall gelohnt hat. Das Preis-Leistungsverhältnis ist m. M. nach mehr als ok. 

Als nächstes ist dann mal eine 180g-Pressung dran…



„Information is not knowledge. Knowledge is not wisdom. Wisdom is not truth. Truth is not beauty. Beauty is not love. Love is not music. Music is the best.” (Frank Zappa)
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#12
Ein zweiter positiver Effekt des Plattenbügelns soll das sogenannte Tempern sein, d. h. das langsame Erhitzen und Abkühlen von bestimmten Materialen, um eine gleichmäßigere Gefügestruktur zu erhalten. Bei Schallplatten soll sich das sehr positiv auf den Klang auswirken.

Das will ich bei Gelegenheit, wenn ich die Zeit und die Ruhe habe, mit einer von meinen Lieblings-LPs testen, vielleicht mit der DARK SIDE OF THE MOON, die ich in- und auswendig kenne. Sollte das wirklich einen deutlichen positiven Effekt haben, dann würde das bedeuten, dass ich alle meine wichtigen LPs tempern müsste. Mal kurz über den Daumen 1000 LPs x 150 Minuten = 2500 Stunden = 104 Tage Dauerbügel. Na denn man tau  pfeif



„Information is not knowledge. Knowledge is not wisdom. Wisdom is not truth. Truth is not beauty. Beauty is not love. Love is not music. Music is the best.” (Frank Zappa)
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#13
Hier mal ein Foto von der verwellten SPIKE von Elvis Costello:

   
Ich denke, das Ausmaß der Verwellung wird hier einigermaßen anschaulich. Die Lehmann-Korkmatte zum Vergleich hat eine Höhe von 6mm. Diese LP ist unabspielbar und eigentlich ein Fall für die Tonne. Nach zwei Bügeldurchgängen mit der Flatten It läuft sie einwandfrei. Wieder ein Vinyl gerettet Big Grin



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#14
Update zum Problemfall LONDON CALLING von The Clash: nach drei Bügelgängen á zwei Stunden waren die heftigen Wellen zwar raus und die LP spielbar, aber es blieb eine kleine gemeine Welle, die meine Audio Technica-Tonabnehmer zwar sicher reiten konnten, dabei aber aussahen wie beim Rodeo. 

Daraufhin habe ich die Platte fünf Stunden lang mit der Flatten It behandelt und siehe da, es ist nur noch ein winziges Zucken der Nadel beim Abspielen zu sehen. Die LP selber klingt phantastisch. Wäre schade drum gewesen. 

Fazit: die Anschaffung Flatten It von Pro-Ject hat sich für mich auf jeden Fall gelohnt, da man mit ihr sogar echte Härtefälle wieder hinbekommen kann. Ich kann sie vorbehaltlos empfehlen. 

Einen Vorher/Nachher-Vergleich von LPs nach klanglichere Aspekten habe ich bisher noch nicht durchgeführt, werde ich aber bei Gelegenheit noch machen.

Versuche, ob mit einem anderen Netzteil oder Netzkabel für die Flatten It die gebügelten Platten noch besser klingen werde ich mir dagegen definitiv ersparen.  Kicher



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#15
Der für die Flatten It aufgerufene UVP von 799 € geht m. M. nach auch voll in Ordnung, denn das ist mindestens die Hälfte dessen was man für ernstzunehmende Konkurrenzprodukte wie z. B. ORB oder AFI ausgeben muss. 

Die bieten zwar mehr Komfort wie eine automatische Steuerung mit Endabschaltung, aktivem Kühlprozess und die Möglichkeit, zwei LPs gleichzeitig zu bügeln, aber darauf kann ich locker verzichten. 

Ich merke mir, wenn ich die LP eingelegt habe und schalte nach zwei Stunden einfach in den passiven Kühlmodus. An der digitalen Anzeige sehe ich wann 30 Grad erreicht sind, um die Platte entnehmen zu können. Das passiert so nebenbei - und sollte ich wirklich mal vergessen haben dass ich gerade eine LP bügele, kann nichts passieren, denn die Temperatur wird automatisch zwischen 56 und 58 Grad gehalten und kann so keinen Schaden am kostbaren Vinyl anrichten. Bei einem Stromverbrauch von max. 144 Watt wäre das aber auch mal verschmerzbar. 

Der Arbeitsablauf gleicht entfernt dem in einem Friseursalon: Waschen - Bügeln - (Auf-)Legen. Nur ist dann im Gegensatz dazu hinterher die Dauerwelle raus    Big Grin



„Information is not knowledge. Knowledge is not wisdom. Wisdom is not truth. Truth is not beauty. Beauty is not love. Love is not music. Music is the best.” (Frank Zappa)
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#16
Hallo Tom,
hier der Problemfall Big Grin

   
LG,

Horst
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#17
Hallo Horst,

alles ok und geht klar  Wink

Gruß Tom



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