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Gainclone, Chipamps - Druckversion +- betreutes hören - HiFi Forum (https://betreutes-hoeren.de/Forum) +-- Forum: ELEKTRONIK (https://betreutes-hoeren.de/Forum/forumdisplay.php?fid=5) +--- Forum: Verstärker (https://betreutes-hoeren.de/Forum/forumdisplay.php?fid=18) +---- Forum: Transistor-Verstärker (https://betreutes-hoeren.de/Forum/forumdisplay.php?fid=34) +---- Thema: Gainclone, Chipamps (/showthread.php?tid=613) |
RE: Gainclone, Chipamps - Thomas74 - 27.07.2026 (26.07.2026, 21:25)Rainer schrieb: Hallo Thomas, Hallo Rainer, ich habe ja an meinen Divorcio 15 " Coax Lautsprechern , bereits zwei Verstärker (Endstufen) an einer gemeinsamen Vorstufe über eine Umschaltbox im Einsatz. Die beiden Endverstärker sind ein naim NAP 200 Clone mit 2 x 70 Watt aus China und eine EL84 Endstufe von Dieter Schatz mit 2 x 8 Watt im Gegentakt. Beides spielt an den Lautsprechern ganz gut und bin grundsätzlich zufrieden. Allerdings habe ich bei der naim bei der letzten Hörsession etwas die Raum-Tiefe vermisst, das dann etwas meinen Spieltrieb entfacht evtl. einen Chip Amp auszuprobieren - daher meine Überlegungen in diese Richtung. Rainer schrieb:Die Chip-Amps waren mir auf Dauer zu anstrengend zu hören aufgrund der enormen Schnelligkeit, Auflösung und Transparenz. Allerdings wenn wieder lese daß Du Dich mit den Chip Amps nicht mehr beschäftigt hast weil sie Dich irgendwann nervten, hat mich das von der Motivation einen solchen zu kaufen wieder deutlich eingebremst .Ich bleibe wohl besser bei meinem Set Up , wenn ich es räumlicher will dann schalte ich besser auf die Röhre um und gut ist. ![]() Lieber Gruß Thomas RE: Gainclone, Chipamps - Rainer - 27.07.2026 Hallo Thomas, der Unison S2K, den ich einige Jahre hatte, zog auch einen wunderbar großen Raum auf. Die Tiefe bekommt man mit Halbleiteramps kaum hin. Häufig ist es ja der spezielle Klirr bei Röhrenamps, der genau genommen mehr Raumeindruck "erzeugt", was mir auch sehr gut gefällt. Die Chips spielen äusserst kohärent, also das ganze Frequenzspektrum wirkt beeindruckend phasenexakt, alles spielt auf den Punkt genau. Ausserdem trennen sie die einzelnen Klangelemente sauber voneinander und das gilt auch für die Raumpositionen, welche klarer umrissen werden als bei vielen anderen diskret aufgebauten A/B Schaltungen. Beim länger hören wirkt es aber irgendwie enger und gepresster nach meinem Empfinden. Feine Nachhallgeräusche sind zwar da, aber die Atmosphäre drumherum, die es dann richtig lebendig wirken lässt, können Röhren einfach besser, auch wenn ihnen die gestochen scharfe Analytik der Chips fehlt. In einem Tonstudio wären sie sicher ideal. Leistungschips spielen superneutral ohne Artefakte. Mir gefielen die Chips von Philips und Sanken auch besser als alle älteren Class D Amps, die ich hier hatte. @TF1 Lebt der kleine Amp mit den Sanken-Chips eigentlich noch? Gruß Rainer RE: Gainclone, Chipamps - E-8 - 27.07.2026 (27.07.2026, 12:25)Rainer schrieb: Häufig ist es ja der spezielle Klirr bei Röhrenamps, der genau genommen mehr Raumeindruck "erzeugt", was mir auch sehr gut gefällt. Hallo Rainer, da du den S2K angesprochen hattest: siehst du hier auch Single Ended-Geräte im (leichten) Vorteil ggü. PP-Verstärkern? Ich meine mich erinnern zu können, daß du zuletzt einen 6V6-Gegentakter aufgebaut oder modifiziert hattest. Ist der noch in deiner Kette im täglichen Gebrauch, oder hast du inzwischen auf einen anderen Verstärker umgestellt? RE: Gainclone, Chipamps - TF1 - 27.07.2026 (27.07.2026, 12:25)Rainer schrieb: @TF1 Lebt der kleine Amp mit den Sanken-Chips eigentlich noch? Ja er lebt noch. Als Satellitenverstärker hat er es relativ leicht.Bevor du mit Vorverstärker und DAC rumspielst solltest du mal die Thivan oder ähnliches hören.
RE: Gainclone, Chipamps - Rainer - 27.07.2026 Hallo Eberhard, den 6V6 habe ich recht schnell wieder verkauft. Ist aber eine schöne Röhre aus ganz alter Zeit. Ich sehe inzwischen keinen Vorteil mehr in irgendeinem bestimmten Betrieb. Das Argument mit den Übernahmeverzerrungen von Class A/B ist völlig überbewertet und theoretisch. Gruß Rainer RE: Gainclone, Chipamps - E-8 - 29.07.2026 Hallo Rainer, ich gebe dir da weitgehend recht ![]() Was mich nur immer mal ins Grübeln bringt, sind manche subjektiven Eindrücke, die ich mir nie recht erklären konnte. Z.B. habe ich vor Jahren für jemanden einen Komplettbausatz einer EL34-PP-Endstufe zusammengebaut. Diese ließ sich als Pseudo-Trioden-Schaltung oder Ultralinear betreiben (Welter HE ES 50, mußte man innen passend löten). Im "Triode"-Modus sehr kraftvolle dynamische Wiedergabe, mitreißend ; UL dann nicht mehr getestet. Dennoch beschlich mich irgendwie ein Gefühl, daß das Ganze auch ein wenig "nervös" aufspielte ![]() Nun war der Verstärker auch neu/nicht eingespielt, 2...3 Std.n Probebetrieb sind praktisch nichts. Nach Rückversand der fertigen Kombi (Vorstufe war auch dabei) habe ich später wieder meinen ollen Saba Konstanz Stereo KN18 Receiver angeschlossen, ein Eintakter mit je ECL86 und ~3W / Kanal. Diese kleine Kiste schafft etwas, woran viele größere, amtliche Geräte mitunter scheitern: sie spielt die Musik mit einer Gelassenheit, ja Ruhe, die langes Genießen ermöglicht. Ähnliches bemerke ich auch an besseren Single Ended-Geräten, z.B. mit 300B: die Musik entsteht gefühlt aus einer derartigen Ruhe heraus, daß man glauben könnte, es stünde unendlich Leistung zur Verfügung. Natürlich gerät man an unempfindlichen Wandlern spätestens bei höherem Tiefbaßpegel an ein deutliches Limit Vielleicht ist dieses Verhalten der letztliche Grund, warum sich überhaupt noch Musikfreunde mit dieser 1930er-Jahre Technik abgeben: mit halbwegs passenden Schallwandlern ist ein beeindruckendes Niveau zu erreichen, ohne daß die Kosten durch die Decke gehen (bei Eigenbau jedenfalls). |