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RE: Unison Simply Italy Thread - Sebastian - 10.04.2026 Moin, ich kann den Tipp ECC82 Genalex Gold Lion nur weitergeben. Das ist eine sehr kräftige und klangfarbenstarke Röhre. Der Bass ist etwas voluminöser und gleichzeitig greifbarer, die Mitten mit viel Charme und die Höhen detailreich aber nicht spitz. Ich kenne aber nur den Vergleich zur Original Röhre. Zuletzt hatte ich in der Endstufe die btb S4A Carbon ausprobiert. Dadurch gewinnt der Verstärker in allen Hifi-Belangen aber war mir zu sehr Richtung Transistor. Ich hätte nicht gedacht, dass die EL34 so ein Klangunterschied macht. Hier werde ich mal die TAD EL34B-STR probieren. Grüße Sebastian RE: Unison Simply Italy Thread - medon78 - 10.04.2026 (10.04.2026, 06:47)Sebastian schrieb: Moin, Danke ebenfalls! Die Beschreibung der Genalex klingt vielversprechend. Die RFTs sind heute gekommen und spielen sich gerade warm. Am Anfang war der Schock groß - arg muffig und unglaublich lahm. Jetzt wachen sie aber gerade nach gut 2h Spielzeit auf. Das Britzelige in den Höhen der Erstausrüstungs-ECC82 ist jedenfalls schon mal kuriert.
RE: Unison Simply Italy Thread - Rainer - 10.04.2026 Aus neuer ECC82/12AU7 Produktion gefielen mir ebenfalls Genalex Gold Lion am besten, dicht gefolgt von der wesentlich günstigeren Tung-Sol. Gruß Rainer RE: Unison Simply Italy Thread - Thomas74 - 12.04.2026 (10.04.2026, 06:47)Sebastian schrieb: Moin,Die Kombination Genalex 82 und S4A Carbon EL34 hatte ich auch schon hier, die hatte der Vorbesitzer des Simplys drauf installiert und betrieb es so an seiner Max1. Ich fand diese Kombination furchtbar langweilig wenn auch sehr kontrolliert und straff im Bass - aber das ganze Leben und seine sphärische Luftigkeit war aus dem Simply verschwunden. Zuletzt hatte meine besagten Genalex ECC82 noch ein Freund an seinem Simply und den Max2 getestet. Mit den Genalex wollte er sein zuweilen etwas nerviges Tonabnehmersystem in den Griff bekommen, was aber auch nur halbwegs funktioniert hatte. Als er später einen anderen Tonabnehmer auf seinen Plattenspieler installiert hatte, fiel auf einmal auf daß die ganze Anlage mit den Genalex viel zu bedeckt spielte. Bei einem Zurückwechseln zu den ursprünglich vom Hersteller mitgelieferten Unison gelabelten ECC82 war es dann wiederum einen Tacken zu spicy obenrum. Ich habe ihm dann RFT ECC82 mitgebracht, welche dann der perfekte Match bei ihm waren und auch blieben. Aber jedem wie es gefällt - ich finde es ja immer wieder hochinteressant wie man den Simply alleine durch den Tausch der Vorstufenröhren in andere klangliche Richtungen manövrieren kann. Schöne Grüße Thomas RE: Unison Simply Italy Thread - medon78 - 12.04.2026 Ge*l. Beim Umstecken von den original mitgelieferten ECC82 auf die RFT hatte ich ja erst mal meine Zweifel, aber die haben sich jetzt nach nur ca. 10-15h echt prima gemacht: Das Zingelingeling (Tina Turners "I might have been Queen" hat so eine Triangel...? nervte sehr) ist kuriert. Noch viel besser: Habe gerade erstaunt festgestellt, dass die RFT einen deutlich griffigeren Bass machen! Damit wäre einer der Wermutstropfen vom Simply Italy ggü. meinen Transistoren auch schon beseitigt. DANKE euch vielmals für den Tipp! :-) P.S.: hoffe ich balmier mich jetzt nicht bis auf die Knochen -- das was ich für meine "RFT" halte, sind RSD-gelabelte ECC82 vom BTB bezogen. Auf dem Datenblatt steht RFT. RE: Unison Simply Italy Thread - Björn - 12.04.2026 Hallo, Angeblich war RFT der Hauptzulieferer für RSD. Ich habe RSD EL95 im Einsatz und bin super zufrieden damit. An RFT habe ich EL95, ECC81, ECC82 und ECC83 im Einsatz. Mir gefallen die echt gut. RE: Unison Simply Italy Thread - E-8 - 13.04.2026 Guten Abend miteinander, der frühere Simply 2 und sein Nachfolger unterscheiden sich trotz identischer Röhrenbestückung deutlich. -> Schaltbild Simply Two -> Schaltbild Simply Italy Wie zu sehen, weist die Eingangsstufe bei letzterem eine etwas unübliche Beschaltung auf. Das erste Triodensystem der ECC82 wird hier ohne Autobias-Widerstand zw. Kathode und 0 Volt der Betriebspannung betrieben. Der notwendige Potentialunterschied zwischen Gitter und Kathode entsteht nicht wie sonst durch den Spannungsabfall am Kathodenwiderstand, sondern ergibt sich durch am Gitter "hängenbleibende" Elektronen, die aufgrund des sehr hohen Gitterableitwiderstandes von 10 Megaohm nicht sofort nach 0 Volt abfließen. Einer Messung ist dies nicht gut zugänglich, bereits der endlich hohe Innenwiderstand eines Multimeters verändert die Verhältnisse massiv. Immerhin läßt sich der Strom durch das Triodensystem bestimmen aus dem gemessenen Spannungsabfall am anodenseitigen Arbeitswiderstand (150k). Ein weiteres Merkmal der Schaltung ist die galvanische Kopplung zwischen den beiden Trioden der ECC82 (kein Koppel-C). Dies hat zur Folge, daß sich jede Änderung der Potentiale am ersten System unmittelbar auf die Betriebsverhältnisse des zweiten Systems auswirkt. Der Verzicht auf einen Kathodenwiderstand sowie einen Koppel-C mitsamt dessen Hochpaßverhalten wird also erkauft mit einem etwas weniger stabilen und nicht mehr unabhängigen Betriebszustand des zweiten Triodensystems. Sehr wahrscheinlich werden sich bereits geringe Unterschiede in den Kennlinien verschiedener ECC82-Exemplare deutlich bemerkbar machen. Selbst damit vertraut, am offenen "lebenden" Gerät Messungen vorzunehmen, würde ich mir schon rein aus Neugierde die Mühe machen, einmal eine Messwerttabelle mit sämtlichen vorhandenen ECC82 anzulegen. Womöglich ergeben sich Klangunterschiede eher durch unterschiedliche Arbeitspunkte (Ruheströme, Anodenspannungen), als durch Differenzen der physischen Aufbauten. Ich fände es interessant, dem einmal nachzugehen. P.S.: genannte Messungen sollte selbstverständlich nur angehen, wer genau weiß, was er tut und eine ruhige Hand hat - gedrängter Platinenaufbau und so...
RE: Unison Simply Italy Thread - medon78 - 14.04.2026 (13.04.2026, 20:52)E-8 schrieb: Guten Abend miteinander, Servus Eberhard, da hab ich jetzt nur ca. 8% verstanden - liegt aber an mir. :-) Was ich spannend finde ist, wie deutlich sich jetzt (denke 95% eingespielt) die RFTs im Vergleich zu den original mitgelieferten ECC82 anhören: - das ganz hohe Zingeling ist deutlich reduziert, nicht mehr unangenehm - der Tief- und Mittelbass ist dermaßen knackiger - kaum zu glauben. Schon das -1,8dB Feedback ist absolut ausreichend für sehr befriedigenden Bass. Na, zumindest ich brauch da nicht "mehr". - die Stereobühne ist breiter - die Klangbühne ist etwas weiter hinten, die originalen ECC82s spielen etwas mehr nach vorne und - gefühlt - etwas mehr "3D" VG Medon |